Examensarbeit, 2005
65 Seiten, Note: 1,0
1.Einleitung
1.1 Warum Krabat
1.2 Ottfried Preussler- der Geschichtenerzähler
1.3 Die Krabat Sage
2. Didaktische Rezension
2.1 Krabat – Inhaltsangabe
2.1.2 Das zweite Jahr
2.1.3 Das dritte Jahr
2.2 Die Darstellung der Charaktere
2.2.1 Krabat
2.2.2 Der Meister
2.2.3 Lyschko der Spitzel
2.2.4 Tonda der Altgesell
2.2.5 Der dumme Juro
2.2.6 Die Kantorka
2.3 Beziehungen der Haupt-Protagonisten untereinander und die daraus resultierenden Veränderungen im Handlungsverlauf
2.3.1 Die Bedeutung von Juros Dummheit in Bezug auf Krabat, sein eigenes Leben und den Kampf gegen den Meister
2.3.2 Die Position des Meisters im Bann des Bösen
2.3.3 Die Rolle der Kantorka in Krabats Leben unter dem Aspekt von Liebe und Vertrauen
2.4 Die symbolische Bedeutung der Mühle in Bezug auf Darstellung und Geschehen
2.4.1 Die Welt im „Kleinen“
2.4.2 Der Traum
2.4.3 Die geheime Bruderschaft
2.4.4 Der Herr Gevatter und der Tod
2.5 Krabat- ein phantastisches, sagenhaftes Märchen?
2.6 Magische Elemente
2.7 Sprache und Stil
2.8 Textabsicht
3. Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht
3.1 Begriffsdefinition
3.2 Was will Handlungs- und Produktionsorientierter Unterricht erreichen?
3.3 Wie funktioniert „Interpretation“?
3.4 Der Zusammenhang von Handeln und Denken
3.5 Sinn und Zweck eines Handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts
4. Praktischer Umgang mit dem Krabat
4.1 Arbeitsrahmen
4.2 Einstieg
4.3 Fünf Beispiele zum praktischen Arbeiten mit dem Krabat
4.3.1 Vergleichender Steckbrief – visualisiert
4.3.2 Lesetagebuch
4.3.3 Lesenacht
4.3.4 Szenisches Spiel
4.3.5Hörspiel
5. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogische Eignung von Otfried Preußlers Roman „Krabat“ für den Grundschulunterricht. Im Zentrum der Forschungsfrage steht die Analyse der „Grundschulverträglichkeit“ sowie die Erarbeitung konkreter, handlungs- und produktionsorientierter Unterrichtskonzepte, um Schülern einen Zugang zu diesem sprachlich anspruchsvollen und thematisch düsteren Werk zu ermöglichen.
1.1 Warum Krabat?
Auf einem Tisch liegen Stapel von Kopien, Zeitschriften und Bücher –alles durcheinander. Ein wenig neugierig beginne ich mir einzelne Schriftstücke näher anzuschauen. Da fällt mir der Krabat in die Hände –der Titel kommt mir bekannt vor, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich es jemals schon gelesen habe. In meinem Kopf entstehen langsam Bilder. Sie sind sehr undeutlich und verschwommen, aber ganz entfernt schleicht sich ein Gefühl der Vertrautheit ein. Die Bilder werden immer klarer, allerdings sind sie nicht konkret, sondern ich könnte sie eher als Gespür oder Gefühl beschreiben. Jedenfalls reicht diese Erinnerung mir, das Buch zu lesen, denn meine Neugier ist groß. Je mehr Seiten ich verschlinge, desto klarer werden auch meine Erinnerungen. Letztendlich war dieses „erste“ Lesen die Entdeckung etwas Unbekannten, das sich jedoch als bekannt entpuppt.
Da dieses „Erlebnis“ gerade in die Phase fällt, in der ich ein Thema für meine Examensarbeit suche, bin ich ziemlich froh, den Krabat wieder entdeckt zu haben. Meine Begeisterung wird etwas von der Skepsis gebremst, die ich entwickle, wenn ich über ein Unterrichtsvorhaben in der Grundschule nachdenke. Eine sehr wichtige Frage beschäftigt mich: Wie sinnvoll ist der Umgang mit Ottfried Preußlers Werk in der Grundschule ist und welche Voraussetzungen müssen bestehen oder geschaffen werden, um Erfolge am Ende der Unterrichtseinheit zu verzeichnen? Die anfänglichen Bedenken begründen sich auf der düsteren Atmosphäre der Geschichte. Ich empfinde es als problematisch, dass der Tod und das Sterben sehr präsente Themen im Krabat sind, allerdings habe ich mich nun entschlossen, es als Herausforderung anzusehen, mögliche Schwierigkeiten zu überwinden und die Thematik für die Grundschule vermittelbar auszuarbeiten.
1.Einleitung: Die Verfasserin beschreibt ihre persönliche Motivation, sich mit Krabat für die Examensarbeit zu beschäftigen, und stellt die zentrale Frage der Grundschulverträglichkeit des Werks.
2. Didaktische Rezension: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Inhaltsangabe sowie eine tiefgehende Analyse der Figuren, der Symbolik der Mühle und der Einordnung des Werkes als phantastische Erzählung.
3. Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht: Hier werden die theoretischen Grundlagen des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts definiert und dessen Bedeutung für die Lesemotivation erläutert.
4. Praktischer Umgang mit dem Krabat: Die Verfasserin skizziert konkrete Unterrichtsbeispiele, wie den visuellen Steckbrief, das Lesetagebuch, die Lesenacht, das szenische Spiel und das Hörspiel.
5. Schluss: Das Fazit bestätigt die Eignung des Buches für die Grundschule bei entsprechender Vorbereitung und thematisiert das Potenzial für fächerübergreifende Projekte.
Krabat, Otfried Preußler, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Grundschule, Literaturunterricht, Leseförderung, phantastische Erzählung, Didaktik, Symbolik, Identitätsentwicklung, Kinderliteratur, Deutschunterricht, Schulpädagogik.
Die Hausarbeit untersucht, ob und wie Otfried Preußlers Werk „Krabat“ im Deutschunterricht der Grundschule behandelt werden kann, um Kindern trotz der düsteren Thematik einen Zugang zu ermöglichen.
Zentrale Felder sind die literarische Analyse der Erzählung, didaktische Überlegungen zur Literaturvermittlung sowie die praktische Umsetzung kreativer Unterrichtsmethoden.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Schüler durch einen handlungs- und produktionsorientierten Ansatz die komplexen Themen des Buches wie Macht, Liebe, Tod und Identität verstehen können.
Die Arbeit stützt sich auf eine fachdidaktische Analyse des Textes in Verbindung mit lernpsychologischen Erkenntnissen über aktives, entdeckendes Lernen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine didaktische Rezension (Analyse der Charaktere und Symbolik) und eine methodische Darlegung (konkrete Unterrichtsbeispiele für die Grundschulpraxis).
Krabat, handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Grundschule, Lesemotivation und Symbolik sind wesentliche Begriffe.
Juro nimmt eine Schlüsselrolle ein; als „guter Geist“ und Identifikationsfigur, die durch ihre Dummheit Tarnt, vermittelt er den Schülern Hoffnung und Zuversicht im Umgang mit übermächtigen, bösartigen Strukturen.
Der Kreis dient als ritueller Schutzraum, der Konzentration fördert und hilft, die Kinder in die phantastische Welt einzustimmen und Ängste vor den düsteren Themen abzubauen.
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