Diplomarbeit, 2003
44 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung und Problemstellung
2. Kennzeichnung des Business Plans
2.1 Entwicklung des Business Plans
2.2 Nutzen des Business Plans
2.3 Anlässe zur Erstellung eines Business Plans
2.3.1 Unternehmensneugründung
2.3.2 Unternehmenserweiterung
2.3.3 Weitere Anlässe zur Erstellung eines Business Plans
2.4 Inhalte des Business Plans
2.4.1 Executive-/Management Summary
2.4.2 Unternehmensgeschichte
2.4.3 Geschäftsidee
2.4.4 Produkt und Innovation
2.4.5 Markt und Wettbewerb
2.4.6 Standortfrage und Rechtsform
2.4.7 Aktuelle wirtschaftliche Situation
2.4.8 Geplante Unternehmensentwicklung
2.4.9 Management-, Personal- und Finanzplanung
2.4.10 Kapitalbedarf und Mittelverwendung
2.4.11 Geplante Gewinn- und Verlustrechnung sowie Bilanz
2.4.12 Schlussbemerkung
3. Ökonomische Analyse des Business Plans
3.1 Wirtschaftlichkeitsanalysen auf Basis des Business Plans
3.1.1 Kapitalbedarfsplan
3.1.2 Gewinn- und Verlustrechnungsplan
3.1.2.1 Umsatzplan
3.1.2.2 Produktions-, Investitions- und Beschaffungsplan
3.1.2.3 Personalplan
3.1.2.4 Cashflow-Berechnung und Kapitaldienstgrenze
3.1.2.5 Break-Even-Analyse
3.1.2.5.1 Best Case-Szenario
3.1.2.5.2 Realistic Case-Szenario
3.1.2.5.3 Worst Case-Szenario
3.1.3 Kapitalflussrechnung und Bewegungsbilanz
3.1.3.1 Revolvierender Zwölf-Monats-Liquiditäts- und Finanzplan
3.1.3.2 Mehrjährige Bewegungsbilanz
3.1.4 Betriebswirtschaftliche Kennzahlen, Kennziffern und Kennzahlensysteme
3.2 Charakterisierung einer Principal-Agent-Beziehung
3.2.1 Vertrag zwischen Principal und Agent
3.2.2 Versuch der Nutzenmaximierung beider Akteure
3.2.3 Risikoneigung beider Akteure
3.2.4 Informationsasymmetrie und opportunistisches Verhalten
3.2.4.1 Asymmetrische Informationsverteilung und opportunistisches Verhalten vor Vertragsabschluss
3.2.4.2 Asymmetrische Informationsverteilung und opportunistisches Verhalten nach Vertragsabschluss
3.2.5 Lösungsansätze von Agency-Konflikten
3.2.6 Agency Costs
3.2.6.1 Bonding Costs
3.2.6.2 Monitoring Costs
3.2.6.3 Residual Costs
3.3 Der Business Plan als Instrument zur Reduzierung von Agency Costs
3.3.1 Bündelung von relevanten Informationen
3.3.2 Vergleichbarkeit durch marktüblichen Aufbau
3.3.3 Garantieversprechen des Agents
3.3.4 Geheimhaltungsverpflichtung des Principals
3.3.5 Regelungen zu Kontroll-, Mitsprache- und Eingriffsrechten
3.3.6 Festlegung von Aufteilungsregeln zwischen Principal und Agent bei weiterer Unternehmensentwicklung
4. Schlussbetrachtung
Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Analyse des Business Plans und untersucht diesen als Instrument zur Reduzierung von Informationsasymmetrien zwischen Kapitalgebern (Principal) und Kapitalnehmern (Agent) im Rahmen der Principal-Agent-Theorie. Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine fundierte inhaltliche Ausarbeitung und ökonomische Analyse des Geschäftskonzepts das opportunistische Verhalten des Agenten begrenzt und die Effizienz des Vertragsverhältnisses gesteigert werden kann.
