Diplomarbeit, 2007
85 Seiten, Note: 1,7
EINLEITUNG
1. DIE GESUNDHEITLICHE SITUATION VON JUGENDLICHEN IN DEUTSCHLAND
1.1. PUBERTÄT
1.1.1. Körperliche Veränderungen
1.1.2. Geistig - seelische Veränderungen
1.1.3. Soziale Veränderungen
1.2. EINFLUSSFAKTOREN AUF DIE ENTWICKLUNG
1.2.1. Familie
1.2.2. Peer - group
1.2.3. Medien
1.2.4. Schule und Arbeit
1.2.5. Wohnumfeld
1.3. DER AKTUELLE GESUNDHEITSZUSTAND VON JUGENDLICHEN IN DEUTSCHLAND
1.3.1. Psychische Gesundheit
1.3.2. Soziale Gesundheit
1.3.3. Körperliche Gesundheit
2. ADIPOSITAS
2.1. DEFINITION UND BESTIMMUNG VON ADIPOSITAS IM KINDES- UND JUGENDALTER
2.2. PRÄVALENZ VON ADIPOSITAS IM KINDES- UND JUGENDALTER IN DEUTSCHLAND
2.3. URSACHEN VON ADIPOSITAS IM KINDES- UND JUGENDALTER
2.3.1. Genetische Faktoren
2.3.2. Körperliche Aktivität
2.3.3. Ernährungsverhalten
2.3.4. Soziale Faktoren
3. FOLGEN VON ADIPOSITAS IM KINDES- UND JUGENDALTER
3.1. PHYSISCHE FOLGEN
3.2. PSYCHOSOZIALE FOLGEN
3.3. FOLGEN FÜR DAS GESUNDHEITSSYSTEM
4. PRÄVENTION VON ADIPOSITAS
4.1. BEGRIFFSKLÄRUNG
4.1.1. Prävention
4.1.2. Gesundheitsförderung
4.1.3. Schnittstellen von Prävention und Gesundheitsförderung
4.1.4. Verhaltens- und Verhältnisprävention
4.2. ECKPUNKTE DER ADIPOSITASPRÄVENTION
4.2.1. Zielgruppen
4.2.2. Ansatzpunkte
4.2.3. Der Setting-Ansatz
4.2.4. Akteure der Gesundheitsförderung und Prävention
4.3. EXEMPLARISCHE DARSTELLUNG EINER PRÄVENTIONS-STRATEGIE DER BZGA
4.3.1. „GUT DRAUF: bewegen, entspannen, essen – aber wie?“
5. ERLEBNISPÄDAGOGIK
5.1. HISTORISCHER RÜCKBLICK
5.2. ERLEBNISPÄDAGOGIK HEUTE IN DEUTSCHLAND
5.3. THEORETISCHER RAHMEN DER ERLEBNISPÄDAGOGIK
5.3.1. Definition
5.3.2. Ziele
5.3.3. Zielgruppen
5.3.4. Medien und Konzepte
5.3.5. Wirkungsmodelle
5.4. WIRKUNG VON ERLEBNISPÄDAGOGISCHEN ANGEBOTEN
5.4.1. Wirkungsanalyse „Outward Bound“
5.4.2. Eine Untersuchung zur Wirkung von Erlebnispädagogik in der offenen Jugendarbeit
5.4.3. Eine Studie zu „Project Adventure“
5.4.4. Resümee
6. ERLEBNISPÄDAGOGIK ALS INSTRUMENT ZUR PRÄVENTION VON ADIPOSITAS
6.1. ANSÄTZE DER ERLEBNISPÄDAGOGIK IN DER PRÄVENTION VON ADIPOSITAS
6.1.1. Förderung von allgemeinen Lebenskompetenzen
6.1.2. Körper- und Selbsterfahrung
6.1.3. Jugendgerechte Motivation zur Bewegung
6.1.4. Neue Möglichkeiten der Freizeitgestaltung
6.1.5. Anregung zu verändertem Essverhalten
6.2. ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNG
6.3. EIGENE PROJEKTIDEE „MALTATAL“
6.3.1. Örtlichkeit
6.3.2. Leitung
6.3.3. Unterkunft
6.3.4. Verpflegung
6.3.5. Programmbausteine
6.3.6. Kooperationspartner
6.3.7. Umsetzung
7. FAZIT
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, inwiefern die Erlebnispädagogik als handlungsorientierte Methode konkret zur Prävention von Adipositas bei Jugendlichen beitragen kann, wobei die komplexen Einflüsse auf die gesundheitliche Situation der Zielgruppe analysiert werden.
2.3.1. Genetische Faktoren
Auf der einfachsten Ebene resultiert Übergewicht aus einem chronischen Ungleichgewicht von Energieaufnahme und Energieverbrauch, also einer dauerhaften positiven Energiebilanz. Jeder Mensch hat einen individuellen Stoffwechsel. Das bedeutet, jeder Organismus verwertet und speichert zugeführte Energie unterschiedlich. Der Stoffwechsel ist genetisch festgelegt (vgl. Reinehr 2007, S.10). Früher, zu Jäger- und Sammlerzeiten, waren solche Menschen im Vorteil, welche in Zeiten von knappen Futter- bzw. Nahrungsvorräten in der Lage waren, soviel Energie wie möglich zu speichern. Solche vorteilhaften genetischen Anlagen scheinen sich im Laufe der Evolution fortgesetzt und weit verbreitet zu haben (Hebebrand et al. 2005, S. 28; Benecke /Vogel 2005, S. 13).
