Masterarbeit, 2006
131 Seiten, Note: 1,3
1. Energiepolitische Rahmenbedingungen
1.1. Klimawandel und Treibhausgasemissionen
1.2. EG-Richtlinie, EnEG und EnEV
1.3. Energiekostenentwicklung
2. Analyse Ist-Zustand
2.1. Objektbeschreibung
2.2. Bestandsaufnahme
2.2.1. Maßliche Aufnahme
2.2.2. Dach
2.2.3. Oberste Geschossdecke
2.2.4. Wände
2.2.5. Fußboden
2.2.6. Fenster
2.2.7. Heizungsanlage
2.2.8. Keller
2.2.9. Energieverbräuche 2001-2004
2.3. Verteilung der Wärmeverluste
2.3.1. Kalkulationsverfahren und Annahmen
2.3.2. Berechnung
2.3.3. Ergebnis
2.4. Energietechnische Objektbewertung
3. Optimierungsmöglichkeiten
3.1. Vorüberlegungen zur Modernisierung
3.1.1. Nutzungskonzept und Zielsetzung
3.1.2. Grobkonzept der Maßnahmen
3.1.3. Nachhaltigkeit
3.1.4. Bewertungskriterien der Baustoffe
3.1.5. Methodik der Wirtschaftlichkeitsrechnung
3.2. Bewertung und Auswahl der Dämmstoffe
3.2.1. Vorauswahl der zu vergleichenden Dämmstoffe
3.2.2. Vergleich und Bewertung
3.2.2.1. Glaswolle vs. Flachsfaser (Dach)
3.2.2.2. Glaswolle vs. Zelluloseplatten (Oberste Geschossdecke)
3.2.2.3. Polystyrol (EPS) vs. Schilfrohr (Außenwände und Kellerdecke)
3.2.2.4. Polystyrol (XPS) (Bodenplatte)
3.2.3. Zusammenfassung
3.3. Erste Optimierungsstufe: Sofortmaßnahmen
3.3.1. Oberste Geschossdecke
3.3.2. EG-Innenwand
3.3.3. Kellerdecke
3.3.4. Ergebnis
3.4. Zweite Optimierungsstufe: 1. Bauabschnitt
3.4.1. Oberste Geschossdecke
3.4.2. Außenwände
3.4.3. EG-Innenwand
3.4.4. Fußboden / Bodenplatte
3.4.5. Fenster
3.4.6. Heizung
3.4.7. Ergebnis
3.5. Dritte Optimierungsstufe: 2. Bauabschnitt
3.5.1. Dach
3.5.2. Außenwand
3.5.3. Oberste Geschossdecke
3.5.4. Heizung
3.5.5. Ergebnis
3.6. Zusammenfassung
4. Sanierungsplan
4.1. Förderung der Investitionen
4.2. Zeitplan
4.3. Ergebnis
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines Sanierungsplanes für ein etwa 100 Jahre altes Gebäude, um den Heizenergiebedarf unter Berücksichtigung ökologischer, nachhaltiger und ökonomischer Aspekte zu senken. Die Forschungsfrage untersucht, wie eine Altbausanierung diesen Anforderungen genügen kann, wobei der Fokus auf passivem Wärmeschutz und einer schrittweisen Optimierung liegt.
1.1. Klimawandel und Treibhausgasemissionen
Während der Klimawandel an sich kaum in Frage gestellt wird, gibt es um die Ursachen kontroverse Diskussionen. Nicht zuletzt die Absage der Vereinigten Staaten von Amerika an das Kyoto-Protokoll sowie die Negation des anthropogen verursachten Treibhauseffektes durch die Regierung Bush haben die Diskussion um die Senkung der Treibhausgasemissionen wieder angefacht. Im Rahmen dieser Arbeit kann und soll diese Diskussion allerdings nicht geführt werden. Im Folgenden wird angenommen, dass der Klimawandel zumindest zu einem Großteil auf die vermehrten Emissionen von Treibhausgasen durch die Industrialisierung zurückzuführen ist.
