Diplomarbeit, 2007
133 Seiten, Note: 2,7
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung und theoretische Vorbemerkungen
1.1. Marketing aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive
1.2. Theoretische Bezugspunkte aus der Politikwissenschaft
2. Parteienmarketing als Disziplin
2.1. Entwicklung
2.2. Forschungsstand
2.3. Möglichkeiten und Grenzen von Parteienmarketing
2.4. Ein Resümee: Systematisierungsversuch
3. Die Empirie: Möglichkeiten und Grenzen von Parteienmarketing in Deutschland und der Schweiz
3.1. Grenzen von Parteienmarketing
3.1.1. Grenzen von Parteienmarketing in Deutschland
3.1.2. Grenzen von Parteienmarketing in der Schweiz
3.2. Möglichkeiten von Parteienmarketing
3.2.1. Möglichkeiten von Parteienmarketing in Deutschland
3.2.2. Möglichkeiten von Parteienmarketing in der Schweiz
3.2.3. Citizen Relationship Marketing: „Anleihen“ aus der BWL?
3.3. Ein Resümee: Ähnlichkeiten und Unterschiede
4. Das Fazit
Die Arbeit untersucht das Parteienmarketing (PM) als Führungskonzept für politische Akteure, um Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit betriebswirtschaftlicher Marketingansätze auf das politische System zu analysieren. Dabei steht insbesondere der Vergleich zwischen Deutschland und der Schweiz sowie die Identifikation von Potenzialen für die Parteiarbeit, unter besonderer Berücksichtigung des Citizen Relationship Marketings (CRM), im Fokus.
3.2.3. Citizen Relationship Marketing: „Anleihen“ aus der BWL?
Nachdem nun die Grenzen für Volksparteien und das bisherige Marketing der Volksparteien in Deutschland und der Schweiz aufgezeigt wurden, soll in diesem Kapitel von CRM handeln, dem anscheinend interessantesten Aspekt aus der Betriebswirtschaft. Als eine der Hauptgrenzen von PM wurde neben den Determinanten des politischen Systems der gesellschaftliche Wandel identifiziert. Dies lässt insbesondere die Stammwähler aber auch interessierte und engagierte Wechselwähler in den Blickpunkt des Interesses rücken, welche als Meinungsführer und Multiplikatoren auch andere Bürger beeinflussen.
Als besonders interessant hat sich diesbezüglich bereits im theoretischen Teil dieser Arbeit das aus der BWL stammende Konzept des CRM erwiesen. So werden in diesem Konzept diejenigen Marketing-Komponenten zusammengeführt und systematisiert, welche auch von den Parteiakteuren als wichtig erachtet werden. Diese sind mit den Begriffen Dialog, Internet, interne Kommunikation und Datenbankmanagement zu umreißen. Im empirischen Teil traten weitere Indizien auf, die dafür sprechen, dass das CRM Konzept von Parteien fruchtbar genutzt werden könnte. So würden Politiker immer weniger Zeit aufwenden, um mit der Gesellschaft ehrlich zu diskutieren. Auf der anderen Seite sinkt auch in der Gesellschaft der Wille, die eigene Freizeit in Form von politischem Engagement einzubringen. Die verbliebenen Meinungsführer und Aktivisten könnten jedoch durch intelligentes CRM gewonnen und gebunden werden um so Ausstrahlungseffekte auf andere Bürger erzielen zu können. Dabei werden jedoch auch die Wähler selbst im Dialog durch die Politiker beeinflusst, woraus zumindest theoretisch ein gemeinsames politisches Produkt resultieren könnte.
Ein weiterer nicht unerheblicher Vorteil ist eine Entkoppelung von der veröffentlichten Meinung der Medien, indem Stimmungsbilder der Bevölkerung direkt wahrgenommen werden können. Aus diesen Gründen soll dieses Konzept etwas genauer dargelegt und in der Empirie untersucht werden. Dabei wird sich vornehmlich auf die Aussagen der Expertengespräche sowie bisherige Erkenntnisse dieser Arbeit gestützt.
1. Einleitung und theoretische Vorbemerkungen: Die Einleitung legt das Fundament durch die Einführung von Marketing-Konzepten aus der BWL und die theoretische Verortung innerhalb der Politikwissenschaft.
2. Parteienmarketing als Disziplin: Dieses Kapitel erläutert den aktuellen Forschungsstand, definiert zentrale Begriffe und beschreibt die historische Entwicklung des Parteienmarketings.
3. Die Empirie: Möglichkeiten und Grenzen von Parteienmarketing in Deutschland und der Schweiz: Der Hauptteil vergleicht die Praxis des Parteienmarketings in Deutschland und der Schweiz auf Basis leitfadengestützter Experteninterviews.
4. Das Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet das Potenzial von CRM-Ansätzen für die Parteiarbeit und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Parteienmarketing, Politische Kommunikation, CRM, Customer Relationship Marketing, Wahlkampf, Responsivität, Volksparteien, Demokratie, Deutschland, Schweiz, Wählerverhalten, Politische Kultur, Parteienfinanzierung, Strategische Planung, Professionalisierung.
Die Arbeit untersucht, inwieweit Marketingkonzepte aus der Wirtschaft auf die Arbeit politischer Parteien übertragen werden können und wo dabei die systembedingten Grenzen liegen.
Die Arbeit fokussiert auf das Verständnis des „politischen Produkts“, die Rolle von Kommunikation und Dialog, sowie die Professionalisierung der Parteien in Deutschland und der Schweiz.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten und Grenzen des Parteienmarketings zu identifizieren und die Übertragbarkeit von CRM-Methoden (Citizen Relationship Management) zur Stärkung der Bindung zwischen Parteien und Bürgern zu prüfen.
Es handelt sich um eine qualitative Studie, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und leitfadengestützten Experteninterviews mit politischen Akteuren in Deutschland und der Schweiz basiert.
Im Hauptteil werden die Rahmenbedingungen der beiden politischen Systeme analysiert, die Rolle der Medien untersucht und die spezifischen Herausforderungen bei der Umsetzung von Marketing-Strategien in Volksparteien beleuchtet.
Zentrale Begriffe sind Parteienmarketing, politische Kommunikation, CRM, Wählerverhalten und Responsivität.
Der Vergleich zeigt, dass Deutschland ein stärker durch Konkurrenz geprägtes Parteiensystem aufweist, während in der Schweiz Konsensdemokratie und Milizsystem die Möglichkeiten für Marketing-Maßnahmen stärker durch kulturelle und strukturelle Faktoren beeinflussen.
Das CRM dient als Werkzeug, um den Dialog mit dem Bürger zu systematisieren, die Datenbankpflege für zielgruppenspezifische Kommunikation zu nutzen und – wie etwa bei der CDU – interne Arbeitsabläufe durch professionelle Software-Lösungen zu optimieren.
Die Arbeit thematisiert die Sorge vor politischer Inszenierung und Manipulation, betont aber, dass ein echter, ernsthafter Dialog die politische Qualität verbessern und das Vertrauen der Wähler durch Transparenz stärken kann.
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