Diplomarbeit, 2007
77 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Die Suche nach der optimalen Form der Personalauswahl zu Zeiten des „War for Talents“ – Ein Kandidat für Outsourcing?
1.2 Externalisierung der Personalauswahl – nur ein theoretisches Phänomen? Das Ziel der Studie
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Externalisierung im Personalmanagement
2.1.1 Begriff / Einordnung
2.1.2 Formen
2.1.3 Voraussetzungen
2.1.4 Idealtypischer Ablauf
2.2 Externalisierung der Personalauswahl
2.2.1 Begriff
2.2.2 Phasen und Instrumente der Personalauswahl
2.2.3 Anbieter der externen Personalauswahl
2.2.4 Chancen und Risiken der Externalisierung der Personalauswahl
2.2.4.1 Chancen
2.2.4.1.1 Beschränkung auf Steuerung und Kontrolle
2.2.4.1.2 Konzentration auf Kernkompetenzen
2.2.4.1.3 Kostenaspekt
2.2.4.1.4 Effektivitätssteigerung
2.2.4.1.5 Sonstige Chancen
2.2.4.2 Risiken der Externalisierung der Personalauswahl
2.2.4.2.1 Verlust von Know-how
2.2.4.2.2 Neue und unbekannte Abhängigkeiten
2.2.4.2.3 „Second-Hand-Mitarbeiter“
2.2.4.2.4 Rechtliche Risiken
2.2.4.2.5 Sonstige Risiken
2.3 Der Mittelstand
2.3.1 Definition und Abgrenzung von Klein- und Mittelbetrieben in Deutschland
2.3.2 Statistische Daten
2.3.3 Besonderheiten der Personalauswahl im Mittelstand
3. Untersuchungsrahmen
3.1 Das Modell
3.2 Methodik – Die statistische Untersuchung
3.2.1 Warum eine empirische Studie?
3.2.2 Planung der Untersuchung
3.2.2.1 Eingrenzung des Untersuchungsziels
3.2.2.2 Datenherkunft
3.2.2.3 Erhebungsumfang
3.2.2.4 Erhebungstechniken
3.2.2.5 Methodik der Auswertung
3.2.3 Die Entwicklung des Fragebogens
4. Auswertung und Analyse
4.1 Beschreibung der Stichprobe
4.2 Befunde zum Personalmanagement im Unternehmen und Outsourcing
4.3 Befunde zum Outsourcing der Personalauswahl
4.4 Chancen der ausgelagerten Personalauswahl
4.5 Risiken der nicht ausgelagerten Personalauswahl
4.6 Befunde zur zukünftigen Handhabung im Personalmanagement
4.7 Empirische Studien im Vergleich
5. Ergebnisse
5.1 Zusammenfassung
5.1.1 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse
5.1.2 Fazit
5.2 Limitation
5.3 Implikation für die Forschung
5.4 Ausblick / Zukunft
Die Arbeit analysiert die aktuelle Situation der Externalisierung der Personalauswahl im deutschen Mittelstand. Ziel der empirischen Studie ist es, auf Basis eines Phasenmodells zu untersuchen, welche Rolle Outsourcing bei der Personalauswahl spielt, welche Erwartungen Unternehmen damit verbinden und welche Chancen sowie Risiken in der Realität eintreten.
2.1.4 Idealtypischer Ablauf
Grundliegend ist von vornherein festzuhalten, dass kein starrer idealtypischer Ablaufplan für die Externalisierung von Personalfunktionen existiert. Es können lediglich Orientierungshilfen in Form von Schrittfolgen oder Phasen angegeben werden, die einem Unternehmen eine Art „Stütze“ zur Senkung der Unsicherheit bieten. „Ein strikt planerischer Ablauf lässt zu wenig Raum für Innovation und unvoraussehbare Vorkommnisse.“18
Als Basis für diese Schrittfolge dienen die Phasen Vorbereiten, Anbahnen, Umsetzen, Betreiben und Kontrolle19. Für einen Outsourcing-Prozess kann das in Abbildung 1 dargestellte Phasenmodell eine Hilfestellung bieten.
