Magisterarbeit, 2007
119 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Gegenstand und Ziel der Untersuchung
1.1.1 Forschungsfragen
1.1.2 Hypothesen
1.2 Projektverlauf
1.3 Gliederung der Arbeit
1.3.1 Allgemeines über Intuition
1.3.2 Intuition in der sozialen Arbeit
2 Forschungsmethode und -design
2.1 Forschungsmethode
2.1.1 Pre-Test
2.1.2 Der Fragebogen
2.1.3 Forschungsleitende Fragen der quantitativen Erhebung
2.2 Zielgruppe der Forschung
2.3 Durchführung der Forschung
Teil I: Allgemeines über Intuition
3 Begriffsdefinition der Intuition
3.1 Lexikalische Definitionen
3.2 Synonyme des Begriffs Intuition
3.3 Definition nach Eric Berne
3.4 Definition nach Daniel Eggenberger
3.5 Resümee
4 Was ist Intuition?
4.1 Gegenüberstellung der unmittelbaren und der diskursiven Erkenntnis
4.2 Funktionsebenen der Intuition nach Hänsel
4.3 Was kann Intuition?
4.4 Das Erleben der Intuition
4.4.1 Intuition als Handlungswissen
4.4.2 Intuition als intelligentes Körpergefühl
4.4.3 Intuition als „Geistesblitz“
4.5 Resümee
5 Rationale Auseinandersetzung mit Intuition
5.1 Neurobiologische Begründung der intuitiven Fähigkeit
5.1.1 Theory of Mind
5.1.2 Spiegelneurone
5.2 Objektive Prüfung von Intuition
5.2.1 Der Wahrheitsgehalt von Intuition
5.2.2 Zur Überprüfbarkeit von Intuition
5.2.3 Qualitätssteigerung der Intuition
5.3 Resümee
6 Intuitionstheorien aus den Bezugswissenschaften der sozialen Arbeit
6.1 Intuition in der Philosophie
6.2 Intuition in der Psychologie
6.3 Intuition in der Pädagogik
6.4 Resümee
Teil II: Intuition in der sozialen Arbeit
7 Intuition und Professionalität
7.1 Gibt es eine Diskrepanz zwischen Professionalität und Intuition?
7.1.1 Aus theoretischer Sicht
7.1.2 Die Bewertung der Intuition von sozial arbeitenden Personen
7.1.2.1 Die Bewertung der Sozialarbeiter
7.1.2.2 Die vermutete Bewertung von Kollegen
7.1.2.3 Die vermutete Bewertung von Theoretikern der sozialen Arbeit
7.1.2.4 Ergebnisse und Begründung
7.1.3 Die Vereinbarkeit von Professionalität und Intuition
7.1.4 Schlussfolgerungen
7.2 Theorie-Praxis-Thematik
7.2.1 Das Fallverstehen
7.2.2 Intuition in der Theorie-Praxis-Problematik
7.2.3 Schlussfolgerungen
7.3 Resümee
8 Intuition in der sozialarbeiterischen Tätigkeit
8.1 Allgemeines über Intuition in der sozialen Arbeit
8.1.1 Intuition als wesentliches Element der sozialen Arbeit
8.1.2 Intuition als Teil der sozialarbeiterischen Erkenntnis
8.2 Nonverbale Kommunikation
8.3 Ahnungen
8.4 Intuition in Gesprächssituationen
8.4.1 Leitfaden
8.4.2 Die Planbarkeit eines Gesprächs
8.4.3 Intuition im Gespräch
8.4.4 Erfahrungen mit Intuition in Gesprächssituationen
8.5 Resümee
9 Intuition als Teil sozialer Intelligenz
9.1 Was ist soziale Intelligenz
9.2 Soziale Intelligenz in der sozialen Arbeit
9.3 Ergebnisse der Befragung im Kontext der sozialen Intelligenz
9.4 Resümee
10 Ergebnisse der Forschung
10.1 Überprüfung der Hypothesen
10.2 Beantwortung der Forschungsfragen
11 Schlusswort – eine sozialarbeiterische Bestimmung der Intuition
12 Abstract
12.1 Deutsch
12.2 English
Die Diplomarbeit untersucht die Relevanz und Akzeptanz von Intuition in der professionellen sozialen Arbeit. Ziel ist es, zu ergründen, ob Intuition als legitimer und hilfreicher Bestandteil professionellen Handelns anerkannt werden kann, indem theoretische Grundlagen und empirische Daten aus der Praxis (Befragung von Sozialarbeitern) analysiert werden.
4.3 Was kann Intuition?
Für unsere Ahnen war die Intuition insofern wichtig, als dass sie in Gefahrensituationen zu einer schnellen Beurteilung der Situation beigetragen hat. Zum Beispiel wurden Einschätzungen bezüglich der Motive des Feindes getan, Beurteilungen darüber, welche Aktionen welche Reaktionen des Gegenübers auslösen und welche Bedingungen für Flucht oder Kampf gegeben sind, wurden schnell verarbeitet und führten unmittelbar zu einer körperlichen Aktivität. Dieses Handlungswissen führte zu einem Ergebnis – einem guten, er überlebte, oder eben einem schlechten.
Ähnlich ist es auch noch heute, wobei die Intuitionen nicht unmittelbar zu einem Ergebnis führen, das so offensichtlich ist, wie oben angeführtes Beispiel. Nachstehend werden Beispiele angeführt, unter welchen Bedingungen der sozialen Arbeit Intuition hilfreich sein kann.
