Magisterarbeit, 2007
162 Seiten, Note: 1
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Forschungskonzeption: Methodik und Gliederung
2 ABGRENZUNGEN
2.1 Allgemein
2.2 Begriffliche Abgrenzung
2.2.1 Volksrepublik China
2.2.2 Österreichische metallverarbeitende Industrie
2.2.3 Errichtung eines Produktionsstandortes - Direktinvestition
3 RAHMENBEDINGUNGEN IN DER VR CHINA
3.1 Politische Rahmenbedingungen
3.2 Wirtschaftliche Entwicklung
3.2.1 Wirtschaftlich – Rechtlicher Rahmen
3.2.1.1 Vertragsrecht
3.2.1.2 Rechtsschutz geistigen Eigentums
3.2.2 Währung
3.3 Wichtige Institutionen
3.3.1 CIETAC
3.3.2 MOFTEC
3.3.3 SIPO
3.4 Bevölkerung und Kultur
3.4.1 Bildung
3.4.2 Kulturelle Rahmenbedingungen
3.5 Standort- und Produktionsfaktoren
3.5.1 Standort- und Produktionsfaktor Arbeit
3.5.1.1 Arbeitskosten
3.5.1.2 Leistungsfähigkeit und Leistungswille
3.5.2 Standort- und Produktionsfaktor Boden
3.5.2.1 Wirtschaftsgeographie
3.5.2.2 Infrastruktur
3.5.2.3 Rohstoffe
3.5.2.4 Umwelt
3.5.3 Standort- und Produktionsfaktor Transport
3.5.4 Produktionsfaktor Kapital (Finanzierung)
3.5.5 Absatzorientierte Standortfaktoren
4 DIREKTINVESTITION IN DER VR CHINA
4.1 Internationalisierung als Strategie
4.1.1 Produktstrategie
4.1.2 Marktstrategie
4.1.3 Motive für ein Engagement in China
4.1.4 Motive für eine Direktinvestition in der VR China
4.1.4.1 Direktinvestition aus Marktgründen
4.1.4.2 Markteting-Mix - Faktoren für den lokalen chinesischen Markt
4.1.4.3 Direktinvestition aus Rohstoff- und Produktionsgründen
4.1.4.4 Direktinvestition aus Forschung- und Entwicklungsgründen
4.1.5 Möglichkeiten der Direktinvestition in der VR China
4.1.5.1 Joint Venture
4.1.5.2 Tochtergesellschaft im Alleineigentum
4.1.5.3 Akquisition
4.1.6 Feasibility Studie
4.1.7 Lokale Standortwahl
4.2 Operative Produktionserrichtung - Serienproduktion
5 RISIKEN BEI DER STANDORTERRICHTUNG IN DER VR CHINA
5.1 Politische Risiken
5.1.1 Unstabilitäten im politischen System
5.1.2 Politische Einflussnahme
5.1.3 Korruption
5.1.4 Anhebung von Zöllen und Steuern
5.1.5 Verschärfung von Umweltschutzauflagen
5.1.6 Gewerkschaftliche Organisation
5.1.7 Zusammenfassung politische Risiken
5.2 Risiko rechtlicher Rahmen
5.2.1 Rechtliche Durchsetzung
5.2.2 Verlust von geistigem Eigentum
5.2.3 Zusammenfassung rechtliche Risiken
5.3 Währungsrisiko
5.4 Wirtschaftliches Risiko / hohe Anfangsinvestition
5.5 Risiken bei der Feasibility Studie
5.6 Risiken bei der Unternehmensgründung
5.6.1 Falscher Joint Venture Partner
5.6.2 Verlust von Unternehmensanteilen
5.6.3 Zusammenfassung: Risiken bei der Unternehmensgründung
5.7 Risiken Produktionserrichtung und Serienproduktion
5.7.1 Datenübernahme
5.7.2 Mangelnde Qualitätssicherung in eigener Produktion
5.7.3 Qualitätsschwankungen bei Zukaufteilen
5.7.4 Lieferantenausfall
5.7.5 Verfügbarkeit von Rohstoffen
5.7.6 Kostenrisiko Export
5.7.7 Kostenrisiko bei lokaler Marktstrategie
5.7.8 Delkredere Risiko bei lokalen Kunden
5.7.9 Zusammenfassung Risiko bei Serienproduktion