Präparationsphase: Dieser Schritt ist die bedeutendste Phase im gesamten Ablaufprozess. Hier entscheidet sich, ob eine Outsourcingstrategie eingeschlagen werden soll oder nicht. Es werden die unternehmerischen Gegebenheiten untersucht (von Kennzahlen bis hin zu bisher definierten Strategien), um so eine differenzierte und detaillierte Situationsanalyse zu erhalten. Ein Überblick der Chancen (Ziele) und Risiken der Externalisierung bietet hier einen ersten Blick auf mögliche Schwachstellen (siehe dazu auch die Ausführungen in den Kapiteln 2.2.6 und 2.2.7 dieser Arbeit). Auf die Frage, was für betriebswirtschaftliche Auswirkungen das Outsourcing-Projekt auf das Unternehmen hat, kann ein sogenanntes „Business Case“ Antwort geben. Hiermit wird die Investition über Aussichten auf Gewinne analysiert und dient der Geschäftsleitung als Entscheidungshilfe.20
1. Einleitung: Beleuchtung der Bedeutung der Personalauswahl im „War for Talents“ und Darlegung des Studienziels, die Professionalisierung durch Externalisierung im Mittelstand zu hinterfragen.
2. Theoretische Grundlagen: Definition zentraler Begriffe des Outsourcings sowie Analyse der Phasen und Instrumente der Personalauswahl und deren spezifische Anwendung im Mittelstand.
3. Untersuchungsrahmen: Entwicklung eines Phasenmodells zur Erfassung situativer Bedingungen und Erwartungen, das als methodische Basis für die nachfolgende empirische Studie dient.
4. Auswertung und Analyse: Empirische Untersuchung bei 28 mittelständischen Unternehmen bezüglich ihrer Einstellung, Erfahrungen und Zielsetzungen bei der Auslagerung von Personalauswahl.
5. Ergebnisse: Zusammenfassende Erkenntnis, dass die Personalauswahl als Kernkompetenz angesehen wird und eine vollständige Externalisierung im Mittelstand faktisch kaum stattfindet.
Personalauswahl, Externalisierung, Outsourcing, Mittelstand, KMU, War for Talents, HR-Management, Kernkompetenzen, Prozessmodell, Personalbeschaffung, empirische Studie, Chancen, Risiken, Personalstrategie, Eignungsdiagnostik.
Die Arbeit untersucht die Entscheidungsprozesse mittelständischer Unternehmen bei der Auslagerung der Personalauswahl an externe Dienstleister.
Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von Outsourcing, die Charakteristika des Mittelstands sowie die Analyse von Chancen und Risiken bei der Auslagerung von HR-Funktionen.
Die Arbeit fragt, ob für den Mittelstand eine Externalisierung der Personalauswahl sinnvoll ist, um den „War for Talents“ erfolgreich zu bestehen.
Es wurde eine empirische Primärstudie mittels schriftlicher Befragung von Personalverantwortlichen in mittelständischen Unternehmen durchgeführt.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Externalisierung, die Besonderheiten der Personalauswahl im Mittelstand und die Auswertung der gewonnenen Umfragedaten.
Wichtige Begriffe sind Personalauswahl, Externalisierung, Mittelstand, Kernkompetenzen und HR-Strategie.
Die Studie zeigt, dass die Personalauswahl im Mittelstand als eine der strategisch wichtigsten Kernkompetenzen betrachtet wird, deren Fehlbesetzung Existenzrisiken birgt.
Die empirischen Befunde legen nahe, dass eher größere Unternehmen innerhalb oder knapp oberhalb der Mittelstandsdefinition zur Auslagerung neigen als sehr kleine Betriebe.
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