Masterarbeit, 2007
54 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Hintergrund
1.2. Zielsetzung
1.3. persönliche Motivation
2. Alter
2.1. Definition von Alter
2.2. Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeiter
2.3. Konsequenzen des Alterns für die Personalentwicklung
3. demographischer Wandel in der Bevölkerung und Arbeitswelt
3.1. Entwicklung und Prognosen der Bevölkerungsentwicklung
3.1.1. Geburten
3.1.2. Lebenserwartung
3.1.3. Migration
3.2. Die Entwicklung des Arbeitskräfteangebots
4. aktuelle Betriebs- , Internet- und Weiterbildungsstrukturen nach ausgewählten Merkmalen
4.1. Ausgangslage
4.2. aktuelle Betriebsstrukturen
4.3. Exkurs
4.3.1. Nutzung von IuK-Technologien durch Beschäftigte und Unternehmen
4.3.2. private PC- und Internetnutzung
4.4. aktuelle Weiterbildungsstrukturen
4.4.1. informelles berufliches Lernen
4.4.2. betriebliche Weiterbildung nach Alter, Qualifikation und Geschlecht
4.4.3. Gründe für die geringe Weiterbildungsbeteilung Älterer
4.5. Kriterien einer altersgerechten Weiterbildung
5. Teletutoring
5.1. Definition und Ziel des Teletutoring
5.1.1. Abgrenzung Präsenzunterricht und E-Learning
5.2. Anforderungen an die Akteure und das Lern-/Arbeitsumfeld beim Teletutoring
5.2.1. Aufgaben und Anforderungen an den Teletutor
5.2.2. Aufgaben und Anforderungen an den Lernenden
5.2.3. Anforderungen an das Lern- und Arbeitsumfeld beim Teletutoring
5.3. Formen des Teletutoring
6. Teletutoring als Instrument der PE für die Generation 50 plus
6.1. Der Ansatz aus der aktuellen Perspektive
6.2. Kriterien einer altersgerechten Personalentwicklung in Bezug auf das Teletutoring
6.2.1. Die Individualität der Maßnahme
6.2.2. Die Fachlichkeit der Maßnahme
6.2.3. Die Berücksichtigung vorhandener Leistungseinschränkungen
7. Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, inwieweit sich Teletutoring als Instrument der Personalentwicklung (PE) eignet, um den Herausforderungen des demografischen Wandels altersgerecht zu begegnen, und erarbeitet Gestaltungsrichtlinien für die erfolgreiche Integration älterer Arbeitnehmer in diese Lernform.
2.1. Definition von Alter
Ein Blick in die Literatur macht deutlich: je nach Disziplin und wissenschaftlichem Paradigma umschreiben sehr unterschiedliche Theorien und Erklärungen den Begriff des Alters.
So unterscheidet Schulze den Altersbegriff z.B. in drei Dimensionen. Die biologisch/physiologische Betrachtung wird am äußeren Erscheinungsbild der Person festgemacht und umfasst die körperlichen Prozesse des Alterns. Die Untersuchungen in Bezug auf die psychisch-intellektuelle Altersdimension beschäftigen sich vor allem mit den von außen beeinflussbaren Persönlichkeitseigenschaften und Veranlagungen z.B. Lernfähigkeit und Intelligenz. Das soziale Alter bestimmt sich durch die in der Gesellschaft vorherrschenden Alterseinteilungen und ist an das kalendarische Alter gebunden (vgl. Schulze 1998, S. 20 f.).
Vor allem letzteres, die Einteilung in das chronologische Alter, ist im Hinblick auf die Anwendung der Gesetze der Sozialversicherungssysteme relevant. Der Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Berufsleben wird mit dem Begriff „Alter“ gleichgesetzt (vgl. Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V. 2006a). Allerdings ist die Bestimmung dieses richtigen Zeitpunkts umstritten. Wie die Diskussionen zur aktuellen Neufestlegung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre gezeigt haben, spielt die kalendarische Definition eines bestimmten Alters nur bedingt eine Rolle. Eine viele höhere Bedeutung wird, insbesondere vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Überalterung der Gesellschaft, dem funktionalen Alter zugeschrieben. Damit ist der Entwicklungsgrad der vitalen Funktionen des Körpers und des Geistes gemeint (vgl. ZIRP e.V. 2006b). Das in diesem Zusammenhang allgemein bekannte Sprichwort „Man ist so alt wie man sich fühlt“ impliziert aber letztendlich genau die Problematik, die eine einheitliche, verbindliche Definition aufgrund der unterschiedlichen Entwicklungen des Einzelnen unmöglich macht.