5.8 Risikofaktor Arbeit
5.8.1 Hohe Lohnkosten
5.8.2 Mangelnde Verfügbarkeit und Fluktuation von Arbeitskräften
5.8.3 Schlechte Arbeitsproduktivität
5.8.4 Zusammenfassung Risiken beim Produktionsfaktor Arbeit
5.9 Risiken im Zusammenhang mit Infrastruktur
5.10 Risiko auf Basis interkultureller Divergenzen
5.11 Risikokatalog und -matrix
6 FAKTOREN FÜR EINE ERFOLGREICHE PRODUKTION IN CHINA
6.1 Erfolgsfaktor Strategie
6.2 Erfolgsfaktor Absicherung der Anfangsinvestition
6.2.1 Absicherung gegen politische Risiken
6.2.2 Absicherung wirtschaftliches (Investitions-) Risiko
6.3 Erfolgsfaktor Beziehungen
6.4 Erfolgsfaktor Schutzrechte und Geheimhaltung
6.5 Erfolgsfaktor sorgfältige Feasibility Studie
6.6 Erfolgsfaktoren bei der Unternehmensgründung
6.6.1 Erfolgsfaktoren bei einem Joint Venture
6.6.2 Erfolgsfaktoren bei einer Tochtergesellschaft im Alleineigentum
6.7 Erfolgsfaktor Personalmanagement
6.8 Erfolgsfaktoren im Rahmen der Serienproduktion
6.8.1 Erfolgsfaktor Lieferantenauswahl
6.8.2 Erfolgsfaktor Qualitätssicherung
6.9 Erfolgsfaktor Absicherung Infrastruktur
6.10 Erfolgsfaktor interkulturelles Management
6.11 Erfolgsfaktor Kontrolle
7 SCHLUSSBETRACHTUNG
7.1 Forschungsfragen und Hypothesen
7.2 Zusammenfassung
Ziel der Arbeit ist die Erstellung eines Risikokataloges für österreichische Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie, die einen Produktionsstandort in der Volksrepublik China errichten wollen. Dabei werden die zentralen Schwierigkeiten in verschiedenen Projektphasen analysiert, um daraus Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Internationalisierung abzuleiten und Leitlinien zur Risikominimierung zu definieren.
3.2.1.2 Rechtsschutz geistigen Eigentums
Die Anerkennung immaterieller Werte, wie geistiges Eigentum fällt den Chinesen schwer. Das Aneignen von Ideen, Konzepten, Methoden und Designs, um sie zu verwerten, stellt für sie nichts Unmoralisches oder gar Strafbares dar. Ganz im Gegenteil, es beweist Lernbegierde, Lernfähigkeit, Bildungsdrang, ja es drückt sogar Respekt gegenüber den Inhalten oder Ausformungen „fremden“ Geistesgutes aus. Die kopierten Hersteller sollten die Fälschungen doch als Kompliment für ihr Erfindungsreichtum sehen. Jedenfalls kommen Plagiate und Markenpiraterie immer noch sehr häufig vor, obwohl die chinesische Regierung bereits seit den 80’er Jahren und verstärkt seit dem Jahr 1999 versucht einen akzeptablen rechtlichen Rahmen festzulegen, der die internationale Einstellung, Meinung und Akzeptanz zu China verbessern soll.
Der Ruf als Land der illegalen Kopien von westlichen Technologien eilt China jedoch zweifelsohne voraus. Dennoch gibt es heute die Möglichkeit in China Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Urheberrechte schützen zu lassen, da sich China mit dem WTO Beitritt auch dem für geistiges Eigentum zuständigen TRIPS-Abkommen angeschlossen hat. Zuständig ist dafür das State Intellectual Property Office (SIPO).