Intuition ist Wissen aus dem Unbewussten. Situationen des Alltags werden erlebt und gleichzeitig gespeichert, auf einem Niveau, das nur unter bestimmten Bedingungen bewusstseinsfähig ist. Im Prinzip ist es jedoch verfügbar. Das Wissen zeigt sich in Intuitionen. Unbewusstes Wissen kann nicht verbalisiert werden, aber das Wissen besitzen wir doch. Wir wissen mehr als wir aussprechen können.
Intuitionen sind hilfreich in der Problemlösung und Entscheidungsfindung, denn sie bieten die Möglichkeit, unzureichende oder sich widersprechende Informationen zu managen, auch dann, wenn ein rein rationales Vorgehen überfordert wäre. Auch ein effizienter Umgang mit der Komplexität von problemrelevanten Faktoren kann durch Intuition von statten gehen. Intuition ist in hochkomplexen Entscheidungssituationen nützlich. Wenn es Praktizierenden nicht möglich ist, alle Fakten zu berücksichtigen, oder alle Möglichkeiten durchzudenken, sei es aus Zeitmangel, Informationsmangel oder schlechten Rahmenbedingungen, kann Intuition den Zugang zu verborgenem Handlungs- und Erfahrungswissen herstellen.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik ein, definiert das Forschungsziel und legt die Forschungsfragen sowie die Hypothesen fest.
2 Forschungsmethode und -design: In diesem Kapitel werden die quantitative Erhebung mittels Fragebögen, der Pre-Test und die Zielgruppe der Forschung erläutert.
3 Begriffsdefinition der Intuition: Das Kapitel bietet eine lexikalische Herleitung des Begriffs und definiert Intuition anhand verschiedener theoretischer Ansätze.
4 Was ist Intuition?: Hier erfolgt eine Konkretisierung der Intuition, ihre Abgrenzung zum diskursiven Denken sowie die Beschreibung ihrer Funktionsebenen und Erlebensweisen.
5 Rationale Auseinandersetzung mit Intuition: Das Kapitel beleuchtet die neurobiologischen Grundlagen und Möglichkeiten zur objektiven Prüfung sowie zur Qualitätssteigerung der Intuition.
6 Intuitionstheorien aus den Bezugswissenschaften der sozialen Arbeit: Vorstellung zentraler Intuitionstheorien aus der Philosophie, Psychologie und Pädagogik.
7 Intuition und Professionalität: Analyse des Spannungsfeldes zwischen dem Wunsch nach Professionalisierung und der Rolle der Intuition, inklusive einer theoretischen und empirischen Bewertung.
8 Intuition in der sozialarbeiterischen Tätigkeit: Untersuchung der praktischen Anwendung von Intuition in der Beratung, nonverbalen Kommunikation und Gesprächsführung.
9 Intuition als Teil sozialer Intelligenz: Das Kapitel verknüpft das Konzept der sozialen Intelligenz mit der Intuition und betont deren Bedeutung für die Kompetenz von Sozialarbeitern.
10 Ergebnisse der Forschung: Zusammenfassende Überprüfung der Hypothesen und Beantwortung der Forschungsfragen basierend auf der empirischen Erhebung.
11 Schlusswort – eine sozialarbeiterische Bestimmung der Intuition: Das Resümee integriert die Erkenntnisse und bestätigt die Bedeutung der Intuition als notwendige Ergänzung zum rationalen Handeln.
Intuition, Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Professionalität, Fallverstehen, soziale Intelligenz, Handlungswissen, Spiegelneurone, Reflexion, Beratung, Kommunikation, Theorie-Praxis-Problem, empirische Forschung, Entscheidungsfindung, Unbewusstes
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung der Intuition in der Theorie und Praxis der professionellen sozialen Arbeit und untersucht, ob diese als legitimes Element fachlichen Handelns anerkannt wird.
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition der Intuition, ihre neurobiologischen Grundlagen, Intuitionstheorien aus Bezugswissenschaften sowie die empirische Untersuchung der Intuitionsnutzung durch Sozialarbeiter.
Das Ziel ist zu begründen, dass Intuition innerhalb der sozialen Arbeit relevant und akzeptiert ist, und zu untersuchen, wie Sozialarbeiter in der Praxis Intuition bewerten und erleben.
Die Autorin wählt einen quantitativen Forschungsansatz mittels einer Befragung von sozial arbeitenden Personen, ergänzt durch eine theoretische Literaturanalyse.
Der Hauptteil analysiert Intuition als professionelles Handeln, den Umgang mit Komplexität, die Bedeutung für das Fallverstehen sowie die Korrelation zwischen Berufserfahrung und intuitiver Anwendung.
Schlüsselwörter sind unter anderem Intuition, Sozialarbeit, Professionalität, Fallverstehen, soziale Intelligenz und Handlungswissen.
Die Befragung zeigt, dass etwa 94 Prozent der Befragten Intuition und Professionalität in der sozialen Arbeit für vereinbar halten.
Spiegelneurone werden als neurobiologische Grundlage für Empathie und Intuition herangezogen, um das Phänomen der Intuition wissenschaftlich zu entmystifizieren.
Die Untersuchung konnte statistisch keinen direkten Zusammenhang zwischen der Dauer der Berufserfahrung und der Häufigkeit der Anwendung von Intuition feststellen.
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