„Seit Beginn der Industrialisierung werden deutliche überregionale bzw. globale Änderungen im Stoffhaushalt der Atmosphäre als Folge menschlichen Tuns beobachtet. So stiegen weltweit die Konzentrationen von Kohlendioxid (CO2) um ca. 30%, die des Methans (CH4) um 145% und die des Distickstoffoxids (N2O) um 15% gegenüber den Werten vorindustrieller Zeiten.“ (UBA 2005a:1) Diese Abgase beeinflussen die chemischen Prozesse in der Erdatmosphäre insofern, als dass die Energieabsorption in der Ozonschicht gestört wird. So gelangt mehr (Sonnen)Energie zur Erdoberfläche und führt zu einer Erwärmung des erdnahen Klimas. „Die Veränderung eines Klimafaktors bzw. der Zusammensetzung der Atmosphäre kann über vielseitige Wechselwirkungen zu weit reichenden und raschen Änderungen im gesamten Klimasystem führen. (…) In seinem Sachstandsbericht von 2001 stellte das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) unter anderem fest, dass die mittlere globale Lufttemperatur in den letzten 100 Jahren um 0,4 bis 0,8 ˚C angestiegen ist.“ (UBA 2005a:2)
Die zu erwartenden Temperaturänderungen werden relativ schnell erfolgen und bergen daher Gefahren für die Ökosysteme und die menschliche Zivilisation, weil sich die bestehenden Systeme nicht so schnell an die neuen Klimaverhältnisse anpassen können. 1992 wurde in Rio de Janeiro von fast allen Staaten der Welt das Rahmenabkommen über Klimaänderungen (Klimarahmenkonvention) verabschiedet. Auf der dritten Vertragsstaatenkonferenz (COP) in Kyoto im Dezember 1997 wurden dann erstmals rechtsverbindliche Begrenzungs- und Reduktionsverpflichtungen für die Industrieländer festgelegt. Die Rechtsverbindlichkeit war auch deshalb ein Novum, weil das Kyoto-Protokoll bei Nichterfüllung der Reduktionsverpflichtungen Strafen vorsieht. Die Europäische Gemeinschaft hat im Rahmen des Kyoto-Protokolls die Verpflichtung übernommen, ihre Treibhausgasemissionen bis zum Zeitraum 2008-2012 gegenüber 1990 um 8% zu mindern.
1. Energiepolitische Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel erörtert den Klimawandel als Ausgangspunkt, relevante Gesetze wie die EnEV und das EEG sowie die allgemeine Kostenentwicklung von Energieträgern.
2. Analyse Ist-Zustand: Hier erfolgt eine detaillierte bauliche Bestandsaufnahme des Gebäudes, gefolgt von einer rechnerischen Verteilung der Wärmeverluste und einer energetischen Bewertung.
3. Optimierungsmöglichkeiten: Dieses Kapitel beschreibt das dreistufige Sanierungskonzept, bewertet verschiedene Dämmstoffe anhand ökologischer und ökonomischer Kriterien und stellt die einzelnen Optimierungsschritte dar.
4. Sanierungsplan: Der Abschluss fasst die Fördermaßnahmen, den zeitlichen Ablauf sowie das Gesamtergebnis der energetischen Optimierung zusammen.
Altbausanierung, Energieeinsparverordnung, Wärmedämmung, Klimawandel, Treibhausgasemissionen, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeitsrechnung, Dämmstoffe, Schilfrohr, Zellulose, Flachs, Energieverbrauch, Sanierungsplan, Primärenergiebedarf
Die Arbeit befasst sich mit der energetischen Sanierung eines alten Wohngebäudes, um den Energiebedarf durch verschiedene Dämmmaßnahmen nachhaltig zu reduzieren.
Zentrale Themen sind die aktuelle Energiepolitik, die energetische Analyse eines Bestandsgebäudes, der ökologische Vergleich von Dämmstoffen sowie die Wirtschaftlichkeit von Sanierungsinvestitionen.
Ziel ist die Erstellung eines schrittweisen Sanierungsplans, der ökologische Nachhaltigkeit mit wirtschaftlicher Vertretbarkeit verbindet, um den Heizwärmebedarf des Objekts signifikant zu senken.
Die Arbeit nutzt Methoden der Bestandsanalyse (bauliche Aufnahme, Energieverbrauchsdaten), thermische Berechnungsverfahren zur Ermittlung von Wärmeverlusten und eine Wirtschaftlichkeitsrechnung zur Bewertung der Investitionen.
Der Hauptteil analysiert den Ist-Zustand, vergleicht konventionelle mit ökologischen Dämmstoffen (wie Flachs, Zellulose oder Schilf) und präsentiert einen detaillierten Stufenplan zur Sanierung.
Die Studie lässt sich durch Begriffe wie Altbausanierung, EnEV, nachhaltige Dämmstoffe, Wärmedämmverbundsystem und energetische Optimierung beschreiben.
Schilf ist ein lokal verfügbarer, nachwachsender Rohstoff, der sich durch hohe Diffusionsfähigkeit und eine einfache, kostengünstige Verarbeitung bei der Außendämmung auszeichnet.
Durch den geplanten Ausbau von Wohnflächen verbessert sich das A/V-Verhältnis durch die Vergrößerung des beheizten Volumens von derzeit 0,76 auf 0,67, was für eine kompaktere energetische Bilanz spricht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

