Diplomarbeit, 2007
87 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Gesetzliche Regelungen in der Automobilwirtschaft
2.1 Gruppenfreistellungsverordnungen und gesetzliche Grundlagen
2.2 Gruppenfreistellungsverordnungen in der Automobilindustrie
2.3 Die GVO 1400/2002
3. Strukturen und Rahmenbedingungen des Automobilmarktes
3.1 Grundlegende Strukturen und Mechanismen des Automobilmarktes
3.2 Der Automobilvertrieb in Deutschland
3.3 Käuferverhalten und Markenbedeutung auf dem Automobilmarkt
4. Mehrmarkenhandel – Auswirkungen und Effekte
4.1 Der Mehrmarkenhandel
4.1.1 Charakteristika und mögliche Optionen des Mehrmarkenhandels
4.1.2 Betriebstypen des Mehrmarkenhandels
4.1.3 Markenausrichtung und Gestaltung der Markenstruktur
4.2 Übersicht möglicher Auswirkungen und Effekte des Mehrmarkenhandels
4.3 Marken- und Serviceeffekte
4.3.1 Auswahl des Markensortiments
4.3.2 Markeneffekte für Hersteller, Händler und Endkunden
4.3.3 Serviceeffekte für Hersteller, Händler und Endkunden
4.4 Veränderung der Wettbewerbssituation
4.4.1 Veränderte Handelsbeziehungen zwischen Hersteller und Händler
4.4.2 Zunehmender Wettbewerb
5. Fazit
Diese Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen und Effekte der GVO 1400/2002 auf den Mehrmarkenhandel im deutschen Automobilmarkt mit dem Ziel, die komplexen Wirkungszusammenhänge für die Akteure strukturiert darzustellen und Handlungsempfehlungen abzuleiten.
4.1.2 Betriebstypen des Mehrmarkenhandels
Der Mehrmarkenvertrieb lässt sich genau genommen in drei unterschiedliche Basistypen unterteilen (siehe Abbildung 8). Diese unterscheiden sich hinsichtlich drei grundlegender Abgrenzungskriterien. Dazu zählen neben dem Standortprinzip das Inhaberprinzip sowie das Funktionsprinzip.166
Das Standortprinzip ist erfüllt, wenn an einem Standort durch einen einzelnen oder durch mehrere Absatzmittler mehrere verschiedene Marken verkauft werden. Dagegen ist das Inhaberprinzip erfüllt, wenn ein einziges Handelsunternehmen an einem oder aber auch an mehreren Standorten mehrere verschiedene Marken verkauft. Das letzte Abgrenzungskriterium ist das Funktionsprinzip. Durch dieses lassen sich unter Berücksichtigung der Funktionen Absatzförderung, technischer Kundendienst und Verkauf innerhalb der Basistypen weitere Mehrmarkenhandelskonzepte unterteilen.167 Dazu zählen das Full-Multi Franchise, das Dualling/Tripling, das Dealer-Cluster-Site, die Automall, die Autorow und die Dealer Group.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der GVO 1400/2002 für den Automobilsektor und legt den Fokus der Untersuchung auf den Mehrmarkenhandel im deutschen Markt.
2. Gesetzliche Regelungen in der Automobilwirtschaft: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere die Entwicklung der Gruppenfreistellungsverordnungen und die spezifischen Neuerungen der GVO 1400/2002.
3. Strukturen und Rahmenbedingungen des Automobilmarktes: Das Kapitel beleuchtet den Automobilmarkt als komplexes System, analysiert die Vertriebsstrukturen in Deutschland und untersucht das Käuferverhalten sowie die Bedeutung der Marke.
4. Mehrmarkenhandel – Auswirkungen und Effekte: Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Formen des Mehrmarkenhandels, deren Auswirkungen auf Marken- und Servicequalität sowie die veränderte Wettbewerbssituation zwischen Herstellern und Händlern.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und stellt fest, dass der Mehrmarkenhandel das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Händler und Hersteller schwächt, jedoch hohe Anforderungen an die Markenführung stellt.
Mehrmarkenhandel, GVO 1400/2002, Automobilmarkt, Automobilvertrieb, Vertragshändler, Markenführung, Wettbewerb, Markensortiment, Full-Multi Franchise, Dualling, Tripling, Endkunde, Kundenspektrum, Händlerkonditionen, Gruppenfreistellung
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen und Effekte, die durch die Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) 1400/2002 auf den Mehrmarkenhandel im deutschen Automobilmarkt entstanden sind.
Die zentralen Themen umfassen die gesetzlichen Regelungen, die Marktstrukturen, das Kaufverhalten von Automobilkunden sowie die verschiedenen Konzepte und Auswirkungen des Mehrmarkenhandels.
Ziel ist es, die Wirkungszusammenhänge des Mehrmarkenhandels für Hersteller, Händler und Endkunden strukturiert darzustellen, um Handlungsempfehlungen für die Praxis zu geben.
Es handelt sich um eine systematische Analyse auf Basis von Fachliteratur, rechtlichen Rahmenbedingungen der EU und branchenspezifischen Studien zur Automobilwirtschaft.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Betriebstypen des Mehrmarkenhandels, die Analyse von Marken- und Serviceeffekten sowie die Untersuchung veränderter Wettbewerbsbeziehungen.
Wichtige Begriffe sind Mehrmarkenhandel, GVO 1400/2002, Automobilvertrieb, Vertragshändler, Markensortiment und Wettbewerbsintensität.
Die größte Herausforderung ist der erhöhte Koordinationsaufwand und die gesteigerte Komplexität der Markenführung, um gegenüber den Herstellern konsistent aufzutreten.
Eine falsche Zusammenstellung kann zu imageschädigenden Kannibalisierungseffekten zwischen den Marken führen und die Beratungskompetenz des Personals überfordern.
Die Verordnung ermöglicht es Händlern, sich auf den Vertrieb zu spezialisieren und den Kundendienst an zugelassene Werkstätten auszulagern, was jedoch Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit haben kann.
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