Examensarbeit, 2007
79 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1 Epidemiologie
1.1 Definition von Adipositas im Kindesalter
1.2 Verbreitung der Adipositas
2 Methoden zur Bestimmung von Adipositas
2.1 Der Body Mass Index
2.1.1 Definition
2.1.2 Klassifikation
2.2 Weitere Methoden
2.2.1 Der Broca Index
2.2.2 Calipometrie
2.2.3 Bioelektronische Impendanzanalyse
2.2.4 Waist to hip ratio
3 Der Energiestoffwechsel
3.1 Die Energiebilanz
3.2 Der Grundumsatz
3.3 Die Aktivitätsinduzierte Thermogenese
3.4 Die Diätinduzierte Thermogenese
4 Ätiologie von Adipositas
4.1 Multifaktorielle Entstehung der Adipositas
4.2 Genetische Faktoren
4.2.1 Vererbung: Dicke Eltern = Dicke Kinder?
4.2.2 Molekulargenetische Faktoren
4.2.3 Genetische Syndrome
4.3 Krankheiten mit Adipositas
4.3.1 Hypothyreose
4.3.2 Morbus Cushing
4.3.3 Hypothalamischer Symptomenkomplex
4.3.4 Weitere Krankheiten
4.4 Ernährung und Ernährungsverhalten
4.4.1 Die Regulation der Nahrungsaufnahme
4.4.2 Die Zusammensetzung der Nahrung
4.4.3 Das Ernährungsverhalten von Kindern
4.4.4 Einflussfaktoren auf das Ernährungs- und Essverhalten
4.4.5 Die Set-Point-Hypothese
4.5 Bewegung und Bewegungsverhalten
4.5.1 Bewegung und körperliche Aktivität
4.5.2 Das Bewegungsverhalten von Kindern
4.5.3 Einflussfaktoren auf das Bewegungsverhalten
4.6 Kritische Lebensphasen
5 Psychosoziale Faktoren als Ursache und Konsequenz von Adipositas im Kindesalter
5.1 Psychische Erkrankungen
5.2 Psychosoziale Auslöser und Folgen
6 Medizinische Konsequenzen von Adipositas im Kindesalter
6.1 Die Entstehung von Folgekrankheiten durch Adipositas
6.2 Diabetes-mellitus-Typ-2
6.3 Hypertonie
6.4 Dyslipidämie
6.5 Metabolisches Syndrom
6.6 Respiratorische Probleme und Schlaf-Apnoe
6.7 Orthopädische Probleme
6.8 Mortalität
7 Therapiemöglichkeiten
7.1 Die Therapie im Kindesalter
7.2 Ernährungsumstellung und Diät
7.2.1 Diäten
7.2.2 Langfristige Ernährungsumstellung
7.3 Verhaltenstherapie
7.4 Bewegungstherapie
7.5 Elternschulung
7.6 Pharmakotherapie und Chirurgie
7.7 Kritische Betrachtung der verschiedenen Therapiemöglichkeiten - Kriterien für eine erfolgreiche Therapie
8 Spezielle Therapieprogramme für adipöse Kinder
8.1 OBELDICKS
8.2 Das CHILT Projekt – Children´s Health InterventionaL Trial
8.3 FITOC – Freiburg Intervention Trial for Obese Children
8.4 Moby Dick
8.5 Vergleich und kritische Beurteilung der Therapieprogramme
9 Schlussfolgerung und Ausblick
Das Ziel dieser Arbeit ist es, einen umfassenden Überblick über die vielschichtigen Ursachen und gesundheitlichen Konsequenzen von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen zu geben und auf dieser Basis geeignete, evidenzbasierte Therapiemaßnahmen kritisch zu bewerten.
1.1 Definition von Adipositas im Kindesalter
Der medizinische Begriff Adipositas wird allgemein häufig mit dem Begriff Fettleibigkeit übersetzt. Auch die Begriffe Übergewicht oder Obesitas werden synonym für Adipositas gebraucht. Der Begriff Fettsucht, der lange Zeit als korrekte Übersetzung für Adipositas galt, wird heute nicht mehr verwendet, da er medizinisch nicht korrekt und zudem diskriminierend ist (Wirth, 2000). „Experten definieren Übergewicht und Adipositas als eine Vermehrung des Körpergewichtes durch eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfettanteils“ (Ärzte Zeitung, 2001).
Obwohl die Begriffe Übergewicht und Adipositas häufig synonym gebraucht werden, haben sie unterschiedliche Bedeutungen und sollten unterschieden werden: „Übergewicht bedeutet ein oberhalb der Alters- und Geschlechtsnormen liegendes Körpergewicht.“ (Warschburger, 1999, S. 15). Übergewichtig können demnach auch sehr muskulöse Sportler sein. Übergewicht ist zwar aufgrund der Gefahr von weiterer Gewichtszunahme ernst zu nehmen, die medizinischen Folgen sind jedoch in der Regel noch nicht gravierend. Bei der Adipositas hingegen steigt das Risiko von Komorbiditäten und Mortalität deutlich an. „Somit besteht eine klinische Notwendigkeit zwischen Übergewicht und Adipositas zu unterscheiden“ (Wirth, 2000, S. 7). „Adipositas wird durch einen übermäßigen Anteil der Fettmasse am Körpergewicht mit deutlicher Beeinflussung der Gesundheit definiert“ (Warschburger, 1999, S. 15).
