Diplomarbeit, 2007
133 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Geschäftsprozessmodelle und ihre Analyse
2.1 Modelle von Geschäftsprozessen
2.1.1 Modellierung
2.1.2 Modellelemente von Geschäftsprozessen
2.1.3 Sprachen zur Modellierung
2.2 Analyse von Geschäftsprozessmodellen
2.2.1 Zum Begriff der Analyse
2.2.2 Quantitative Analysemethoden
2.2.3 Quantitative Analyse von Geschäftsprozessen
3 Kapazitätsplanung
4 Ereignisdiskrete Simulation
5 Implementierung in Java
5.1 Algorithmus zur Kapazitätsanalyse
5.2 Algorithmus zur Simulation
6 Bewertung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die quantitative Analyse von Geschäftsprozessen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Effizienz und Simulation. Es wird untersucht, wie Prozessmodelle formal korrekt abgebildet und durch quantitative Methoden, insbesondere mittels Petri-Netzen, hinsichtlich ihrer Performanz bewertet werden können. Dabei wird eine technische Implementierung für das Open-Source-Tool WoPeD angestrebt.
2.1 Modelle von Geschäftsprozessen
Prozesse beinhalten im Wesentlichen zwei Struktur-Einheiten: die Aktivitäten und den Kontrollfluss, also die zeitliche Abfolge der Aktivitäten.
Aktivitäten wiederum verbinden zwei Entitäten, die zusammen mit dem Prozess eine vollständige Geschäftsprozess-Spezifikation ergeben: Fälle (oder auch Kunden) und Ressourcen.
Ein Prozess beschreibt dabei die konkrete zeitliche Abfolge einer Teilmenge von Aktivitäten, die zur Bearbeitung eines konkreten Falles unter Nutzung konkreter Ressourcen-Objekte benötigt werden. Im Geschäftsprozess vereinigen sich alle Prozesse, die eine ähnliche Aufgabe erfüllen. Das Modell des Geschäftsprozesses ist ein Prozessmodell ([HaSt04, S. 30]):
”Ein Prozessmodell beschreibt die Struktur eines realen Prozesses. Es bestimmt alle möglichen Pfade entlang des Prozesses und bestimmt die Regeln für die Wahl der Pfade. Weiterhin bestimmt das Prozessmodell alle Aktivitäten, die ausgeführt werden müssen.”
1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Geschäftsprozessoptimierung und Vorstellung des Vorhabens, quantitative Analysemethoden in das Open-Source-Tool WoPeD zu integrieren.
2 Geschäftsprozessmodelle und ihre Analyse: Diskussion der Modellierungsgrundlagen und Bewertung verschiedener Modellierungssprachen wie ARIS, UML und Petri-Netze im Hinblick auf ihre Eignung für quantitative Analysen.
3 Kapazitätsplanung: Vorstellung eines formalen Verfahrens zur Bestimmung des optimalen Ressourcenbedarfs basierend auf der quantitativen Spezifikation des Prozesses.
4 Ereignisdiskrete Simulation: Erläuterung der Grundlagen ereignisdiskreter Simulation als flexibles Verfahren zur Performance-Analyse, wenn analytische Modelle zu komplex werden.
5 Implementierung in Java: Detaillierte Beschreibung der Software-Architektur und der implementierten Algorithmen für Kapazitätsanalyse und Simulation innerhalb des Modellierungstools WoPeD.
6 Bewertung und Ausblick: Kritische Reflexion der entwickelten Methoden, Darstellung der algorithmischen Herausforderungen sowie Ausblick auf zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten des Systems.
Geschäftsprozessmodellierung, Petri-Netze, Workflow-Management, Quantitative Analyse, Kapazitätsplanung, Ereignisdiskrete Simulation, WoPeD, Ressourcenmodell, Prozessmodell, Leistungsgrößen, Java, Implementierung, Netztransformation, Performance-Analyse, Workflow-Netze
Die Diplomarbeit befasst sich mit der quantitativen Analyse von Geschäftsprozessen, um deren Effizienz mittels mathematischer Modelle und Simulationsverfahren messbar zu machen.
Die Arbeit fokussiert auf die Modellierung mittels Petri-Netzen, die statistische Kapazitätsplanung und die ereignisdiskrete Simulation von Prozessabläufen.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung und Implementierung von Algorithmen zur quantitativen Analyse in das Open-Source-Modellierungswerkzeug "WoPeD", um dessen Funktionalität um Performance-Bewertungen zu erweitern.
Es werden formale Methoden der Petri-Netz-Theorie angewendet sowie Ansätze der Warteschlangentheorie und ereignisdiskreten Simulation genutzt, um Prozessmodelle rechnerisch auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Modellierung und Analyse, die spezifische methodische Herangehensweise zur Kapazitätsplanung und Simulation sowie die technische Implementierung dieser Konzepte in Java.
Wichtige Begriffe sind Geschäftsprozessmodellierung, Petri-Netze, Kapazitätsplanung, Ereignisdiskrete Simulation, WoPeD und Ressourcenmodellierung.
Petri-Netze bieten einen formalen mathematischen Charakter, der die automatische Verifikation und direkte Anwendung quantitativer Analysemethoden ermöglicht, was bei ARIS oder UML in dieser Form schwerer umsetzbar ist.
Es wird ein Näherungsverfahren angewendet, das auf dem Prinzip der Netzentfaltung beruht, um zyklische Strukturen in berechenbare, schleifenfreie Graphen zu überführen.
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