Heutzutage kann jedoch von Nahrungsmittelknappheit in Industrieländern kaum mehr die Rede sein. Das Gegenteil trifft hier eher zu. Das bedeutet: „Die Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten einer modernen Lebensweise treffen auf eine genetische Ausstattung des Menschen, die hierfür primär nicht geschaffen ist“ 11(Hebebrand et al. 2005, S. 28).
Zahlreiche Familien-, Adoptions- und Zwillingsstudien weisen auf die Bedeutung der genetischen Komponente bei der Entstehung von Adipositas hin. Es konnte eine Vererblichkeit des BMI von 30 % bis zu 70 % festgestellt werden (vgl. Maes et al.1997, zit. nach Hebebrand et al. 2005, S. 31). Auch die KIGGS-Studie stellt den Zusammenhang des BMI der Mutter und der Häufigkeit von Übergewicht und Adipositas der Kinder dar.
1. DIE GESUNDHEITLICHE SITUATION VON JUGENDLICHEN IN DEUTSCHLAND: Dieses Kapitel beleuchtet die Herausforderungen der Pubertät sowie die verschiedenen sozialen und umweltbedingten Einflussfaktoren auf die Entwicklung und den aktuellen Gesundheitszustand von Jugendlichen.
2. ADIPOSITAS: Hier werden Definitionen, Prävalenzzahlen und die vielfältigen Ursachen von Adipositas – von genetischen Faktoren bis hin zum sozialen Status – im Kindes- und Jugendalter detailliert erläutert.
3. FOLGEN VON ADIPOSITAS IM KINDES- UND JUGENDALTER: Dieses Kapitel beschreibt die physischen, psychosozialen und systemischen Folgen der Erkrankung, die für die Betroffenen und die Gesellschaft entstehen.
4. PRÄVENTION VON ADIPOSITAS: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Prävention und Gesundheitsförderung erörtert sowie beispielhaft die Strategie „GUT DRAUF“ der BzgA vorgestellt.
5. ERLEBNISPÄDAGOGIK: Dieses Kapitel bietet einen historischen Rückblick sowie eine theoretische Einordnung der Erlebnispädagogik und analysiert deren Wirkungsmodelle anhand von Studien.
6. ERLEBNISPÄDAGOGIK ALS INSTRUMENT ZUR PRÄVENTION VON ADIPOSITAS: Basierend auf den vorangegangenen Erkenntnissen werden konkrete Ansätze der Erlebnispädagogik für die Prävention von Adipositas abgeleitet und eine eigene Projektidee, das „Maltatal“-Projekt, präsentiert.
7. FAZIT: Das Fazit rekapituliert die Ergebnisse der Arbeit und unterstreicht die Eignung der Erlebnispädagogik als integrativen Bestandteil einer nachhaltigen Adipositasprävention.
Erlebnispädagogik, Adipositas, Prävention, Gesundheitsförderung, Jugendliche, Übergewicht, Lebenskompetenzen, Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung, Sozialer Status, Projekt Maltatal, Gesundheit, Entwicklung, Verhalten.
Die Arbeit untersucht den präventiven Beitrag der Erlebnispädagogik zur Gesundheit von Jugendlichen, speziell im Hinblick auf das Thema Adipositas.
Die zentralen Felder umfassen die gesundheitliche Situation von Jugendlichen, die Ursachen und Folgen von Adipositas, präventive Maßnahmen sowie die theoretischen und praktischen Ansätze der Erlebnispädagogik.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie erlebnispädagogische Methoden als handlungsorientierte Ansätze zur Adipositasprävention eingesetzt werden können, um ein gesünderes Verhalten zu fördern.
Es handelt sich um eine Literatur- und Theoriearbeit, die aktuelle Studien, Fachliteratur und Evaluationsberichte systematisch auswertet, um die Wirksamkeit der genannten pädagogischen Ansätze zu begründen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Lebenswelten Jugendlicher, eine medizinisch-soziale Betrachtung der Adipositas, die Präventionsansätze der BzgA, eine fundierte Darstellung der Erlebnispädagogik und deren Anwendungsmöglichkeiten zur Verhaltensänderung.
Wichtige Begriffe sind Erlebnispädagogik, Prävention, Gesundheitsförderung, Adipositas, Lebenskompetenzen und Jugendalter.
Durch die Förderung von Lebenskompetenzen, körperlicher Selbsterfahrung und einer intrinsischen Motivation zur Bewegung kann Erlebnispädagogik Jugendliche dazu befähigen, bewusster mit ihrem Körper umzugehen und ungesunde Lebensstile zu durchbrechen.
Es handelt sich um ein erlebnispädagogisches Konzept für Jugendliche, das Bewegung und gesunde Ernährung in einer natürlichen Umgebung (Maltatal) integriert, um Gesundheit nachhaltig erlebbar zu machen.
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