Diplomarbeit, 2007
126 Seiten, Note: 1.7
1. Einleitung
2. Allgemeine Definition von Mezzanine-Kapital
2.1 Charakteristika von Mezzanine-Kapital
2.1.1 Verpflichtungserklärungen als Bestandteil von Mezzanine-Kapital
2.1.2 Vergütungsstruktur der Mezzanine-Finanzierung
2.2 Abgrenzung von Mezzanine-Kapital vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung
2.2.1 Public-Mezzanine vs. Private-Mezzanine
2.2.2 Mezzanine-Kapital im weiteren Sinne vs. Mezzanine-Kapital im engeren Sinne
2.3 Die Abgrenzung von Mezzanine-Kapital aus bilanzieller Sicht
2.3.1 Mezzanine-Kapital mit Eigenkapitalcharakter
2.3.2 Mezzanine-Kapital mit Fremdkapitalcharakter
2.3.3 Hybride Formen von Mezzanine-Kapital
2.4 Vor- und Nachteile einer Mezzanine-Kapital Finanzierung
2.5 Investitionskriterien
2.6 Anwendungsgebiete von Mezzanine-Kapital
3. Kapitalabgrenzung im Jahresabschluss
3.1 Idealtypisches Eigen- und Fremdkapital
3.2 Materieller Eigenkapitalbegriff als Abgrenzungskriterium
3.3 Eigen- und Fremdkapital nach HGB
3.3.1 Eigenkapital nach HGB
3.3.2 Fremdkapital nach HGB
3.3.2.1 Bilanzieller Ausweis von Fremdkapital nach HGB
3.3.2.2 Bewertung von Fremdkapital nach HGB
3.4 Eigen- und Fremdkapital nach IFRS
3.4.1 Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital nach IAS 32
3.4.2 Eigenkapital nach IFRS
3.4.3 Bilanzieller Ausweis von Eigenkapital nach IFRS
3.4.4 Fremdkapital nach IFRS
3.4.4.1 Bilanzieller Ausweis von Fremdkapital nach IFRS
3.4.4.2 Bewertung von Fremdkapital nach IFRS
4. Bewertung und bilanzieller Ansatz von Mezzanine-Kapital
4.1 Stille Gesellschaft
4.1.1 Rechtsnatur der stillen Gesellschaft
4.1.2 Ausgestaltung der atypischen stillen Gesellschaft
4.1.3 Bilanzierung nach HGB
4.1.3.1 Bilanzielle Abgrenzungskriterien der stillen Einlage
4.1.3.2 Passivierung des Einlageguthabens
4.1.3.2.1 Passivierung der Einlage von fremdkapitalnahen stillen Gesellschaften ohne Verlustbeteiligung
4.1.3.2.2 Passivierung der Einlage von fremdkapitalähnlichen stillen Gesellschaften mit einer Verlustbeteiligung
4.1.3.2.3 Passivierung der Einlage von eigenkapitalähnlichen stillen Gesellschaften
4.1.3.3 Aktivierung der Einlageleistung des stillen Gesellschafters
4.1.3.4 Bilanzielle Behandlung von Gewinnen und Verlusten des stillen Gesellschafters und Abbildung in der GuV nach HGB
4.1.3.5 Anhangsangaben im Rahmen einer stillen Gesellschaft
4.1.4 Bilanzierung nach IFRS
4.1.4.1 Bewertung der stillen Gesellschaft nach IFRS
4.1.4.2 Bilanzielle Behandlung von Gewinnen und Verlusten des stillen Gesellschafters und Abbildung in der GuV nach IFRS
4.1.4.3 Die stille Gesellschaft als Compound Instrument nach IFRS
4.1.4.4 Anhangsangaben der stillen Gesellschaft nach IFRS
4.2 Genussrechte
4.2.1 Bilanzierung nach HGB
4.2.1.1 Anforderungen für die Bilanzierung im Eigenkapital nach HGB
4.2.1.2 Bilanzausweis von Genussrechten nach HGB
4.2.1.3 Bilanzierung von Genussrechtskapital in einem Sonderposten
4.2.1.4 Vergütung und Verlustbeteiligung von Genussrechten und Abbildung in der GuV nach HGB
4.2.1.5 Bilanzielle Behandlung von Genussrechtskapital-Emissionen mit Agio- bzw. Disagio
4.2.1.6 Anhangsangaben bei Genussrechten nach HGB
4.2.2 Bilanzierung nach IFRS
4.2.2.1 Kriterien für die bilanzielle Zuordnung von Genussrechtskapital nach IFRS
4.2.2.2 Bilanzausweis von Genussrechten nach IFRS
4.2.2.3 Zugangs- und Folgebewertung von Genussrechten nach IFRS
4.2.2.4 Vergütung und Verlustbeteiligung von Genussrechten und Abbildung in der GuV nach IFRS
4.2.2.5 Zusammengesetzte Finanzinstrumente nach IFRS am Beispiel der Genussrechte
4.2.2.6 Anhangsangaben bei Genussrechten nach IFRS
4.3 Wandelschuldverschreibungen
4.3.1 Bilanzierung von Wandelanleihen nach HGB
4.3.1.1 Bilanzielle Behandlung eines offenen Agios nach HGB
4.3.1.2 Bilanzielle Behandlung eines verdeckten Agios nach HGB
4.3.1.3 Bilanzielle Auswirkungen bei Ausübung einer Wandeloption
4.3.1.4 Anhangsangaben bei Wandelschuldverschreibungen nach HGB
4.3.2 Bilanzierung nach IFRS
4.3.2.1 Abgrenzungskriterien nach IFRS
4.3.2.2 Bilanzieller Ausweis und Bewertung nach IFRS
4.3.2.3 Bilanzieller Ausweis und Bewertung des Wandlungsrechts im Fremdkapital nach IFRS
4.3.2.4 Anhangsangaben bei zusammengesetzten Finanzinstrumenten nach IFRS
4.4 Nachrangdarlehen, Verkäuferdarlehen und Partiarisches Darlehen
4.4.1 Bilanzielle Darstellung von Nachrangdarlehen, Verkäuferdarlehen und Partiarisches Darlehen nach HGB
4.4.2 Bilanzieller Darstellung von Nachrangdarlehen, Verkäuferdarlehen und Partiarisches Darlehen nach IFRS
5. Zusammenfassung der Ergebnisse und kritische Würdigung
Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe bilanzielle Behandlung von mezzaninem Kapital und analysiert, ob diese Instrumente nach den Rechnungslegungsnormen des HGB sowie der IFRS als Eigenkapital oder als Fremdkapital zu klassifizieren sind.
