Diplomarbeit, 2007
182 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Vorstellung ausgewählter Länder
2.1.1 Deutschland
2.1.2 Saudi-Arabien
2.1.3 Der Libanon
2.2 Werbung
2.2.1 Definition
2.2.2 Informative vs. emotionale Werbung
2.2.3 Gestaltungstechniken
3 Kultur
3.1 Definition
3.2 Kulturelle Dimensionen nach Hofstede
3.2.1 Machtdistanz
3.2.2 Individualismus vs. Kollektivismus
3.2.3 Maskulinität vs. Feminität
3.2.4 Unsicherheitsvermeidung
3.2.5 Langzeitorientierung
3.3 Kulturelle Dimensionen nach Hall
3.3.1 High Context vs. Low Context
3.3.2 Polychronismus vs. Monochronismus
3.3.3 Space
3.4 Kulturelle Dimensionen nach Trompenaars
3.4.1 Neutralismus vs. Emotionalismus
3.4.2 Einstellung zur Umwelt
4 Interkulturelle Werbung
4.1 Standardisierung vs. Differenzierung bei internationalen Marken
4.2 Kulturelle Einflüsse auf die Werbebotschaft
4.2.1 Religion und Werte
4.2.2 Rollenverteilung zwischen Mann und Frau
4.2.3 Schrift und Sprache
4.2.4 Nonverbales und paraverbales Verhalten
4.2.5 Farben und Symbole
4.2.6 Humor
5 Vergleich der Werbung Deutschlands, des Libanon und Saudi-Arabiens
5.1 Werbewirtschaft und Medienlandschaft
5.2 Werbebeschränkungen
5.3 Werbevergleich bezogen auf ausgewählte Produktbereiche
5.3.1 Kosmetikwerbung
5.3.2 Getränkewerbung
5.3.3 Lebensmittelwerbung
5.3.4 Handy- und Automobilwerbung
5.3.5 Werbung für sonstige Verbrauchsgüter
5.3.6 Werbung für Finanzdienstleistungen
6 Untersuchung zur werblichen Darstellung
6.1 Gegenstand der Untersuchung
6.2 Auswertung der Ergebnisse
7 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Unterschiede zwischen deutscher und arabischer Werbung unter Berücksichtigung kultureller, religiöser und gesellschaftlicher Parameter. Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie internationale Unternehmen ihre Werbestrategien an die spezifischen kulturellen Gegebenheiten im Libanon und in Saudi-Arabien anpassen müssen, um erfolgreich zu sein.
4.2.1 Religion und Werte
Religion und Werte sind Aspekte, die eine Gesellschaft in hohem Maße beeinflussen können. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen Deutschland und arabischen Ländern. Während die Religion in Arabien eine Vielzahl an Bereichen des menschlichen Lebens regelt, hat die christliche Religion in Deutschland an Bedeutung verloren. In Arabien leiten sich die Werte aus der Religion ab, in Deutschland existieren viele Werte, die sich nicht aus der Religion ableiten.
Will man den Konsumenten erreichen, so sollten selbstverständlich Religion und Wertvorstellungen in der werblichen Darstellung adaptiert werden. In Arabien muss Werbung sozusagen „islam-konform“ sein, so dass niemand in seinen Moral- und Wertvorstellungen verletzt wird. In Deutschland hingegen wird Religion, basierend auf individualistischen Werten, benutzt, um die Aufmerksamkeit des Konsumenten zu wecken.
Der folgende Abschnitt verfolgt deshalb einen zweiseitigen Ansatz: für Deutschland liegt der Schwerpunkt der Darstellung auf den Werten, welche es möglich machen, religiöse Motive in der Werbung zu zeigen, für den Libanon und Saudi-Arabien sollen zunächst die islamische Religion und die daraus resultierenden Werte und somit ableitbaren Implikationen für die werbliche Darstellung erläutert werden.
1 Einleitung: Einführung in die Problemstellung des interkulturellen Werbevergleichs und Erläuterung des Aufbaus der Arbeit.
2 Grundlagen: Vermittlung von Basiswissen zu den untersuchten Ländern sowie Definitionen der Begriffe Werbung und Gestaltungstechniken.
3 Kultur: Theoretische Fundierung durch Kulturdimensionen nach Hofstede, Hall und Trompenaars, um Unterschiede zwischen den Kulturkreisen greifbar zu machen.
4 Interkulturelle Werbung: Analyse der Herausforderungen bei der Standardisierung oder Differenzierung internationaler Marken sowie Einflüsse von Religion, Rollenbildern und Sprache.
5 Vergleich der Werbung Deutschlands, des Libanon und Saudi-Arabiens: Detaillierter Vergleich der Werbewirtschaft und Analyse spezifischer Produktbereiche.
6 Untersuchung zur werblichen Darstellung: Empirische Untersuchung von 200 Anzeigen zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
7 Zusammenfassung: Abschließende Synthese der gewonnenen Erkenntnisse über die kulturellen Einflüsse auf die Werbung.
Interkulturelle Werbung, Saudi-Arabien, Libanon, Deutschland, Kulturdimensionen, Religion, Islam, Rollenbilder, Standardisierung, Differenzierung, Werbegestaltung, Kommunikationspolitik, Konsumentenverhalten, Printanzeigen, Werbebotschaft.
Die Arbeit analysiert die Unterschiede zwischen deutscher und arabischer Werbung, um aufzuzeigen, wie kulturelle Besonderheiten die Wirksamkeit von Werbebotschaften beeinflussen.
Die zentralen Felder umfassen kulturelle Dimensionen nach gängigen Modellen, religiöse Einflüsse, unterschiedliche Rollenverständnisse von Mann und Frau sowie die sprachliche und visuelle Gestaltung von Werbeanzeigen.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob internationale Marken ihre Werbung standardisieren oder spezifisch für den arabischen Raum differenzieren sollten.
Neben einer theoretischen Fundierung durch Kulturstudien wird eine empirische Untersuchung von 200 deutschen und arabischen Printanzeigen zur quantitativen Hypothesenprüfung durchgeführt.
Im Hauptteil werden die Werbewirtschaft und Medienlandschaft der Länder beleuchtet sowie ein systematischer Vergleich anhand verschiedener Produktbereiche wie Kosmetik, Lebensmittel und Finanzen vorgenommen.
Begriffe wie interkulturelle Werbung, Kulturdimensionen, Islam, Rollenbilder und Werbestrategie sind zentral.
In arabischen Ländern ist die Religion tief in der Gesellschaft verankert und beeinflusst massiv das Wertesystem, wodurch Werbung „islam-konform“ sein muss, um nicht auf Ablehnung zu stoßen.
Während Frauen in Deutschland häufiger als Blickfang und teilweise freizügig dargestellt werden, ist ihre Darstellung in Saudi-Arabien aufgrund strenger Normen sehr restriktiv und oft verschleiert.
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