Magisterarbeit, 2006
164 Seiten, Note: 1,70
I. Einleitung
II. Grundlagen und Voraussetzungen
1. Aufbau der Arbeit
2. Definitionen und Begriffsklärungen
2.1 Poesie / Lyrik
2.2 Malerei
2.3 Traditionelle Lyrik / Trad. Malerei
2.4 Abstraktion
3. Soziokulturelle Rahmenbedingungen
3.1 Gesellschaftspolitische R.
3.2 Philosophische R.
3.3 Wissenschaftliche R.
4. Wege in die Abstraktion im 19. Jahrhundert
4.1 Romantik
4.2 Impressionismus
4.3 Symbolismus
5. Abstraktion an der Wende zum 20. Jhdt.
III. Hauptteil - Wege der Abstraktion im 20. Jahrhundert
1. Jugendstil
Entstehungsbedingungen
Abstraktion in Lyrik und Malerei
Gedicht- u. Bildgegenüberstellung
2. Expressionismus
Entstehungsbedingungen
Abstraktion in Lyrik und Malerei
3.3 Gedicht- u. Bildgegenüberstellung
3. Dadaismus
Entstehungsbedingungen
Abstraktion in Lyrik und Malerei
Gedicht- u. Bildgegenüberstellung
4. Surrealismus
Entstehungsbedingungen
Abstraktion in Lyrik und Malerei
Gedicht- u. Bildgegenüberstellung
5. Konkrete Poesie / Action Painting
Entstehungsbedingungen
Abstraktion in Lyrik und Malerei
Gedicht- u. Bildgegenüberstellung
6. Pop Art
Entstehungsbedingungen
Abstraktion in Lyrik und Malerei
Gedicht- u. Bildgegenüberstellung
7. Neue Subjektivität / Neue Wilde
Entstehungsbedingungen
Abstraktion in Lyrik und Malerei
Gedicht- u. Bildgegenüberstellung
8. Gegenwart
Entstehungsbedingungen
Abstraktion in Lyrik und Malerei
Gedicht- u. Bildgegenüberstellung
IV. Zusammenfassung
V. Schluss
Diese Arbeit untersucht die Parallelen zwischen modernen und postmodernen Stilmerkmalen in der Lyrik und Malerei des 20. Jahrhunderts. Das primäre Ziel ist es, die Entwicklung der Abstraktion als gemeinsames Ausdrucksmittel in beiden Kunstgattungen zu analysieren, um das Verständnis für die Entfremdung und Neuorientierung des modernen Menschen in einer sich wandelnden Welt zu vertiefen.
4.1 Romantik
Bereits die Maler der Romantik beschreiten Wege der Abstraktion, indem sie sich abwenden von rein naturalistischer oder realistischer Darstellungsweise. Sie ordnen die Objekte ihrer Landschaftsbilder, wie Hugo von Tschudi sich ausdrückt, „dem ewig sich wandelnden Spiel von Licht und Luft [unter]“53. Der Maler Caspar David Friedrich abstrahiert beispielsweise, indem er in seinen Bildern Landschaftsdarstellungen benutzt, um seelische Stimmungen zu transportieren. Darin liegt der abstrakte Wert seiner romantischen Malerei, den er selbst folgendermaßen dokumentiert: „Den Geist der Natur erkennen, und mit ganzem Herzen und Gemüt durchdringen und aufnehmen und wiedergeben ist die Aufgabe [m]eines Kunstwerks!“54 Caspar David Friedrich reproduziert nicht einfach das, was er sieht. Seine Kunst ist abstrakt, weil sie nicht Wirklichkeit nachahmt, sondern Wirklichkeit neu formt. Für den Romantiker ist ein Bild „die Gegenwart des Übersinnlichen im Sinnlichen“55. Das Wesen der Dinge, der Gegenstände, soll geistig herausgesehen, erfasst und im Bild dargestellt werden. Der Künstler malt nicht mehr nur das, was er vor sich sieht, sondern auch, was er in sich spürt und wahrnimmt. Die Rückenfigur in „Der Mönch am Meer“ verbindet den Betrachter mit der abgebildeten Natur.
I. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Arbeit ein und verknüpft die Entwicklung der Abstraktion in den Künsten des 20. Jahrhunderts mit der Suche nach einer neuen Wirklichkeit.
II. Grundlagen und Voraussetzungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Poesie, Lyrik, Malerei und Abstraktion und beleuchtet die soziokulturellen Hintergründe sowie die frühen Wege zur Abstraktion im 19. Jahrhundert.
III. Hauptteil - Wege der Abstraktion im 20. Jahrhundert: Dieser umfassende Hauptteil analysiert chronologisch verschiedene Kunstströmungen, von Jugendstil über Expressionismus und Dadaismus bis hin zu Pop Art und Gegenwart, wobei jeweils die Entstehungsbedingungen und die konkrete Abstraktionspraxis in Lyrik und Malerei verglichen werden.
IV. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die wesentlichen Erkenntnisse über die Durchdringung von Realität und Abstraktion und die Rolle der Kunst als Spiegel des Zeitgeistes.
V. Schluss: Der Schluss reflektiert den Abstraktionsprozess als Aufhebung der Trennung zwischen Literatur und bildender Kunst und betont die Suche nach Freiheit in der modernen Kunst.
Abstraktion, Lyrik, Malerei, Moderne, Postmoderne, Wirklichkeit, Ausdruck, Symbolismus, Expressionismus, Dadaismus, Surrealismus, Pop Art, Neue Subjektivität, Formauflösung, Subjektivität.
Die Arbeit untersucht die parallelen Stilmerkmale von moderner und postmoderner Lyrik und Malerei, mit einem besonderen Fokus auf die verschiedenen Wege der künstlerischen Abstraktion im 20. Jahrhundert.
Zentrale Themen sind die Abkehr von der mimetischen Abbildfunktion, die Entwicklung subjektiver Ausdrucksweisen, die Transformation der Wahrnehmung durch technologischen Wandel und die Verschränkung von literarischen und bildnerischen Konzepten.
Ziel ist es, die Entwicklung der Abstraktion kontinuierlich und repräsentativ durch verschiedene Epochen des 20. Jahrhunderts hindurch aufzuzeigen und dabei zu verdeutlichen, wie Künstler auf die jeweilige gesellschaftliche Wirklichkeit reagieren.
Die Autorin nutzt eine vergleichende Analyse von Gedichten und Gemälden innerhalb spezifischer Stilepochen, ergänzt durch die Auswertung kunstwissenschaftlicher und literaturhistorischer Sekundärliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Stilepochen (Jugendstil, Expressionismus, Dadaismus, Surrealismus, Konkrete Poesie/Action Painting, Pop Art, Neue Subjektivität/Neue Wilde, Gegenwart), bei denen jeweils Entstehungsbedingungen und die Anwendung von Abstraktionsprinzipien analysiert werden.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Abstraktion, Lyrik, Malerei, Wirklichkeit, Formauflösung, Subjektivität und die verschiedenen behandelten Epochen.
Die Romantik wird als Wegbereiterin künstlerischer Abstraktion betrachtet, da sie bereits begann, sich von der bloßen Naturbeobachtung hin zur Abbildung innerer Seelenzustände zu wenden.
Im Dadaismus wird Sprache von ihrer logischen Mitteilungsfunktion befreit und als reines Material (Wortfetzen, Laute) genutzt, um die vermeintliche Logik der Zeit und des Krieges zu attackieren.
Pollocks Technik ist abstrakt, weil sie das Endprodukt vom Pinselstrich entkoppelt und das Bild als autonomes Gefüge ohne gegenständliche Referenz und traditionelle Komposition entstehen lässt.
Der Begriff beschreibt eine Kunstauffassung, in der ein Werk (z.B. ein Gedicht oder Bild) einfach nur als das existiert, was es ist, ohne eine tiefere Botschaft zu vermitteln oder etwas außerhalb seiner selbst darstellen zu wollen.
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