Essay, 2001
16 Seiten
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
I. Einteilung ästhetischer Begriffe
II. Die Kernbegriffe »ästhetisch - künstlerisch - schön«
III. Die Schichtung ästhetischer Begriffe
Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine differenzierte begriffliche Ordnung im ästhetischen Diskurs zu etablieren, indem sie die Kernbegriffe der Ästhetik – „ästhetisch“, „künstlerisch“ und „schön“ – systematisch voneinander abgrenzt und ihre wechselseitigen Beziehungen klärt.
I. Einteilung ästhetischer Begriffe
Die auf Kunstwerke angewandten Begriffe können folgendermaßen eingeteilt und folgende Gruppen unterschieden werden: 1. Kennzeichnungen, die auf den ästhetischen Charakter eines Gegenstands, zumeist Kunstwerks, zielen und solche (2), die nur scheinbar eine Qualität des Gegenstands bezeichnen, in Wirklichkeit jedoch nur unsere Reaktion auf diesen, z. B. »großartig«, «rührend» oder »überwältigend«. Was an dem betrachteten Gegenstand großartig ist, wodurch er uns überwältigt, wird nicht gesagt.
Innerhalb der ersten Gruppe (1) können wir wiederum zwei Arten von Begriffen unterscheiden, solche die sich ausdrücklich auf den ästhetischen Charakter des Kunstwerks beziehen (1.1) und solche die das nicht tun (1.2) wie z. B. »gut erhalten«, »verwaschen«, «ausgebleicht« etc.
Wiederum innerhalb der ersten dieser beiden letzten Gruppen (1.1) gibt es Begriffe, die Qualitäten des Kunstwerks beschreiben und/oder werten (1.1.1) und solche- die nur werten, vor allem die Gegensatzpaare »schön-hässlich«, »gut-schlecht« und «geschmackvoll-geschmacklos« (1.1.2).
Innerhalb der ersten Gruppe (1.1.1) finden wir nun nochmals zwei Möglichkeiten, und zwar zuerst die »ästhetischen Ausdrücke« im engeren Sinne, welche nur für sensible Rezipienten unterscheidbare Qualitäten bezeichnen, und Eigenschaftsbezeichnungen, die von allen nachgeprüft werden können (1.1. 1.1), wie z. B. dass ein Bild »vorwiegend in Blautönen gehalten» ist oder eine Sonate »vier Sätze« hat bzw. ein Schauspiel »viele kurze Szenen».
I. Einteilung ästhetischer Begriffe: Dieses Kapitel klassifiziert die auf Kunstwerke angewandten Begriffe in verschiedene Gruppen, wie etwa auf den Gegenstand zielende Kennzeichnungen oder bloße Reaktionsbeschreibungen, um eine begriffliche Ordnung zu schaffen.
II. Die Kernbegriffe »ästhetisch - künstlerisch - schön«: Hier erfolgt eine Differenzierung zwischen den zentralen Termini Ästhetik, Kunst und Schönheit, wobei insbesondere auf deren unterschiedliche Reichweite und die kulturelle Bedingtheit von Schönheitsidealen eingegangen wird.
III. Die Schichtung ästhetischer Begriffe: Das Kapitel führt das Modell einer „Schichtung“ ein, um die hierarchische und logische Beziehung zwischen verschiedenen Begriffsarten (Bereichskennzeichnungen, Bewertungsbegriffe, Charakterisierungen) transparent zu machen.
Ästhetik, Kunst, Schönheit, ästhetisches Erlebnis, künstlerisches Schaffen, Begriffsschichtung, ästhetische Begriffe, Werturteile, Kunsttheorie, Kulturbedingtheit, Wahrnehmung, Phänomenologie, Sibley, Henckmann, Klassifikation.
Die Arbeit untersucht die Unschärfe und die unterschiedlichen Verwendungsweisen grundlegender Begriffe der Ästhetik, wie „ästhetisch“, „künstlerisch“ und „schön“, um eine präzisere begriffliche Basis für den Diskurs über Kunst und Wahrnehmung zu schaffen.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von ästhetischem Erleben gegenüber künstlerischer Gestaltung, die Kritik an einem eurozentrischen Schönheitsbegriff und die Notwendigkeit einer differenzierten Begriffsarchitektur.
Das primäre Ziel ist es, durch die Einführung einer „Schichtung“ ästhetischer Begriffe einen Instrumentenkasten für den ästhetischen Diskurs zu entwickeln, der Missverständnisse reduziert und unterschiedliche kulturelle sowie zeitgenössische Kunstphänomene besser erfassbar macht.
Die Arbeit nutzt eine komparative und begriffsanalytische Methode, in der sie bestehende Definitionen (etwa von Sibley, Henckmann oder Svoboda) vergleicht, kritisch hinterfragt und in einem neuen, funktionalen System zusammenführt.
Der Hauptteil befasst sich mit der Einteilung ästhetischer Begriffe in Schichten, der genauen Differenzierung zwischen dem Ästhetischen als Welthaltung und dem Künstlerischen als Gestaltungsweise sowie der Relativität von Schönheitsmaßstäben.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe „ästhetisches Erlebnis“, „Schichtung“, „Kulturabhängigkeit“, „Werturteil“ und „Begriffsabgrenzung“ bestimmt.
Eine Schichtung ist notwendig, um zu verstehen, auf welcher Abstraktionsebene ein Begriff operiert, da nur durch die Unterscheidung zwischen bloßen Reaktionsbeschreibungen und substanziellen Charakterisierungen eine fundierte ästhetische Analyse möglich ist.
„Ästhetisch“ bezieht sich primär auf die Erlebnisweise oder Welthaltung, die das sinnlich Erfahrbare ernst nimmt, während „künstlerisch“ als eine aktive Gestaltungsweise definiert wird, die sich auf ein Produkt oder eine Aufführung bezieht.
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