Des Weiteren werden primäres und sekundäres Übergewicht unterschieden. Während sekundäres Übergewicht angeboren bzw. vererbt wird (z.B. Prader-Willi-Syndrom, Bardet-Biedl-Syndrom, etc.), wird das primäre Übergewicht durch übermäßigen Kalorienkonsum (insbesondere Fette) bei gleichzeitigem geringen Energieverbrauch verursacht. (Benecke, 2005).
Die Behandlung von Adipositas ist sehr schwierig und langwierig. Adipositas ist daher als chronische Krankheit einzustufen und auch als solche zu behandeln (Benecke, 2005).
Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Adipositas im Kindesalter ein, erläutert die wachsende Dringlichkeit des Problems und skizziert die methodische Zielsetzung der Arbeit.
1 Epidemiologie: Dieses Kapitel definiert den medizinischen Begriff der Adipositas, grenzt ihn von Übergewicht ab und präsentiert Daten zur zunehmenden Verbreitung im Kindesalter.
2 Methoden zur Bestimmung von Adipositas: Hier werden gängige Messinstrumente wie der BMI sowie alternative Methoden zur Bestimmung des Gewichtsstatus vorgestellt und hinsichtlich ihrer Eignung für Kinder bewertet.
3 Der Energiestoffwechsel: Dieses Kapitel erläutert die physikalischen und biologischen Grundlagen der Energiebilanz sowie die Faktoren, die den Grundumsatz und die Thermogenese beeinflussen.
4 Ätiologie von Adipositas: Das Kapitel analysiert die multifaktoriellen Ursachen, von genetischen Dispositionen über ernährungsphysiologische Aspekte bis hin zu lebensstilbedingten Einflüssen.
5 Psychosoziale Faktoren als Ursache und Konsequenz von Adipositas im Kindesalter: Hier wird der wechselseitige Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen, sozialem Status und dem Entstehen bzw. den Folgen von Übergewicht untersucht.
6 Medizinische Konsequenzen von Adipositas im Kindesalter: Dieses Kapitel dokumentiert die häufigsten physischen Folgeerkrankungen, darunter Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Probleme und orthopädische Leiden.
7 Therapiemöglichkeiten: Das Kapitel bietet einen Überblick über verschiedene Therapieansätze und leitet Kriterien für eine effektive, langfristige Behandlung ab.
8 Spezielle Therapieprogramme für adipöse Kinder: Hier werden bekannte Interventionsprogramme wie OBELDICKS, CHILT, FITOC und Moby Dick detailliert vorgestellt und miteinander verglichen.
9 Schlussfolgerung und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftigen Herausforderungen bei der Bekämpfung der Adipositas-Epidemie.
Adipositas, Kindesalter, Übergewicht, Ernährungsumstellung, Bewegungstherapie, Verhaltenstherapie, Energiebilanz, Folgeerkrankungen, metabolisches Syndrom, Prävention, Kinderernährung, psychosoziale Folgen, Elternschulung, Intervention, BMI.
Die Arbeit befasst sich mit der Zunahme von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen, ihren Ursachen, den daraus resultierenden medizinischen sowie psychosozialen Folgen und evaluiert aktuelle Therapiemöglichkeiten.
Die zentralen Felder sind die epidemiologische Lage, die Entstehung (Ätiologie) durch genetische und umweltbedingte Einflüsse, die medizinischen Konsequenzen sowie die Wirksamkeit von Adipositas-Interventionsprogrammen.
Das Hauptziel ist es, einen fundierten Überblick über das Krankheitsbild zu geben und aufzuzeigen, wie durch eine Kombination aus Ernährungsumstellung, Bewegung und Verhaltenstherapie langfristige Erfolge in der Adipositastherapie bei Kindern erzielt werden können.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien, die Auswertung epidemiologischer Daten (wie der DONALD- oder CrescNet-Studie) sowie die vergleichende Analyse spezifischer Therapie-Interventionskonzepte.
Der Hauptteil deckt das gesamte Spektrum ab: von der Definition und Klassifikation über die Stoffwechselphysiologie bis hin zur detaillierten Darstellung und kritischen Beurteilung spezialisierter Therapieprogramme.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Adipositas im Kindesalter, metabolische Folgen, multimodale Therapie, optimierte Mischkost und Verhaltenstherapie.
Im Gegensatz zu bloßem Übergewicht ist Adipositas durch einen übermäßigen Anteil an Fettmasse gekennzeichnet, der die Gesundheit des Kindes bereits unmittelbar beeinträchtigt und das Risiko für schwere Folgekrankheiten signifikant erhöht.
Da Kinder ihre Lebensstilgewohnheiten primär durch Modelllernen in der Familie entwickeln, fungieren Eltern als entscheidende "Familienmanager", die eine dauerhafte Veränderung der Ernährungs- und Bewegungsmuster erst ermöglichen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