3.2.4.1 Asymmetrische Informationsverteilung und opportunistisches Verhalten vor Vertragsabschluss
Das Zustandekommen von Verträgen wird durch eine ungleiche Informationsverteilung zwischen den Vertragspartnern erschwert, wenn opportunistisches Verhalten in Betracht gezogen wird.85 Bereits zum Zeitpunkt der Vertragsverhandlungen können wesentliche Wissensvorsprünge, bezogen auf den Vertragsgegenstand, Auswirkungen auf das Verhandlungsergebnis haben. So ist ein Verkäufer meistens besser über die eigentliche Qualität des angebotenen Gegenstandes informiert, als der Käufer.86 Der Informationsvorsprung des Verkäufers bedeutet also einen direkten wirtschaftlichen Vorteil. Obwohl Beispiele über Gegenstände leichter greifbar sind, kann eine ähnliche Beobachtung auch bei Eigenschaften von beteiligten Personen auftreten. Ein Bewerber kennt seine persönlichen Schwächen viel besser, als der Arbeitgeber. Auch der Verfasser des Business Plans hat viel mehr Detailinformationen über die Aussagekraft seines Werkes als der Leser. Im Zusammenhang mit versteckten Mängeln von Gegenständen spricht man von „hidden information“ oder bei versteckten Eigenschaften von beteiligten Personen von „hidden characteristics“.87
1. Einleitung und Problemstellung: Hinführung zum Thema des Unternehmensentwicklungsplans und Definition der Forschungsabsicht.
2. Kennzeichnung des Business Plans: Detaillierte Betrachtung der Entstehung, des Nutzens, der Anlässe sowie der inhaltlichen Komponenten des Business Plans.
3. Ökonomische Analyse des Business Plans: Untersuchung des Plans als Instrument der Wirtschaftlichkeitsanalyse und Anwendung der Principal-Agent-Theorie zur Reduzierung von Agency-Konflikten.
4. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Relevanz und Wirksamkeit des Business Plans als strategisches und ökonomisches Steuerungsinstrument.
Business Plan, ökonomische Analyse, Principal-Agent-Theorie, Informationsasymmetrie, Agency Costs, Unternehmensneugründung, Kapitalbedarfsplan, Risikomanagement, Opportunismus, Wirtschaftlichkeitsrechnung, Finanzplanung, Unternehmenserweiterung, Controlling, Liquidität, Vertragsgestaltung.
Die Arbeit analysiert den Business Plan aus einer ökonomischen Perspektive und beleuchtet dessen Funktion als Kommunikations- und Kontrollinstrument zwischen Kapitalgebern und Gründern.
Die Schwerpunkte liegen auf der inhaltlichen Strukturierung eines Business Plans, der betriebswirtschaftlichen Analysefähigkeit sowie der theoretischen Einbettung in die Principal-Agent-Beziehung.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie ein fundiert erstellter Business Plan dazu dient, Informationsasymmetrien abzubauen und das Risiko opportunistischen Verhaltens zu minimieren.
Es werden betriebswirtschaftliche Planungs- und Analyseinstrumente (wie Kapitalbedarf, Break-Even-Analyse, Cashflow) mit den theoretischen Modellen der Principal-Agent-Theorie verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Beschreibung des Business Plans, die Darstellung ökonomischer Analysemethoden und die spezifische Untersuchung von Agency-Konflikten.
Zentrale Begriffe sind Principal-Agent-Beziehung, Informationsasymmetrie, Agency Costs, Business Plan Aufbau, Finanzplanung und Wirtschaftlichkeitsanalyse.
Durch die Bündelung von Informationen, Standardisierung der Form und vertragliche Garantieversprechen werden Transparenz geschaffen und Kontrollmöglichkeiten für Kapitalgeber verbessert.
Die Szenarien (Best, Realistic, Worst Case) dienen der Darstellung der Planungsunsicherheit und ermöglichen dem Investor eine realistischere Einschätzung der Erfolgsaussichten sowie der Notfallvorsorge des Gründers.
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