Diplomarbeit, 2007
95 Seiten, Note: 1,1
1 Aufbau der Arbeit
1.1 Ausgangssituation
1.2 Idee und Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen und Begrifflichkeiten
2.1 Managementkonzept
2.2 Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9000:2000
2.3 Pflegecontrolling
2.4 Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse
3 Das Konzept der Balanced Scorecard (BSC)
3.1 Grundgedanke des Konzeptes
3.2 Verbreitung und Anwendung der BSC
3.2.1 Verbreitung in den USA
3.2.2 Verbreitung in der Bundesrepublik
3.2.3 Anwendung im Gesundheitswesen
3.2.4 Erfahrungen mit dem BSC-Managementkonzept
3.3 Struktur und Aufbau
3.3.1 Vision
3.3.2 Mission
3.3.3 Strategie
3.3.4 Die Unternehmensperspektiven
3.3.4.1 Finanzen
3.3.4.2 Kunden
3.3.4.3 Prozesse
3.3.4.4 Lernen und Entwicklung
3.3.5 Ursache und Wirkungsbeziehungen
3.3.6 Kennzahlen
3.3.7 Führung durch Kommunikation
4 Adaption der Balanced Scorecard an die Bedingungen der stationären Altenpflege
4.1 Beschreibung der Einrichtung
4.2 Wirkungsverbund der Qualitätsmanagementsysteme
4.3 Die Balanced Scorecard für das Seniorenzentrum
4.3.1 Die Unternehmensvision
4.3.2 Erarbeitung einer Mission
4.3.3 Anpassung der Unternehmensperspektiven an die stationäre Pflege
4.3.3.1 Finanzperspektive
4.3.3.2 Pflege- und Kundenperspektive
4.3.3.3 Prozessperspektive
4.3.3.4 Potenzialperspektive
4.3.3.5 Umweltperspektive
4.3.4 Entwicklung der Strategien
4.3.5 Das Ursache-Wirkungsdiagramm
4.3.6 Entwicklung der Kennzahlen für die Pflegeeinrichtung
4.3.6.1 Finanzkennzahlen einer stationären Einrichtung
4.3.6.2 Pflege- und Kundenkennzahlen in der Altenpflege
4.3.6.3 Prozesskennzahlen in Gesundheitseinrichtungen
4.3.6.4 Potenzialkennzahlen einer Pflegeeinrichtung
4.3.6.5 Umweltkennzahlen im Gesundheitswesen
4.3.7 Maßnahmenableitung aus der strategischen Planung
4.3.8 Darstellung der Unternehmensscorecard
5 Horizontale und vertikale Einführung der Balanced Scorecard
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Managementkonzept der Balanced Scorecard (BSC) auf die spezifischen Erfordernisse einer stationären Altenpflegeeinrichtung zu übertragen. Dabei soll untersucht werden, ob die BSC als geeignetes Steuerungsinstrument dienen kann, um sowohl finanzielle als auch qualitative Aspekte der Pflege zu integrieren und eine zukunftsorientierte Unternehmensführung zu unterstützen.
Die Unternehmensperspektiven
Im Rahmen der finanziellen Perspektive werden Informationen betrachtet, die die Ergebnisse der Unternehmensaktivitäten in ihrer Auswirkung auf die wirtschaftliche Situation beschreiben. Auch wenn im BSC-Konzept das Unternehmen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und gesteuert wird, so müssen doch alle Handlungen eine wirtschaftliche Auswirkung haben und zur Ergebnisverbesserung beitragen. Deshalb sind alle Kennzahlen mit der finanzwirtschaftlichen Perspektive zu verknüpfen. „Mit der Finanzperspektive werden einerseits die finanziellen Ergebnisse gemessen, die man von der strategischen Ausrichtung der Unternehmung erwartet. Andererseits sind die finanziellen Kennzahlen auch als finales Ergebnis der anderen Perspektiven zu sehen.“
Im Mittelpunkt stehen Kennziffern, die sich zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung eignen. „Hier bietet sich an, als Ziel eine Risikodimension in die finanzwirtschaftliche Perspektive zu integrieren – etwa durch Diversifizierung von Einnahmequellen, durch zusätzliche Geschäftsfelder oder Bearbeitung zusätzlicher Regionen.“ Diesen Kennziffern sind die so genannten Leistungstreiber zuzuordnen. Leistungstreiber stellen die Faktoren dar, mit denen eine Vorfeldsteuerung der Kennziffern möglich ist. Hierzu zählen „…Umsatzwachstum nach Segment, Stückkosten, Stückpreise oder Umsatz pro Mitarbeiter.“
1 Aufbau der Arbeit: Einführung in die aktuelle Situation der stationären Altenpflege und die daraus resultierende Notwendigkeit eines angepassten Controllings.
2 Theoretische Grundlagen und Begrifflichkeiten: Erläuterung der notwendigen Managementkonzepte und Qualitätssysteme als Basis für die weitere Arbeit.
3 Das Konzept der Balanced Scorecard (BSC): Detaillierte Vorstellung des Modells der Balanced Scorecard, ihrer Entstehung, Struktur und Funktion als Managementinstrument.
4 Adaption der Balanced Scorecard an die Bedingungen der stationären Altenpflege: Praktische Anwendung und Anpassung der BSC auf ein Seniorenzentrum unter Berücksichtigung pflegespezifischer Kennzahlen.
5 Horizontale und vertikale Einführung der Balanced Scorecard: Beschreibung der Implementierungsschritte der BSC über verschiedene Hierarchieebenen der Einrichtung hinweg.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der BSC für das Pflegemanagement.
Balanced Scorecard, Altenpflege, Pflegecontrolling, Qualitätsmanagement, Unternehmenssteuerung, Finanzperspektive, Kundenperspektive, Prozessperspektive, Potenzialperspektive, Umweltperspektive, Strategie, Kennzahlen, Leistungstreiber, Pflegemanagement, Ursache-Wirkungsbeziehung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung und Anpassung des Balanced-Scorecard-Managementkonzepts als Steuerungsinstrument für eine stationäre Altenpflegeeinrichtung.
Die zentralen Themen sind Managementkonzepte in der Pflege, Qualitätsmanagement (DIN EN ISO 9000:2000), Pflegecontrolling, Strategieentwicklung und die Operationalisierung von Zielen durch Kennzahlen.
Ziel ist es zu prüfen, ob die Balanced Scorecard als Instrument geeignet ist, um die ökonomischen und pflegerisch-qualitativen Anforderungen an eine stationäre Altenpflegeeinrichtung in Einklang zu bringen.
Die Arbeit nutzt die Methode der theoretischen Aufarbeitung des BSC-Konzepts sowie die praktische Adaption und Modellierung einer Unternehmensscorecard für ein konkretes Seniorenzentrum.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten strukturellen Anpassung der vier klassischen BSC-Perspektiven um eine Umweltperspektive sowie der Entwicklung konkreter Strategien, Messgrößen und Kennzahlen für die verschiedenen Unternehmensbereiche.
Zu den Schlüsselwörtern zählen Balanced Scorecard, Altenpflege, Pflegecontrolling, Qualitätsmanagement, Strategieentwicklung und Kennzahlensysteme.
Das Qualitätsmanagement bildet die operative Basis und wird durch die BSC strategisch verknüpft, um Qualitätsziele messbar zu machen und kontinuierlich zu verbessern.
Leistungstreiber werden durch die Analyse der Arbeitsprozesse (u.a. mittels FMEA) sowie durch die Ableitung aus den definierten strategischen Zielen innerhalb der vier bis fünf Unternehmensperspektiven ermittelt.
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