Bachelorarbeit, 2007
82 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Kassenanforderungen im Wandel
2.1 Aktuelle Ausgangssituation – Veränderung wird zum Regelbestand
2.2 Eingeschränkter Wettbewerb
2.2.1 Versichertenbeziehungsmanagement
2.2.2 Kostensteuerung
2.2.3 Mitarbeitermanagement
2.2.4 Organisationsstruktur
2.3 Der Weg zu modernen Dienstleistungsunternehmen
2.4 Strategisches Management in der gesetzlichen Krankenversicherung
2.5 Zusammenfassung
3. Die Balanced Scorecard nach Kaplan und Norton
3.1 Begriffserläuterungen
3.2 Der Aufbau
3.2.1 Finanzperspektive
3.2.2 Kundenperspektive
3.2.3 Prozessperspektive
3.2.4 Mitarbeiterperspektive
3.2.5 Ursache-Wirkungszusammenhänge
3.3 Schritte zur Entwicklung
3.4 Zusammenfassung
4. Branchenspezifische Balanced Scorecard in der gesetzlichen Krankenversicherung
4.1 Leitbild und Unternehmensstrategie als Herzstück
4.2 Wahl der Perspektiven
4.2.1 Versichertenperspektive als Leitperspektive
4.2.1.1 Versichertenbedürfnisse analysieren und berücksichtigen
4.2.1.2 Optimale Beratung
4.2.1.3 Verbesserte Erreichbarkeit
4.2.1.4 Bestandsversicherte erhalten
4.2.1.5 Akquisition von Versicherten
4.2.1.6 Subjektive und objektive Kennzahlen
4.2.1.7 Kernkennzahlen
4.2.2 Besonderheiten der Finanzperspektive
4.2.2.1 Steuerung der Leistungsausgaben
4.2.2.2 Reduktion der Verwaltungskosten
4.2.2.3 Konkurrenzfähiger Beitragssatz
4.2.3 Prozess- und Infrastrukturperspektive
4.2.3.1 Optimierte Leistungserbringung
4.2.3.2 Unbürokratische Leistungserbringung
4.2.3.3 Ausbau von EDV-Lösungen
4.2.4 Die Mitarbeiterperspektive als entscheidender Faktor zum Erfolg
4.2.4.1 Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit
4.2.4.2 Versichertenorientierte Kompetenzen weiterentwickeln
4.2.4.3 Motivationserhöhung
4.2.4.4 Gezielte Mitarbeiterbeschaffung
4.2.5 Ursache-Wirkungsbeziehungen in der gesetzlichen Krankenversicherung
4.3 Kritik an der Balanced Scorecard
4.4 Diskussion und Zusammenfassung vor dem Hintergrund Der marktrelevanten Prinzipien
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die Eignung der Balanced Scorecard (BSC) als strategisches Steuerungsinstrument für gesetzliche Krankenkassen unter den Bedingungen des verschärften Wettbewerbs. Das primäre Ziel besteht darin, ein anwendungsorientiertes BSC-Konzept zu entwickeln, das den spezifischen Rahmenbedingungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gerecht wird und dabei die Versichertenzufriedenheit in den Mittelpunkt stellt.
4.2.1 Versichertenperspektive als Leitperspektive
Ausgangspunkt dieser Perspektive ist die Kernfrage: „Was können wir tun, um unsere Versicherten noch fester an uns zu binden, bzw. um neue Versicherte zu gewinnen?“.131 Die Kernfrage dieser Perspektive nimmt gleichzeitig auch einen existenziellen Charakter ein.
In der Kundenperspektive nach Kaplan und Norton sind jene Kunden- und Marktsegmente zu identifizieren in denen das Unternehmen tätig sein soll. Bei der Versichertenperspektive, die als Synonym zur Kundenperspektive gesehen werden kann, liegt der Unterschied einzig und allein darin begründet, dass diese Perspektive speziell für die gesetzliche Krankenversicherung entwickelt wurde. In dieser Perspektive sind keine Kunden- und Marktsegmente zu identifizieren, denn jedem Versicherungspflichtigen und Versicherungsberechtigten ist die Aufnahme durch den Kontrahierungszwang nach § 175 Abs. 1 SGB V zu gewähren.132 Zudem sollte es aufgrund des solidarischen Auftrages keine bestimmte Fokussierung auf bestimmte Versichertengruppen geben. Gleiches gilt bei der Selektion des Marktes. Alle gesetzlichen Krankenkassen agieren auf einem Markt, wobei es das Ziel ist, den Versicherten für die eigene Kasse zu gewinnen.
