Diplomarbeit, 2007
89 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Derivative Finanzinstrumente
2.1 Klassische Optionen
2.2 Optionsscheine
2.2.1 Traditionelle Optionsscheine
2.2.2 Nackte Optionsscheine
2.3 Unterschiede zwischen Optionen und Optionsscheinen
2.4 Chancen und Risiken von Finanzderivaten
3 Exotische Optionen und Warrants
3.1 Merkmale exotischer Optionen
3.2 Einteilung exotischer Optionen
4 Kurspfadunabhängige univariate Optionen
4.1 Digital-Optionen
4.1.1 Arten von Digital-Optionen
4.1.2 Bewertung von Digital-Optionen
4.2 Chooser-Optionen
4.2.1 Simple Chooser-Optionen
4.2.2 Komplexe Chooser-Optionen
4.3 Power-Optionen
4.4 Contingent-Optionen
4.5 Bermuda-Optionen
5 Kurspfadabhängige univariate Optionen
5.1 Asiatische Optionen
5.1.1 Average Price Optionen
5.1.2 Average Strike Optionen
5.2 Lookback-Optionen
5.2.1 Floating Strike Lookback-Optionen
5.2.2 Fixed Strike Lookback-Optionen
5.2.3 Partielle Lookback-Optionen
5.2.4 Amerikanische Lookback-Optionen
5.3 Compound-Optionen
5.4 Shout-Optionen
5.5 Reset-Optionen
5.6 Leiter-Optionen
5.7 Cliquet-Optionen
5.8 Schwellen-Optionen
5.9 Turbo-Optionsscheine
5.9.1 Turbo-Optionsscheine mit begrenzter Laufzeit
5.9.2 Endlos-Turbo-Optionsscheine
5.10 Qualitative Optionen ohne Schwelle
5.10.1 Schalter-Optionen
5.10.2 Range-Optionen
5.11 Qualitative Optionen mit Schwelle
5.11.1 Kontroll-Optionen
5.11.2 BOOST-Optionen
6 Kurspfadunabhängige multivariate Optionen
6.1 Austausch-Optionen
6.2 Spread-Optionen
6.3 Rainbow-Optionen
6.3.1 Optionen auf das bessere/schlechtere von zwei Basisobjekten
6.3.2 Optionen auf das bessere/schlechtere von zwei Basisobjekten und einen fixen Betrag
6.3.3 Two-Colour Rainbow-Optionen
6.3.4 Multi-Colour Rainbow Optionen
6.4 Out-Performance-Optionen
6.5 Basket-Optionen
6.6 Quanto-Optionen
7 Handel exotischer Optionen und Optionsscheine
7.1 Handelsmengen und -volumina
7.1.1 Frankfurter Wertpapierbörse
7.1.2 Stuttgarter Wertpapierbörse EUWAX
7.2 Kosten beim Handel exotischer Optionen und Optionsscheine
8 Zusammenfassung
Die Arbeit analysiert das komplexe Feld exotischer Optionen und Optionsscheine, um deren vielfältige Ausgestaltungsmöglichkeiten in verschiedenen Marktphasen aufzuzeigen und deren Bewertungsmethoden – insbesondere unter Berücksichtigung von Pfadabhängigkeit und Underlyings – wissenschaftlich zu fundieren.
3.1 Merkmale exotischer Optionen
Exotische Optionen unterscheiden sich von den in Abschnitt 2.1 beschriebenen klassischen Optionen durch Veränderung von mindestens einem der vier folgenden Merkmale.
1. Bei einer klassischen Option ist die Kursentwicklung eines Basisinstrumentes ausschlaggebend für den Wert und die Ausübung. Im Rahmen von exotischen Optionen können zum einen die Kurse von mehreren Basisinstrumenten relevant sein und zum anderen können diese Kurse die Zulässigkeit der Ausübung einer Option sowie die Höhe der Zahlung beeinflussen.
2. Klassische Optionen haben bei der Zahlung im Rahmen der Ausübung einen linearen Bezug zum Kurs des Basisinstrumentes. Anstelle der Linearität können bei exotischen Optionen nichtlineare Beziehungen zwischen dem Kurs des Basiswertes und der Zahlung auftreten. Das können unter anderem exponentielle Beziehungen oder kursunabhängige, fixe Zahlungen sein.
