Diplomarbeit, 2007
108 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung in die Thematik
1.1 Historischer und aktueller Kontext
1.2. Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen zum irregulären Verlust von Know-how
2.1 Begriffsdefinitionen und verwandte Begriffe
2.1.1 Daten und Informationen
2.1.3 Der irreguläre Verlust
2.2 Vorherrschende Formen des irregulären Verlustes von Know-how
2.2.1 Wirtschaftspionage
2.2.2 Betriebs-/Industriespionage
2.3 Akteure im Umfeld des irregulären Verlustes von Know-how
2.3.1 Externe Akteure
2.3.2 Interne Akteure
2.3.3 Kollusion interner und externer Akteure
2.4.1 Gefährdete Wirtschafts- und Unternehmensbereiche
2.4.2 Schadensausmaß
2.5 Rechtlicher Rahmen im Umfeld des irregulären Verlustes von Know-how
2.5.1 Nationale rechtliche Grundlagen
2.5.2 Internationale rechtliche Grundlagen
2.6 Wissenschaftliche Rahmenmodelle zum irregulären Verlust von Know-how in Unternehmen
3 Analyse und Bewertung vorherrschender Studien
3.1 Überblick der Studien
3.2 Fall- und Schadensanalyse bezüglich Know-how-/Informationsverlusten in Baden-Württemberg ab 1995
3.2.1 Analyse und Bewertung der Studie
3.3 Annual Report to Congress on Foreign Economic Collection and Industrial Espionage 2005
3.3.1 Analyse und Bewertung der Studie
3.4 Trends in Proprietary Information Loss
3.4.1 Analyse und Bewertung der Studie
3.5 Studie 2006 zur Wirtschaftskriminalität in Deutschland
3.5.1 Analyse und Bewertung der Studie
3.6 2006 ACFE Report to the Nation on Occupational Fraud & Abuse
3.6.1 Analyse und Bewertung der Studie
3.7. Wirtschaftskriminalität durch Informationsabflüsse
3.7.1 Analyse und Bewertung der Studie
3.8. Wirtschaftskriminalität in Deutschland
3.8.1 Analyse und Bewertung der Studie
3.9 Abschließende Bewertung der vorliegenden Studien
4.1 Gefahrenquellen des irregulären Verlustes von Know-how
4.1.1 Personelle Gefahrenquellen
4.1.2 Technische Gefahrenquellen
4.1.3 Organisatorische Gefahrenquellen
4.1.4 Sonstige Gefahrenquellen
4.2 Präventions- und Abwehrmaßnahmen
4.2.1 Bedrohungs- und Risikoanalyse
4.2.2 IT-Sicherheitskonzept
4.2.3 Personelle Maßnahmen
4.2.4 Technische Maßnahmen
4.2.5 Organisatorische Maßnahmen
4.2.6 Rechtliche Maßnahmen
4.3 Probleme und Gefahren bei der Einführung und Umsetzung von Maßnahmen
4.4 Einbindung in ein integriertes Wissensmanagementsystem
5 Fazit und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, den komplexen Themenbereich des irregulären Know-how-Verlustes in Unternehmen ganzheitlich zu durchleuchten, Ursachen zu identifizieren und praxistaugliche Strategien zu deren Prävention und Abwehr aufzuzeigen.
