Examensarbeit, 2006
153 Seiten, Note: 1,0
1 Neue Medien
1.1 Begrifflichkeit
1.1.1 Neue Medien – Weite und enge Definition
1.1.2 Alte Medien – Neue Medien
1.1.3 Definition
1.2 Merkmale
1.3 Das Internet
1.3.1 Definition
1.3.2 Entwicklung des Internets
1.4 Das Handy
1.4.1 Merkmale
1.4.2 Entwicklung des Mobilfunks
1.4.3 Das Handy als Multifunktionsgerät
1.4.4 Datenübertragung
2 Jugendliche und Neue Medien
2.1 Exkurs: JIM-Studie
2.2 Jugendliche und das Internet
2.2.1 Internet-Erfahrung
2.2.2 Internet-Aktivitäten
2.2.3 Risiken der Internet-Nutzung
2.3 Jugendliche und das Handy
2.3.1 Besitz und Ausstattung
2.3.2 Handy-Nutzung
2.3.3 Handy-Wirkungen
2.3.4 Risiken der Handy-Nutzung
2.4 Exkurs: Konsultation der Europäischen Kommission
3 Aktuelle Gewaltphänomene im Zusammenhang mit Neuen Medien
3.1 Phänomenbereich Gewalt- und Pornovideos
3.1.1 Phänomen Snuff-Videos
3.1.2 Phänomen Pornographische Videos
3.1.3 Verbreitung
3.2 Phänomenbereich Happy Slapping
3.2.1 Zum Begriff
3.2.2 Ursprung und Entwicklung
3.2.3 Verbreitung
3.3 Phänomenbereich Cyberbullying
3.3.1 Definition
3.3.2 Erscheinungsformen und Verbreitung
3.3.3 Dimensionen des Cyberbullyings
3.4 Exkurs: Big Brother, Jackass, Youtube
4 Vertiefende Aspekte zum Phänomenbereich
4.1 Zur Aktualität eines Problems: Gewalt und Pornographie
4.2 Motive und Ursachen
4.2.1 Konsum angebotener Inhalte
4.2.2 Eigenes Gewalthandeln und mediale Präsentation
4.3 Mögliche Problemlagen
4.4 Rechtliche Aspekte
4.4.1 Besitz problematischer Schriften
4.4.2 Aktives Happy Slapping
4.4.3 Passives Happy Slapping
4.4.4 Beobachten von Happy Slapping
4.5 Jugendmedienschutz
4.5.1 Jugendschutzgesetz (JuSchG)
4.5.2 Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV)
4.5.3 Institutionen des Jugendmedienschutzes
4.6 Exkurs: Verhaltenskodex der Mobilfunkanbieter
5 Der Phänomenbereich im schulischen Kontext
5.1 Der Ort Schule
5.2 Präventions- und Interventionsmöglichkeiten
5.2.1 Handy-Verbot
5.2.2 Rechtliche Aspekte im schulischen Kontext
5.2.3 Exkurs: Medienpädagogik
5.2.4 Zur medienpädagogischen Verantwortung von Schule
5.3 Beispiel: Alfred-Teves-Schule
5.3.1 Die Schule
5.3.2 Chronik
5.3.3 Das Projekt Saubere Handys
5.3.4 Bilanz Dezember 2006
5.4 Der Phänomenbereich aus sonderpädagogischer Sicht
6 Methodenteil
6.1 Präzisierung der eigenen Fragestellung
6.2 Erhebungsinstrument
6.2.1 Auswahl der Interviewpartner
6.2.2 Konstruktion des Interviewleitfadens
6.2.3 Interview-Bedingungen
6.2.4 Transkription der Interviews
6.3 Aufbereitung und Auswertung der Daten
7 Ergebnisse der Datenerhebung
7.1 Der Phänomenbereich im jugendkulturellen Kontext
7.1.1 Aufbereitung
7.1.2 Auswertung
7.2 Dimensionen des Phänomenbereichs
7.2.1 Aufbereitung
7.2.2 Auswertung
7.3 Der Phänomenbereich im schulischen Kontext
7.3.1 Aufbereitung
7.3.2 Auswertung
7.4 Präventions- und Interventionsmöglichkeiten
7.4.1 Aufbereitung
7.4.2 Auswertung
8 Kritische Diskussion der Ergebnisse und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das aktuelle Phänomen der Verbreitung gewalthaltiger und pornographischer Inhalte auf Schülerhandys. Ziel der Arbeit ist es, die Brisanz dieses Trends im schulischen Kontext zu analysieren sowie wirksame Präventions- und Interventionsmöglichkeiten aufzuzeigen, die über bloße Verbote hinausgehen.
3.1 Phänomenbereich Gewalt- und Pornovideos
Videos mit extremen Gewaltdarstellungen werden unter Jugendlichen meist als sogenannte Snuff-Videos bezeichnet. Der Begriff Snuff leitet sich ab vom englischen Verb to snuff out und lässt verschiedene Übersetzungsmöglichkeiten zu. Solche Videosequenzen werden in der Regel aus dem Internet heruntergeladen. Zu finden sind sie über einschlägige Webseiten sowie über Tauschbörsen (vgl. PK, 2006). Die Videoaufzeichnungen dauern häufig nur wenige Sekunden und stellen „Akte brutaler Körperverletzung und Tötung – von der Vergewaltigung bis hin zur grausamen Hinrichtung – dar“ (BPJM, 2006; 13).