3. Die Bemessung der Zahlung einer klassischen Option bei Ausübung erfolgt nur nach dem Kurs des Basisinstruments im Zeitpunkt der Ausübung. Für exotische Optionen können auch andere Zeitpunkte oder sogar Zeiträume zur Zahlungsbemessung herangezogen werden.
4. Das Recht auf Ausübung ist bei klassischen Optionen nur auf einen Zeitpunkt beschränkt. Im Rahmen von exotischen Optionen können weitere Bedingungen, wie der Kursverlauf des/der Basisinstrumente(s), an die Aufrechterhaltung oder das Inkrafttreten des Ausübungsrechts anknüpfen.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Entwicklung derivativer Finanzmärkte seit den 90er Jahren und definiert den Fokus der Arbeit auf die Klassifizierung und Bewertung exotischer Optionen.
2 Derivative Finanzinstrumente: Dieses Kapitel gibt einen grundlegenden Überblick über Standardoptionen, Optionsscheine und deren Bewertungsansätze, wie das Binomialmodell und Black/Scholes.
3 Exotische Optionen und Warrants: Hier werden die spezifischen Merkmale definiert, die exotische Optionen von klassischen unterscheiden, sowie eine systematische Einteilung vorgenommen.
4 Kurspfadunabhängige univariate Optionen: Das Kapitel beschreibt Digital-, Chooser-, Power-, Contingent- und Bermuda-Optionen, deren Wert nicht vom Kursverlauf während der Laufzeit abhängt.
5 Kurspfadabhängige univariate Optionen: Hier stehen Optionen im Fokus, deren Auszahlung von den Kursrealisationen während der Laufzeit beeinflusst wird, darunter asiatische Optionen, Lookbacks, Compound- und Schwellen-Optionen.
6 Kurspfadunabhängige multivariate Optionen: Dieser Abschnitt behandelt Instrumente, deren Bewertung auf mehreren Underlyings basiert, wie Austausch-, Spread-, Rainbow-, Basket- und Quanto-Optionen.
7 Handel exotischer Optionen und Optionsscheine: Das Kapitel analysiert Marktdaten der Frankfurter und Stuttgarter Börsen sowie die Gebührenstrukturen verschiedener Banken für den Derivatehandel.
8 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Bewertungsergebnisse und stellt die Relevanz der Produkte für verschiedene Marktsituationen heraus.
Exotische Optionen, Optionsscheine, Finanzderivate, Pfadabhängigkeit, Black/Scholes, Binomialmodell, Turbo-Optionsscheine, Basiswert, Underlying, Volatilität, Knock-Out, Barrier-Optionen, Handelsvolumina, Börsenplatz, Optionsprämie.
Die Diplomarbeit untersucht die Funktionsweise, Systematik und Bewertung von exotischen Optionen und Optionsscheinen auf Aktien im Vergleich zu klassischen Derivaten.
Die Arbeit spannt den Bogen von der theoretischen Klassifizierung über mathematische Bewertungsmodelle bis hin zu praktischen Handelsaspekten an deutschen Börsen.
Das Ziel ist es, dem Leser ein strukturiertes Verständnis für die komplexe Welt der "Exoten" zu vermitteln und aufzuzeigen, wie diese Instrumente für unterschiedliche Marktphasen und Risikoprofile eingesetzt werden können.
Neben einer systematischen Literaturanalyse werden mathematische Bewertungsformeln (Black/Scholes-Modell, Binomialmodelle) angewandt und Marktdaten anhand von Tabellen und Abbildungen analysiert.
Der Hauptteil ist in univariante (pfadunabhängige/pfadabhängige) und multivariante Optionen gegliedert, wobei die spezifischen Merkmale, Payoff-Strukturen und Herleitungen der Bewertungsformeln detailliert beschrieben werden.
Zentrale Begriffe sind Exotische Optionen, Pfadabhängigkeit, Underlyings, Turbo-Zertifikate, Bewertungsmodelle und Börsenhandel.
Turbo-Optionsscheine verfügen über eine Knock-Out-Schwelle, bei deren Berührung der Schein wertlos verfällt, und sind zudem stärker auf eine volatilitätsneutrale Gestaltung durch den Emittenten ausgelegt.
Da für arithmetische Durchschnitte keine analytische Lognormalverteilung existiert, müssen zur Bewertung Näherungsformeln oder zeitintensive Binomialmodelle verwendet werden.
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