2. Allgemeine Definition von Mezzanine-Kapital
Der Begriff »Mezzanine-Kapital« ist von dem italienischen Begriff »mezzanino« abgeleitet, welcher in der Architektur entweder ein Zwischengeschoss zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss oder dem Dach bezeichnet. Analog zur ursprünglichen Bedeutung in der Architektur lässt sich die Ausprägung und bilanzielle Position von Mezzanine-Kapital veranschaulichen. Betrachtet man die Passiva einer Bilanz als Gebäude, so stellt das Eigenkapital das Erdgeschoss bzw. das Fundament dar. Eigenkapital wird bei der Gründung eines Unternehmens als erstes eingezahlt und bei der Auflösung als letztes ausbezahlt. Über die Laufzeit einer Unternehmung hinweg dient das Eigenkapital als Kapitalbasis und Haftungsmasse. Das Fremdkapital steht über dem Eigenkapital, da es rechtlich besser geschützt ist. Es stellt also das Obergeschoss des Finanzierungsgebäudes dar. Angelehnt an die ursprüngliche Bedeutung bezeichnet man in der Unternehmensfinanzierung alle diejenigen Finanzierungsinstrumente als Mezzanine-Kapital, die sich rechtlich, wirtschaftlich sowie hinsichtlich der Rendite- und Risikoverteilung zwischen reinem Eigenkapital und reinem Fremdkapital bewegen und Charakteristika beider Kapitalarten aufweisen.
Mit Sicht auf der Quelle der Finanzierung ist Mezzanine-Kapital eine Form der Außenfinanzierung zwischen Eigen- und Fremdkapital.
1. Einleitung: Beschreibt den Wandel im Markt für Unternehmensfinanzierung und die daraus resultierende Notwendigkeit für Mezzanine-Kapital als Instrument der Kapitalstrukturoptimierung.
2. Allgemeine Definition von Mezzanine-Kapital: Führt in den Begriff ein, vergleicht ihn mit der Architektur als Zwischengeschoss und erläutert die hybriden Eigenschaften zwischen Eigen- und Fremdkapital.
3. Kapitalabgrenzung im Jahresabschluss: Analysiert die theoretischen Grundlagen sowie die unterschiedlichen Anforderungen von HGB und IFRS zur Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital.
4. Bewertung und bilanzieller Ansatz von Mezzanine-Kapital: Detaillierte Prüfung spezifischer Finanzierungsinstrumente wie Stille Gesellschaften, Genussrechte und Wandelanleihen hinsichtlich ihrer bilanziellen Behandlung unter beiden Rechnungslegungsstandards.
5. Zusammenfassung der Ergebnisse und kritische Würdigung: Synthese der Erkenntnisse mit einer kritischen Reflexion über die unterschiedliche Bilanzierungstrennschärfe zwischen HGB und IFRS.
Mezzanine-Kapital, Eigenkapital, Fremdkapital, HGB, IFRS, Stille Gesellschaft, Genussrechte, Wandelanleihen, Bilanzierung, Kapitalabgrenzung, Unternehmensfinanzierung, IAS 32, Verlustbeteiligung, Nachrangigkeit, Kapitalstruktur
Die Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung von mezzaninem Kapital und untersucht, ob diese Instrumente nach den Regeln des HGB und der IFRS bilanziell als Eigen- oder Fremdkapital eingestuft werden.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Charakterisierung von Mezzanine-Kapital, die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital sowie die konkrete bilanzielle Handhabung spezifischer Instrumente wie Stille Gesellschaften und Genussrechte.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Ausgestaltungen von Mezzanine-Kapital sich auf die bilanzielle Darstellung auswirken und welche Kriterien dabei für HGB und IFRS maßgeblich sind.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung relevanter Rechnungslegungsnormen und einschlägiger Rechtsprechung.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Abgrenzungskriterien als auch die konkrete Bilanzierung und Bewertung verschiedener Mezzanine-Instrumente unter Berücksichtigung von HGB und IFRS im Detail dargestellt.
Schlüsselwörter sind unter anderem Mezzanine-Kapital, Eigenkapital, Fremdkapital, HGB, IFRS, Stille Gesellschaft, Genussrechte und Kapitalstruktur.
Nach HGB ist die Bilanzierung aufgrund der Flexibilität des deutschen Rechts umstritten und erlaubt je nach Ausgestaltung diverse Ansätze, während IFRS bei markttypischen stillen Gesellschaften aufgrund der Zahlungsverpflichtungen meist zwingend zum Fremdkapitalausweis führen.
Die Verlustbeteiligung ist ein wesentliches Indiz für die Haftungsfunktion eines Kapitals. Fehlt sie, ist die Einstufung als Eigenkapital bilanziell kaum zu rechtfertigen, da das Kapital dann wirtschaftlich eher einem (nachrangigen) Darlehen entspricht.
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