Die Versichertenperspektive nimmt in der Konstruktion der branchenspezifischen BSC für die GKV die Position der Leitperspektive ein, da die Erfüllung der strategischen Ziele dieser Perspektive die Ausrichtung der strategischen Ziele der anderen Perspektiven bestimmt. Es werden bei der Versichertenperspektive die Empfänger der Leistungen betrachtet, es geht um die externen Kunden und deren Sicht auf die Krankenkasse.133 Die Bedürfnisse der Anspruchsgruppe der Versicherten müssen erkannt werden, um daraus notwendige Strategien zur Befriedigung der Ansprüche der Versicherten zu erstellen.
Als übergeordnetes Ziel der kompletten strategischen Ausrichtung der konzipierten BSC steht die Versichertenzufriedenheit. Die Versichertenzufriedenheit wird in der Versichertenperspektive zudem als Kennzahl genutzt.
1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt den Wandel der GKV-Marktbedingungen durch Reformen und demografische Entwicklungen sowie die Notwendigkeit strategischer Managementinstrumente zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.
2. Kassenanforderungen im Wandel: Dieses Kapitel erläutert den wachsenden Wettbewerbsdruck auf Krankenkassen und die Notwendigkeit einer kundenorientierten Ausrichtung, beeinflusst durch Faktoren wie Versicherte, Kosten, Mitarbeiter und Organisationsstruktur.
3. Die Balanced Scorecard nach Kaplan und Norton: Hier wird das BSC-Basiskonzept als innovatives Führungsinstrument vorgestellt, das strategische Ziele durch eine ausgewogene Betrachtung verschiedener Perspektiven operationalisiert.
4. Branchenspezifische Balanced Scorecard in der gesetzlichen Krankenversicherung: Dieses Kapitel adaptiert das BSC-Modell auf den GKV-Sektor, wobei die Versichertenperspektive als neue Leitperspektive etabliert wird und spezifische Strategien sowie Kennzahlen definiert werden.
5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die BSC aufgrund ihrer Mehrdimensionalität und der Verzahnung von Strategie und Maßnahmen ein empfehlenswertes Instrument für Krankenkassen darstellt.
Balanced Scorecard, Gesetzliche Krankenversicherung, GKV, Strategisches Management, Versichertenzufriedenheit, Wettbewerb, Leistungsausgaben, Mitarbeiterperspektive, Finanzperspektive, Prozessperspektive, Unternehmensstrategie, Kennzahlen, Versichertenbeziehung, Gesundheitsreform, Kundenorientierung.
Die Arbeit untersucht, ob und wie das Managementinstrument "Balanced Scorecard" (BSC) eingesetzt werden kann, um gesetzliche Krankenkassen in einem zunehmend wettbewerbsorientierten Marktumfeld strategisch erfolgreich zu führen.
Die zentralen Felder umfassen das strategische Management, die Kostensteuerung in der GKV, das Versichertenbeziehungsmanagement, die Personalentwicklung sowie die branchenspezifische Modifikation eines klassischen betriebswirtschaftlichen Konzepts für den Gesundheitssektor.
Das primäre Ziel ist es, ein modifiziertes BSC-Konzept zu entwickeln, welches die spezifischen Rahmenbedingungen der GKV berücksichtigt und das Ziel der Versichertenzufriedenheit ins Zentrum der strategischen Ausrichtung stellt.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur und die Analyse aktueller Marktentwicklungen. Daraus leitet der Autor durch eine systematische Anpassung des Standardmodells ein branchenspezifisches Konzept für die Praxis ab.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der BSC, die Analyse der GKV-spezifischen Herausforderungen und die detaillierte Entwicklung einer BSC mit vier spezifisch angepassten Perspektiven (Versicherten-, Finanz-, Prozess- und Mitarbeiterperspektive).
Die wichtigsten Schlagworte sind Balanced Scorecard, gesetzliche Krankenversicherung, Wettbewerb, Versichertenzufriedenheit und strategisches Management.
Da der Auftrag gesetzlicher Krankenkassen im Solidaritätsprinzip und der Gesundheitsversorgung liegt, stehen nicht Gewinnmaximierung, sondern die Bindung der Versicherten und deren Zufriedenheit als zentrale Erfolgsfaktoren im Vordergrund.
Die SWOT-Analyse wird als methodisches Instrument eingesetzt, um internen Stärken und Schwächen den externen Chancen und Risiken gegenüberzustellen, woraus dann konkrete Unternehmensstrategien für Krankenkassen abgeleitet werden können.
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