2.1.3 Der irreguläre Verlust
Das Konstrukt „irregulärer Verlust“ ist bisher nur in Fachkreisen bekannt und selbst Personen aus der Wirtschaft in der Regel nicht geläufig. Im angelsächsischen Raum findet man nur die Termini „loss“ oder „theft“ in Verbindung mit „know-how“ und „information“ vor. Um das deutsche Konstrukt definieren zu können, bedarf es einer Aufspaltung in die einzelnen Begriffe „irregulär“ und „Verlust“:
Als „Verlust“ wird im Rahmen dieser Arbeit jegliche Form von „(…) gerichteter Übermittlung bzw. Transferierung von Know-how“ und Wissen angesehen. Unter der in der Einführung festgestellten Annahme, dass Know-how und Wissen als kritische Erfolgsfaktoren im Wettbewerb gelten, bedeutet ein derartiger Transfer eine Reduktion des potentiellen komparativen Konkurrenzvorteils eines Unternehmens. Unter „irregulär“ versteht man vorsätzliche und illegale Aktivitäten, welche durch unternehmensinterne oder -externe Individuen sowie Organisationen verübt werden und einen Verstoß gegen geltende Gesetze, Richtlinien und Vorschriften darstellen. Somit handelt es sich beim irregulären Verlust von Know-how um eine Übermittlung bzw. Transferierung ohne die explizite Zustimmung der Unternehmensleitung. Dadurch wird das transferierte Know-how und Wissen verbreitet und eine weitere exklusive Nutzung durch den ursprünglichen Besitzer verhindert. Die ökonomische Verwertbarkeit nimmt folglich ab. Zudem wird festgelegt, dass der irreguläre Verlust immer dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Geschädigter einem oder mehreren Schädigern gegenübersteht. Die gezielte Ausfragung von Unternehmensangehörigen durch Unternehmensfremde wird ebenfalls als irregulärer Verlust angesehen, da vier von fünf konstituierende Merkmale des irregulären Verlustes erfüllt sind und der Mitarbeiter dadurch unbewusst Auskunft über exklusives Know-how geben kann.
1 Einführung in die Thematik: Diese Einleitung verdeutlicht die strategische Bedeutung von Know-how und Informationen für Unternehmen im Kontext der modernen Wissensgesellschaft und Globalisierung.
2 Grundlagen zum irregulären Verlust von Know-how: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Daten, Informationen, Wissen und Know-how und erläutert die Komponenten und Akteure des irregulären Verlusts.
3 Analyse und Bewertung vorherrschender Studien: Hier werden relevante nationale und internationale Studien zum Thema Wirtschaftskriminalität und Know-how-Verlust systematisch verglichen und bewertet.
4 Gefahrenquellen, Präventions- und Abwehrmaßnahmen: Dieser Hauptteil analysiert spezifische Bedrohungen für Know-how und leitet daraus ein integriertes Sicherheitskonzept zur effektiven Abwehr ab.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Know-how-Schutz als kontinuierliche Managementaufgabe zu begreifen.
Wissensmanagement, Know-how, Wirtschaftskriminalität, Industriespionage, Sicherheitskonzept, Informationsschutz, Gefahrenquellen, Prävention, Wissensvorsprung, Betriebsgeheimnis, Mitarbeiterloyalität, Kollusion, Datenschutz.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse, Prävention und aktiven Abwehr des irregulären Verlustes von unternehmenseigenem Know-how und geschützten Informationen.
Es wird unterschieden zwischen internen Akteuren (eigene Mitarbeiter), externen Akteuren (Konkurrenten, Nachrichtendienste) sowie deren konspirativer Zusammenarbeit, der Kollusion.
Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Phänomen des irregulären Know-how-Verlustes zu schaffen und ein integriertes Sicherheitsmodell für Unternehmen zu entwerfen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und dem systematischen Vergleich aktueller wissenschaftlicher Studien zur Wirtschaftskriminalität und zum Know-how-Schutz.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse bestehender empirischer Studien sowie die detaillierte Ausarbeitung von Schutz- und Abwehrmaßnahmen.
Wichtige Schlagworte sind Wissensmanagement, Industriespionage, Sicherheitskonzept, Betriebsgeheimnis und Wissensvorsprung.
Die Cressey-Hypothese dient zur Erklärung der Motive interner Täter, indem sie die Aspekte Druck, Gelegenheit und Rechtfertigung bei der Begehung wirtschaftskrimineller Handlungen beleuchtet.
Die Arbeit identifiziert den eigenen Mitarbeiter als größte Gefahrenquelle und betont, dass technische Maßnahmen allein ohne eine entsprechende Unternehmenskultur und Sensibilisierung unzureichend sind.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

