Magisterarbeit, 2005
100 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Phänomen Mobbing unter Schülern und dem Einfluss von individuellen Einstellungen und Arbeitsumfeldfaktoren auf die Wahrnehmung von Lehrern in solchen Situationen. Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der persönlichen Orientierung der Lehrer, dem Teamklima und dem Schulklima auf ihre Ressourcenwahrnehmung im Umgang mit Mobbing zu untersuchen.
Die Arbeit beginnt mit einer umfassenden Einleitung, die das Thema Mobbing unter Schülern und den Einfluss von Lehrern in diesem Kontext einführt. Im Theorieteil werden verschiedene Definitionen von Mobbing beleuchtet, die Prävalenz des Phänomens analysiert und die Dynamik von Mobbingprozessen im Detail erklärt. Es wird auch darauf eingegangen, wie Lehrer Mobbing wahrnehmen und welche Auswirkungen es auf die Opfer, Täter und die gesamte Klasse hat. Weiterhin werden individuelle Einstellungen der Lehrer (z. B. Karriereorientierung) und das Klima des Arbeitsumfeldes (z. B. Teamklima) in ihrer Bedeutung für den Lehrerberuf betrachtet.
Kapitel 3 erläutert die Methodik der Untersuchung. Es werden die Stichprobe, die Durchführung und das Erhebungsinstrument (Fragebogen "QUIS – Qualität in Schulen") vorgestellt. Die verschiedenen Subskalen des Fragebogens, die persönliche Orientierung, Teamklima, Schulklima und Ressourcenwahrnehmung bei Mobbing messen, werden mit Hilfe von Faktorenanalysen genauer betrachtet. Schließlich wird das Mehrebenenmodell von Cronbach und Webb eingeführt, das die Analyse von Individual- und Kontextfaktoren ermöglicht.
Die Ergebnisse der Untersuchung werden in Kapitel 4 präsentiert. Dabei wird der Zusammenhang zwischen der persönlichen Orientierung der Lehrer, dem Teamklima und dem Schulklima mit ihrer Ressourcenwahrnehmung im Umgang mit Mobbing untersucht. Die Datenanalyse umfasst Korrelationen, Regressionsanalysen und Mehrebenenanalysen. Die Ergebnisse zeigen, dass die wahrgenommene Unterstützung im Umgang mit Mobbing von allen drei Faktoren beeinflusst wird, aber insbesondere das Schulklima (offenheit gegenüber Problemen und Engagement des Kollegiums) einen großen Einfluss hat.
Mobbing, Bullying, Lehrer, Schule, Schulklima, Teamklima, Schüler, Mehrebenenanalyse
Lehrer spielen eine zentrale Rolle; ihre Fähigkeit einzugreifen hängt stark von ihrer Ressourcenwahrnehmung und dem Rückhalt im Kollegium ab.
Die Studie zeigt, dass der Einfluss des Schulklimas die individuellen Einstellungen der Lehrer letztlich überlagert.
Die Führungsqualitäten des Schulleiters sind entscheidend dafür, ob Lehrer sich kompetent fühlen, adäquat auf Mobbingvorfälle zu reagieren.
Es beschreibt die Qualität der Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung unter den Lehrkräften bei pädagogischen Herausforderungen.
Es wurden 157 Lehrer an 19 Schulen mit dem Erhebungsinstrument QUIS (Qualität in Schulen) befragt und die Daten mittels Mehrebenenanalyse ausgewertet.
Mobbing wird in der Arbeit als kollektiver Prozess definiert, an dem nicht nur Täter und Opfer, sondern die gesamte soziale Gruppe beteiligt ist.
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