Unterscheiden muss man zwischen realen und gestellten Aufnahmen, auch wenn dieser Unterschied oftmals nicht zu erkennen ist. Oftmals sind Snuff-Videos gestellt, werden jedoch als reale Tötungsdelikte dargestellt. Quelle der Videoclips sind hauptsächlich „Ausschnitte von Film-/Video-Produktionen oder […] Dokumentationen tatsächlicher Tötungen – wie beispielsweise Enthauptungen, Steinigungen, Verbrennungen, Leichenschändungen“ (PK, 2006).
Bekanntes Beispiel einer realen Hinrichtung ist die Enthauptung des US-Bürgers Nicolas Berg während des Irak-Krieges. Das dem arabischen Fernsehsender Al-Dschasira zugespielte Video wurde zwar von westlichen Sendern zensiert, war im Internet jedoch in kürzester Zeit abrufbar. In Hinblick auf die Problematik ließ sich nachweisen, „dass in dem betreffenden Monat der Name des Toten der in den Suchmaschinen am häufigsten genannte Suchbegriff war“ (STMUK, 2006; 39).
Reale Tötungen werden zumeist von Terroristen veröffentlicht, „im Wissen, dass ‚naive’ Betrachter diese Filme herunterladen, in Umlauf bringen und so (un-)gewollt die eigene Propaganda unterstützen“ (PK, 2006). Diesen Zweck verfolgen Jugendliche sicherlich nicht, vielmehr geht es ihnen beim Tausch solcher Videos um Aufmerksamkeit und Anerkennung.
1 Neue Medien: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen und Begrifflichkeiten rund um das Internet und das Handy als moderne Medien.
2 Jugendliche und Neue Medien: Hier wird der hohe Stellenwert der Neuen Medien im Alltag Jugendlicher sowie die damit verbundenen Risiken und Wirkungsweisen dargestellt.
3 Aktuelle Gewaltphänomene im Zusammenhang mit Neuen Medien: Dieses Kapitel beschreibt konkrete Phänomene wie Snuff-Videos, Happy Slapping und Cyberbullying im jugendlichen Kontext.
4 Vertiefende Aspekte zum Phänomenbereich: Hier werden Motive, Ursachen sowie rechtliche Rahmenbedingungen und der Jugendmedienschutz vertieft analysiert.
5 Der Phänomenbereich im schulischen Kontext: Dieses Kapitel widmet sich den Präventionsmöglichkeiten an Schulen und stellt das Praxisbeispiel der Alfred-Teves-Schule vor.
6 Methodenteil: Dieser Teil beschreibt die wissenschaftliche Vorgehensweise, insbesondere die Durchführung von Experteninterviews zur Datenerhebung.
7 Ergebnisse der Datenerhebung: Hier erfolgt die Aufbereitung und Auswertung der geführten Experteninterviews zu verschiedenen Kategorien des Phänomenbereichs.
8 Kritische Diskussion der Ergebnisse und Fazit: Das abschließende Kapitel diskutiert die gewonnenen Erkenntnisse und zieht ein Resümee über die Notwendigkeit medienpädagogischer Arbeit.
Neue Medien, Handy, Internet, Gewaltphänomene, Happy Slapping, Cyberbullying, Jugendmedienschutz, Medienkompetenz, Prävention, Schulkontext, Experteninterview, Sozialisation, Pornographie, Jugendkultur, Medienerziehung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verbreitung von gewalthaltigen und pornographischen Videoclips auf Handys von Jugendlichen und untersucht, wie Schulen pädagogisch auf diesen Trend reagieren können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Mediennutzung Jugendlicher, der Analyse von Gewaltphänomenen, der Rolle der Schule als Ort der Prävention und der rechtlichen Bewertung der Vorfälle.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Problematik zu schaffen und aufzuzeigen, wie medienpädagogische Konzepte an Schulen implementiert werden können, statt lediglich auf Verbote zu setzen.
Der Verfasser nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse und einer qualitativen Datenerhebung durch Experteninterviews, um fundierte Einblicke aus der Praxis zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit den Phänomenen sowie einen praktischen Teil, der durch Interviews mit Experten aus Polizei, Jugendarbeit und Schule gestützt wird.
Die zentralen Schlagworte sind Medienkompetenz, Happy Slapping, Cyberbullying, Prävention, Handy-Nutzung, Jugendmedienschutz und schulische Verantwortung.
Die Alfred-Teves-Schule dient als Best-Practice-Beispiel, da sie das Projekt "Saubere Handys" entwickelt hat und als eine der wenigen Schulen konsequent medienpädagogische Ansätze zur Gewaltprävention umsetzt.
Happy Slapping wird als kritisch eingestuft, da es eine Form der Gewalt ist, bei der das Opfer zur öffentlichen Demütigung gefilmt wird, was die psychische Belastung des Opfers durch die weltweite Verbreitung im Netz massiv erhöht.
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