Examensarbeit, 2007
107 Seiten, Note: 1,0
1. Benachteiligte Jugendliche
1.1 Psychologische Grundlagen
1.2 Formen der Benachteiligung
1.3 Chancen auf dem Arbeitsmarkt
1.4 Nachschulische Bildungsmöglichkeiten
1.5 Schulische Berufsvorbereitung – Mangelhaft?
1.6 Synthese und Konsequenzen für die Arbeit
2. Die Kinder- und Jugendförderung der Stadt Dreieich
2.1 Jugendsozialarbeit
2.2 Die Arbeit der Stadt Dreieich im Bereich „ÜSB“
2.3 Das Projekt „Übergang Schule-Beruf“
2.3.1 Organisation
2.3.2 Projektschwerpunkte
2.3.3 Zielsetzung
2.3.4 Gesamtübersicht Projektkonzeption
2.3.5 Projektbausteine
2.3.6 Methoden
3. Empirischer Untersuchungsansatz
3.1 Methodisches Vorgehen
3.2 Problemzentrierte Interviews
3.3 Vorstellung des Fragebogens
4. Auswertung
5. Interpretation
6. Fazit & Folgerung
7. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Chancen und Möglichkeiten außerschulischer Unterstützung für benachteiligte Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf, konkret am Beispiel der Kinder- und Jugendförderung der Stadt Dreieich. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Wirksamkeit solcher Maßnahmen zur Verbesserung der beruflichen Integrationschancen und der Lebensbewältigung der Zielgruppe.
1.2 Formen der Benachteiligung
Inwieweit von einer gesellschaftlichen Randstellung der benachteiligten Jugendlichen ausgegangen werden kann, soll im folgenden Kapitel besprochen werden.
SCHROEDER (2004) sieht drei Formen von Benachteiligung von Jugendlichen, auf welche näher eingegangen werden soll.
Die erste Form von Benachteiligung bezeichnet er als Marktbenachteiligung (vgl. STORZ, 1997), die durch unzureichende schulische Vorbereitung auf die Arbeitswelt entsteht. Auf diese Form wird im Punkt 1.3 ausführlicher eingegangen.
Die zweite Form, die soziale Benachteiligung, entsteht durch fehlende lebenslagenspezifische Bildungskonzepte. Die Jugendlichen kommen meist aus Familien in unteren, randständigen Milieus. Abstandnehmend von stigmatisierenden Zuschreibungen wie „Lerngeschädigte“, „Ausbildungsunwillige“ oder „Betriebsunfähige“ bezeichnet SCHROEDER sie als „Sozialbenachteiligte“. Dazu gehören Jugendliche mit Lern-, Leistungs-, oder Verhaltensproblemen die, trotz Förderung, Begleitung und Beratung, zur gesellschaftlichen Teilhabe nur erschwert Zugang finden können und die ausgeprägte, personenzentrierte Lernangebote benötigen.
Die dritte Form von Benachteiligung ist die Rechtsbenachteiligung. Diese tritt als Ausschluss oder erschwertem Zugang zum allgemeinen und beruflichen Bildungswesen auf. Betroffen von dieser letzten Form der Benachteiligung sind vor allem Jugendliche, die keinen gesicherten Aufenthalt in der BRD haben. Diese Gruppe von Jugendlichen die auch meist von den anderen beiden Formen der Benachteiligung betroffen und somit einer spezifischen Dikriminierungsituation ausgesetzt sind,
1. Benachteiligte Jugendliche: Dieses Kapitel definiert den Begriff der benachteiligten Jugendlichen und beleuchtet psychologische Grundlagen, Formen der Benachteiligung, die Arbeitsmarktsituation sowie die Defizite in der schulischen Berufsvorbereitung.
2. Die Kinder- und Jugendförderung der Stadt Dreieich: Hier wird das spezifische außerschulische Förderkonzept der Stadt Dreieich vorgestellt, inklusive Organisation, Zielsetzungen, Projektbausteinen und angewandten Methoden.
3. Empirischer Untersuchungsansatz: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen der Untersuchung, insbesondere die Durchführung problemzentrierter Interviews mit ehemaligen Projektteilnehmern und die Struktur des Interviewleitfadens.
4. Auswertung: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der qualitativen Interviews zu den Themen Schullaufbahn, nachschulischer Verlauf, Projektauswertung und Freizeit grafisch und inhaltlich dargestellt.
5. Interpretation: Hier erfolgt die wissenschaftliche Deutung der gewonnenen Daten, wobei Hypothesen zu den Auswirkungen beruflicher Orientierungsmaßnahmen auf die Jugendlichen aufgestellt und diskutiert werden.
6. Fazit & Folgerung: Dieses Kapitel diskutiert abschließend praktische Lösungsansätze, wie eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Schule und außerschulischen Institutionen oder die strukturelle Umgestaltung des Bildungssystems.
7. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einem komprimierten Überblick über die Zielsetzung, die methodische Vorgehensweise und die wesentlichen Erkenntnisse der Studie ab.
Benachteiligte Jugendliche, Berufsorientierung, Berufsfindung, Jugendsozialarbeit, Übergang Schule-Beruf, Stadt Dreieich, Schullaufbahn, Arbeitsmarkt, Projektarbeit, Sozialpädagogik, Lebensplanung, Schlüsselqualifikationen, Hauptschule, Qualifizierung, Integration.
Die Arbeit untersucht, wie benachteiligte Jugendliche beim schwierigen Übergang von der Schule in die Berufswelt durch außerschulische Institutionen, am Beispiel der Kinder- und Jugendförderung der Stadt Dreieich, gezielt unterstützt werden können.
Die zentralen Felder sind die psychologische und soziale Situation benachteiligter Jugendlicher, die aktuellen Herausforderungen am Ausbildungsmarkt, die Defizite des schulischen Systems bei der Berufsvorbereitung sowie die Evaluation eines konkreten Jugendförderungsprojekts.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte, individualisierte Förderung und die Vernetzung verschiedener Institutionen die Chancen benachteiligter Jugendlicher auf eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt erhöht werden können.
Die Arbeit nutzt einen empirischen Untersuchungsansatz mit problemzentrierten Interviews, die mit zehn ehemaligen Teilnehmern des Projekts „Übergang Schule-Beruf“ geführt wurden, um biographische Verläufe und Projekterfahrungen auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die Lebenswelt benachteiligter Jugendlicher, die detaillierte Beschreibung der Projektkonzeption in Dreieich sowie die empirische Auswertung und Interpretation der geführten Interviews.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Jugendsozialarbeit, Benachteiligung, Übergang Schule-Beruf, Berufsorientierung, individuelle Lebensplanung und institutionelle Vernetzung.
Die Auswertung zeigt, dass die Mehrheit der befragten Jugendlichen das Projekt als hilfreich empfand, besonders im Bereich des Bewerbungstrainings und der Stärkung des Klassenzusammenhalts, was zur beruflichen Orientierung beitrug.
Der Autor plädiert für eine engere Verzahnung von Schule und außerschulischen Institutionen sowie für eine mögliche Zusammenlegung der Schulformen zu einer Gemeinschaftsschule, um eine individuellere und durchlässigere Förderung zu ermöglichen.
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