Fachbuch, 2007
58 Seiten, Note: 1.0
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
A THEORETISCHER TEIL
1. THEORIE DES GRAMMATIKUNTERRICHTS
1.1 KRITIK AM GRAMMATIKUNTERRICHT
1.2 ERWIDERUNG DER KRITIK
1.2.1 Erkenntnisse der fachdidaktischen Theorie
1.2.2 Notwendigkeit des Grammatikunterrichts
1.3 KONSEQUENZEN FÜR DEN UNTERRICHT
2. METHODEN DER EXPLIZITEN GRAMMATIK
2.1 DIE INDUKTIVE METHODE
2.2 DIE DEDUKTIVE METHODE UND MISCHUNG MIT DER INDUKTIVEN METHODE
2.3 AUTOMATISIERUNG DER NEUEN STRUKTUREN
2.4 UNTERRICHTSSPRACHE UND TERMINOLOGIE
B PRAKTISCHER TEIL
1. EINORDNUNG DER UNTERRICHTSSTUNDE IN DIE UNTERRICHTSREIHE
2. ANALYSE DES LERNSTOFFS
2.1 FACHWISSENSCHAFTLICHE ANALYSE
2.2 DIDAKTISCHE REDUKTION
3. DIDAKTISCH-METHODISCHE ENTSCHEIDUNGEN
3.1 METHODISCHES VORGEHEN
3.2 LERNZIELE
3.2.1 Stundenziel
3.2.2 Feinlernziele
3.3 LEHR- UND SOZIALFORMEN
3.4 LERNERFOLGSKONTROLLEN
3.5 MEDIEN
3.6 HAUSAUFGABEN
4. VERLAUF DER STUNDE
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung und Methodik des Grammatikunterrichts in der Fremdsprachenvermittlung zu theoretisieren und die Ergebnisse in einen konkreten Unterrichtsentwurf zur Einführung von Conditionals Clauses (Type II) in der Sekundarstufe I zu überführen.
2.1 Die induktive Methode
Die induktive Methode ist die klassische Form des Grammatikunterrichts in der Schule. Ihr wesentliches Merkmal ist, dass die Grammatikregeln nicht vom Lehrer vorgegeben, sondern von den Schülern erarbeitet werden. Voraussetzung zur Erarbeitung einer Struktur ist ihre Darbietung in einem Basistext oder einer Basissituation. Der Basistext sollte das zu bearbeitende Phänomen im Kontext darstellen, da die semantische Seite der grammatikalischen Struktur erst im Kontext besonders deutlich wird. Die Lehrwerke von Lensing-Schroedel, Klett und Cornelsen bieten in der Regel den Kontext vor der grammatikalischen Betrachtung. Neue grammatikalische Phänomene sind in den Lektionstexten eingebettet. So kann man zum Beispiel bei der Einführung des Present Progressive in Yes – A New English Course: Band 1 die Bilder auf Seite 55 unten verwenden oder sich bei der Einführung des Simple Past in Yes – A New English Course: Band 2 auf einen Zeitungsbericht stützen. Ist eine solche Hilfe gegeben, so kann der Lehrer sich diese zunutze machen, andernfalls muss der Lehrer selbst einen Text oder eine Folie / ein Arbeitsblatt mit Bildern präsentieren oder eine Situation liefern, um die Struktur im Kontext einführen zu können. Der Basistext sollte nicht durch neues Vokabular oder durch schwierige Strukturen von dem eigentlichen Unterrichtsziel ablenken. Er sollte leicht zu verstehen sein und nach Möglichkeit eine Pointe aufweisen, die motivierend wirken soll, und mehrere Beispiele des Phänomens enthalten.
THEORIE DES GRAMMATIKUNTERRICHTS: Diskutiert die fachdidaktische Kritik am Grammatikunterricht und begründet dessen Notwendigkeit aus kognitiver Sicht.
METHODEN DER EXPLIZITEN GRAMMATIK: Erläutert induktive und deduktive Unterrichtsverfahren sowie die Bedeutung der Automatisierung und Unterrichtssprache.
EINORDNUNG DER UNTERRICHTSSTUNDE IN DIE UNTERRICHTSREIHE: Begründet den Zeitpunkt der Behandlung von Conditional Clauses (Type II) im Lehrplan.
ANALYSE DES LERNSTOFFS: Bietet eine fachwissenschaftliche Aufarbeitung der Konditionalsätze und deren didaktische Reduktion für den Unterricht.
DIDAKTISCH-METHODISCHE ENTSCHEIDUNGEN: Legt das methodische Vorgehen, Lernziele, Sozialformen und die Wahl der Medien für die Unterrichtsstunde fest.
VERLAUF DER STUNDE: Detailliert die zeitliche Abfolge der Unterrichtsphasen von der Motivation bis zur Produktion.
Grammatikunterricht, Fremdsprachenvermittlung, Conditional Clauses, Induktive Methode, Deduktive Methode, Sprachlerntheorien, Unterrichtsentwurf, Sekundarstufe I, Fehlerprophylaxe, Sprachdidaktik, Lernerfolgskontrolle, Englischunterricht, Kognitive Lerntheorien, Unterrichtssprache, Sprachliche Automatisierung
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Legitimation und der methodisch-didaktischen Gestaltung von Grammatikunterricht im Fach Englisch, exemplifiziert an einem Unterrichtsentwurf zu Conditional Clauses.
Zentrale Themen sind die Abwägung zwischen impliziter und expliziter Grammatik, die methodische Einbettung in den Kontext sowie die praktische Planung und Durchführung einer Unterrichtseinheit.
Das primäre Ziel besteht darin, Lehrern und Didaktikern eine fundierte theoretische Hilfestellung sowie ein praxiserprobtes Modell für den Grammatikunterricht zu liefern.
Es wird ein fachdidaktischer Ansatz gewählt, der theoretische Erkenntnisse der Sprachlehrforschung mit einer systematischen Planung von Unterrichtsschritten (Unterrichtsentwurf) verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Grammatiklehre und einen praktischen Teil, der die konkrete Unterrichtsplanung inklusive Materialien enthält.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Grammatikunterricht, Konditionalsätze, induktive/deduktive Didaktik, Fremdsprachenerwerb und Unterrichtsgestaltung.
Der Psycho-Test dient als kommunikative Situation, um die grammatikalische Struktur (Typ II) in einer lebensnahen, unterhaltsamen Form einzuführen, die für Schüler motivierender ist als reine Drillübungen.
Die Differenzierung zwischen der konditionalen Verwendung von "if" und der temporalen Verwendung von "when" wird in der Stunde vor der eigentlichen Behandlung thematisiert.
Der Autor verzichtet auf den Typ III, da dieser im Lehrwerk erst zu einem späteren Zeitpunkt (Klasse 8) vorgesehen ist und das dafür notwendige "past perfect" den Schülern zum Zeitpunkt der Unterrichtsstunde noch nicht offiziell bekannt ist.
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