Bachelorarbeit, 2007
37 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Was sind Wohlfahrtsstaaten?
3. Historische Grundlagen
3.1. Deutschland – der konservative Wohlfahrtsstaat
3.2. Schweden – der sozialdemokratische Wohlfahrtsstaat
4. Arbeitslosigkeit
4.1. Deutschland
4.1.1. Verfestigte Arbeitslosigkeit
4.1.2. Auswirkungen der Arbeitslosigkeit
4.1.3. Konzepte und Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit
4.2. Schweden
4.2.1. Aktive Arbeitsmarktpolitik
4.2.2. Der Abschied vom Ziel Vollbeschäftigung
4.2.3. Der Umbau des Arbeitsmarktes
5. Demographie
5.1. Deutschland
5.1.1. Strukturveränderung der Bevölkerung
5.1.2. Folgen und Maßnahmen des demographischen Wandels
5.2. Schweden
5.2.1. Strukturveränderung der Bevölkerung
5.2.2. Vom Zwei- zum Drei-Säulen-Modell
6. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Demographie?
7. Ist das schwedische Modell ein Vorbild für Deutschland?
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit und demographischem Wandel auf die Wohlfahrtsstaaten Deutschland und Schweden. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den staatlichen Reaktionen auf diese Herausforderungen zu identifizieren und zu analysieren, inwieweit das schwedische Modell als Vorbild für deutsche Reformbemühungen dienen kann.
4.2.1. Aktive Arbeitsmarktpolitik
„Es ist das grundlegende Ziel unserer Wirtschaftspolitik, die ganze Bevölkerung in Arbeit zu bringen. Geldpolitik, Finanzpolitik, Preis- und Lohnpolitik, private und öffentliche Wirtschaft – jede Art von Politik und Aktivität soll darauf ausgerichtet sein, Arbeitskraft und Kapital voll zu nutzen.“ „Kein arbeitsfähiger Mitbürger soll gegen seinen Willen arbeitslos sein.“
Diese beiden Sätze aus dem Nachkriegsprogramm des Zweiten Weltkriegs der schwedischen Arbeiterbewegung (vgl. Meidner/Hedborg 1985: 116) verdeutlichten das langfristige Staatsziel Schwedens: die Vollbeschäftigung. Auch wenn das Recht auf Arbeit keine explizite verfassungsrechtliche Verankerung im schwedischen Grundgesetz erhielt, so genoss die Vollbeschäftigung in allen Programmen die allerhöchste Priorität unter den Regierungen seit Mitte der 1930er Jahre. Es entsprach dem schwedischen Selbstverständnis, Arbeitslosigkeit unter allen Umständen zu vermeiden und Vollbeschäftigung zu erreichen (vgl. Behrens 1999: 112-113). Ein zentrales Element des schwedischen Weges zur Vollbeschäftigung dabei war der starke Einsatz der aktiven Arbeitsmarktpolitik, die mit der Übernahme der Regierung durch die SAP 1932 begann (vgl. Jochem 1998: 201).
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Wohlfahrtsstaats ein, skizziert die Herausforderungen für Deutschland und Schweden und definiert die Forschungsfrage der Arbeit.
2. Was sind Wohlfahrtsstaaten?: Dieses Kapitel definiert das Konzept des Wohlfahrtsstaats und stellt die Typologie von Esping-Andersen (liberal, konservativ, sozialdemokratisch) vor.
3. Historische Grundlagen: Hier wird der historische Kontext der Wohlfahrtsstaatlichkeit in Deutschland und Schweden betrachtet, insbesondere die unterschiedlichen Ursprünge der Sicherungssysteme.
4. Arbeitslosigkeit: Dieses Kapitel analysiert die Entwicklung der Arbeitslosigkeit, die Auswirkungen auf die Sozialsysteme und die jeweiligen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in beiden Ländern.
5. Demographie: Das Kapitel befasst sich mit den Folgen des demographischen Wandels, der Alterung der Gesellschaft und den notwendigen Reformen, insbesondere im Rentensystem.
6. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Demographie?: Hier wird untersucht, ob zwischen der Bevölkerungsentwicklung und der Arbeitsmarktsituation direkte Kausalzusammenhänge bestehen.
7. Ist das schwedische Modell ein Vorbild für Deutschland?: Das Fazit bewertet die Übertragbarkeit des schwedischen Modells auf Deutschland unter Berücksichtigung der unterschiedlichen institutionellen und politischen Voraussetzungen.
Wohlfahrtsstaat, Deutschland, Schweden, Arbeitslosigkeit, Demographie, Rentenreform, Vollbeschäftigung, Sozialpolitik, Aktive Arbeitsmarktpolitik, Generationenvertrag, Strukturwandel, Soziale Sicherung, Modell Schweden, Wirtschaftspolitik, Sozialversicherung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit einem Vergleich der Wohlfahrtsstaaten in Deutschland und Schweden, insbesondere im Kontext von Arbeitslosigkeit und demographischem Wandel.
Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der Sozialsysteme, Strategien zur Arbeitsmarktpolitik sowie Anpassungen der Rentensysteme an eine alternde Gesellschaft.
Das Hauptziel ist zu klären, ob das schwedische Wohlfahrtsmodell in Anbetracht seiner Erfolge bei der Arbeitsmarktsteuerung und Rentenreform als Vorbild für Deutschland fungieren kann.
Die Arbeit nutzt einen komparativen Ansatz, bei dem die institutionellen Rahmenbedingungen, historischen Pfadabhängigkeiten und politischen Maßnahmen beider Länder systematisch gegenübergestellt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der Arbeitsmarktpolitik (Hartz-Gesetze in Deutschland vs. aktive Arbeitsmarktpolitik in Schweden) sowie eine Analyse der Folgen der demographischen Alterung auf die Rentenfinanzierung.
Wichtige Begriffe sind unter anderem „konservativer Wohlfahrtsstaat“, „sozialdemokratischer Wohlfahrtsstaat“, „Dekommodifizierung“, „aktive Arbeitsmarktpolitik“ und „Generationenvertrag“.
Schweden wurde Anfang der 90er Jahre aufgrund explodierender Schulden und hoher Arbeitslosigkeit so tituliert; durch umfangreiche Strukturreformen, insbesondere am Arbeitsmarkt und im Rentensystem, konnte das Land jedoch seine wirtschaftliche Performance signifikant verbessern.
Die Rentenreform ist zentral, da Schweden durch ein Drei-Säulen-Modell mehr Transparenz und Finanzierungssicherheit schuf, während Deutschland weiterhin stark mit der Finanzierbarkeit des Generationenvertrags im Rahmen der umlagefinanzierten Rentenversicherung kämpft.
Die Übertragbarkeit wird durch die unterschiedliche Steuerpolitik – Schweden nutzt eine rigorose Umverteilung – sowie die spezifische arbeitsmarktpolitische Einbettung und den höheren Integrationsgrad der Bevölkerung in den schwedischen Arbeitsmarkt begrenzt.
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