1. Einleitung: Beleuchtung der Relevanz von Wissen als Wettbewerbsfaktor und der Herausforderungen des demografischen Wandels für die Personalentwicklung.
2. Alter: Definition und wissenschaftliche Einordnung des Altersbegriffs sowie Analyse der psychophysischen Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer.
3. demographischer Wandel in der Bevölkerung und Arbeitswelt: Analyse der demografischen Entwicklungen, Prognosen zum Arbeitskräfteangebot und die Bedeutung für die Erwerbspersonenstruktur.
4. aktuelle Betriebs- , Internet- und Weiterbildungsstrukturen nach ausgewählten Merkmalen: Untersuchung betrieblicher Rahmenbedingungen sowie des Nutzungsverhaltens von IuK-Technologien und Weiterbildungsangeboten durch die Generation 50 plus.
5. Teletutoring: Definition, Zielsetzung und Anforderungsprofile für Akteure (Tutoren, Lernende) sowie das Lernumfeld im Rahmen des E-Learnings.
6. Teletutoring als Instrument der PE für die Generation 50 plus: Diskussion über die Eignung von Teletutoring unter Berücksichtigung von Individualität, Fachlichkeit und körperlichen Einschränkungen der älteren Generation.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Eignung von Teletutoring zur Überwindung der Weiterbildungsabstinenz älterer Arbeitnehmer.
Teletutoring, Personalentwicklung, Generation 50 plus, demografischer Wandel, Wissensmanagement, E-Learning, lebenslanges Lernen, Altersgerechte Weiterbildung, Arbeitskräfteangebot, Kompetenzentwicklung, Blended Learning, betriebliche Weiterbildung, Lernfähigkeit.
Die Arbeit untersucht, ob und wie Teletutoring als Instrument der Personalentwicklung eingesetzt werden kann, um ältere Arbeitnehmer (Generation 50 plus) erfolgreich in berufliche Weiterbildungsprozesse einzubinden.
Im Fokus stehen der demografische Wandel, die Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeiter, aktuelle betriebliche Strukturen und Weiterbildungsformate sowie die spezifischen methodischen Anforderungen des Teletutorings.
Die Arbeit zielt darauf ab, zu klären, ob sich mit Teletutoring die Weiterbildungsabstinenz älterer Arbeitnehmer überwinden lässt und wie dieses Instrument im Hinblick auf diese Zielgruppe erfolgreich gestaltet werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse und der Auswertung empirischer Studien, um die Rahmenbedingungen und Qualifizierungserfordernisse für Ältere in technologiegestützten Lernumgebungen zu legitimieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des demografischen Wandels und der Weiterbildungsstrukturen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Teletutoring und den Kriterien einer altersgerechten Personalentwicklung.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Teletutoring, Personalentwicklung, Generation 50 plus, demografischer Wandel, Wissensmanagement sowie die spezifischen Barrieren und Erfolgsfaktoren bei der Weiterbildung älterer Beschäftigter.
Die digitale Spaltung verdeutlicht Barrieren (technische, finanzielle und psychologische), die den Zugang Älterer zu modernen Lernmedien erschweren und die somit eine direkte Auswirkung auf deren Weiterbildungsbeteiligung haben.
Die Autorin kommt zu dem Fazit, dass Teletutoring allein die Weiterbildungsabstinenz Älterer derzeit nicht überwinden kann, aber in Ergänzung zu Präsenzveranstaltungen (Blended Learning) unter Berücksichtigung individueller Bedürfnisse sehr wohl erfolgreich gestaltet werden kann.
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