Wissenschaftlicher Aufsatz, 1996
16 Seiten
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Dieser Text bietet einen Überblick über die Fragestellungen und Themen der deutsch- und englischsprachigen Ästhetik in den letzten fünfzig Jahren. Der Fokus liegt auf der Entwicklung der Ästhetik vom Fokus auf konkrete Kunstwerke hin zu allgemeineren Untersuchungen ästhetischen Erlebens und ästhetischer Manifestationen, die als "Meta-Ästhetik" bezeichnet werden.
Der Text beginnt mit der Beobachtung, dass die Ästhetik seit dem letzten Weltkrieg eine wachsende Anzahl von Publikationen erlebt hat, insbesondere in der deutschen und englischen Sprache. Besonders allgemeine Untersuchungen ästhetischen Erlebens und ästhetischer Manifestationen überwiegen. Diese werden oft als "Meta-Ästhetik" bezeichnet, da sie sich von den tatsächlichen ästhetischen Phänomenen und Erfahrungen entfernen. Der Text argumentiert, dass diese Untersuchungen als "Meta-meta-Ästhetik" bezeichnet werden sollten, da sie die Art und Weise untersuchen, wie wir allgemeine Probleme der Ästhetik behandeln.
Dieses Kapitel argumentiert, dass die "Meta-Ästhetik" eng mit der "Vergleichenden Ästhetik" der Anthropologie verbunden ist. Die Einbeziehung von Erkenntnissen aus anderen Disziplinen, wie Kulturanthropologie und Psychologie, ist essentiell für ein umfassendes Verständnis ästhetischer Phänomene.
Dieses Kapitel stellt verschiedene Einteilungen von ästhetologischen Betrachtungen vor. Der Text argumentiert, dass die traditionelle Dreiteilung in ästhetisches Objekt, ästhetisches Subjekt und den Produzenten des Ästhetischen durch eine vierte Perspektive ergänzt werden sollte: die sprachliche Artikulation des Ästhetischen. Diese vierte Perspektive, die im angelsächsischen Raum entstanden ist, fokussiert auf unsere Terminologie und Ausdrucksweise für ästhetische Phänomene.
Die wichtigsten Schlüsselwörter des Textes sind: Meta-Ästhetik, analytische Ästhetik, ästhetisches Erlebnis, ästhetische Qualität, Kunst, Schönheit, Sprachphilosophie, Kulturanthropologie, Psychologie.
Meta-Ästhetik bezeichnet Untersuchungen, die sich nicht mit konkreten Kunstwerken befassen, sondern die Theorie, Methodik und Sprache der Ästhetik selbst analysieren.
Es gab eine Verschiebung weg von der Analyse spezifischer Phänomene hin zu hochgradig abstrakten, theoretischen Diskursen, die oft weit vom eigentlichen Kunsterlebnis entfernt sind.
Besonders im angelsächsischen Raum hat die analytische Schule dazu beigetragen, dass die sprachliche Artikulation und die Terminologie ästhetischer Probleme in den Fokus rückten.
Diese sind: das ästhetische Objekt, das ästhetische Subjekt (Rezipient), der Produzent (Künstler) und der Diskurs über die sprachliche Artikulation des Ästhetischen.
Kritiker bemängeln, dass die "Meta-meta-Ästhetik" so weit vom tatsächlichen Erlebnis von Schönheit und Kunst entfernt ist, dass sie den Bezug zur Realität verliert.
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