1 EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit, einen Risikokatalog für österreichische Unternehmen in der VR China zu erstellen.
2 ABGRENZUNGEN: Legt den inhaltlichen Fokus auf die metallverarbeitende Industrie und die Form der Direktinvestition fest.
3 RAHMENBEDINGUNGEN IN DER VR CHINA: Analysiert politische, wirtschaftliche, demografische und infrastrukturelle Gegebenheiten sowie relevante Institutionen.
4 DIREKTINVESTITION IN DER VR CHINA: Untersucht Internationalisierungsstrategien, Investitionsformen wie Joint Ventures und Akquisitionen sowie die Bedeutung der Feasibility Studie.
5 RISIKEN BEI DER STANDORTERRICHTUNG IN DER VR CHINA: Detaillierte Darstellung von Risikoclustern wie politische Instabilität, rechtliche Rahmenbedingungen, Korruption, Lieferantenausfälle und kulturelle Divergenzen.
6 FAKTOREN FÜR EINE ERFOLGREICHE PRODUKTION IN CHINA: Leitet aus den identifizierten Risiken konkrete Erfolgsfaktoren für die Strategie, das Personalmanagement, die Kontrolle und die Absicherung ab.
7 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassung der Ergebnisse, Verifizierung der Hypothesen und Ableitung eines Leitfadens für künftige Investoren.
Volksrepublik China, Direktinvestition, Produktionsstandort, Risikomanagement, metallverarbeitende Industrie, Markteintritt, Joint Venture, Wholly Foreign-Owned Enterprise, Qualitätssicherung, interkulturelles Management, Standortfaktoren, Investitionsabsicherung, Guanxi, Feasibility Studie, Serienproduktion.
Die Diplomarbeit untersucht die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren, mit denen österreichische Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie bei der Errichtung eines Produktionsstandortes in der Volksrepublik China konfrontiert sind.
Die Arbeit behandelt die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen, die Wahl der Markteintrittsstrategie, operative Risiken bei der Produktionserrichtung sowie kulturelle Besonderheiten im Management.
Das Ziel ist die Erstellung eines Risikokataloges und einer Risikomatrix, die als Leitfaden für österreichische Unternehmen dienen, um Fehlinvestitionen durch eine fundierte Risikoanalyse zu vermeiden.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und empirischen Daten aus Experteninterviews mit zwölf Vertretern von Unternehmen und Organisationen, die über einschlägige Erfahrung in China verfügen.
Im Hauptteil werden spezifische Risikokategorien (Politik, Recht, Währung, Feasibility, Gründung, Produktion, Arbeit, Infrastruktur) analysiert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Auswirkungen bewertet.
Zu den zentralen Begriffen zählen Direktinvestition (FDI), Joint Venture, WFOE, Risikomanagement, Guanxi und die spezifischen Standortfaktoren in Sonderwirtschaftszonen.
Guanxi beschreibt das essenzielle chinesische Beziehungsnetzwerk. Es ist für den unternehmerischen Erfolg in China entscheidend, da es den Zugang zu Behörden und Institutionen beschleunigt und für die langfristige Stabilität des Produktionsbetriebs notwendig ist.
Die Rechtsform (Joint Venture vs. Tochtergesellschaft im Alleineigentum) hat maßgeblichen Einfluss auf das Risikoprofil. Während Joint Ventures Vorteile beim Zugang zu lokalen Netzwerken bieten, bergen sie hohe Risiken hinsichtlich des Schutzes geistigen Eigentums und der Machtverteilung.
Die Qualitätssicherung wird als kritischer Erfolgsfaktor eingestuft. Unternehmen müssen oft erhebliche Anstrengungen unternehmen, um westliche Qualitätsstandards sowohl in der eigenen Fertigung als auch bei lokalen Lieferanten sicherzustellen.
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