Diplomarbeit, 2007
111 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Ziele
1.3 Der Inhalt im Überblick
2. Geschäftsprozessmanagement
2.1 Grundlagen des Geschäftsprozessmanagements
2.1.1 Von der Funktions- zur Prozessorientierung
2.1.1.1 Funktionsorientierung
2.1.1.2 Prozessorientierung
2.1.2 Der Prozessbegriff
2.1.3 Geschäftsprozessmanagement
2.2 Herausforderungen für das Geschäftsprozessmanagement
2.2.1 Integration der Anwendungssysteme
2.2.1.1 Enterprise Application Integration (EAI)
2.2.1.2 Business-to-Business-Integration (B2B-Integration)
2.2.2 Annäherung zwischen IT- und Fachabteilungen
2.3 Zusammenfassung
3. Die Service-orientierte Architektur (SOA)
3.1 Grundlagen einer SOA
3.1.1 Service-Orientierung
3.1.2 Der Begriff SOA
3.2 Das Konzept einer SOA
3.2.1 Merkmale einer SOA
3.2.1.1 Lose Kopplung
3.2.1.2 Verwendung von Standards
3.2.1.3 Wiederverwendbarkeit
3.2.1.4 Komponierbarkeit
3.2.1.5 Quality-of-Service
3.2.2 Die Rollen in einer SOA
3.3 Zusammenfassung
4. Web Service-Technologien
4.1 Grundlagen
4.1.1 Der Web Service-Begriff
4.1.2 Der Web Service-Stapel
4.2 Web Service-Technologien
4.2.1 Basistechnologien
4.2.1.1 Kommunikation mit SOAP
4.2.1.2 Service-Beschreibung mit WSDL
4.2.1.3 Verzeichnisdienst UDDI
4.2.2 WS-*-Technologien
4.3 WS-BPEL
4.3.1 Service-Komposition mit BPEL
4.3.2 BPEL-Konzepte
4.3.2.1 Orchestrierung vs. Choreographie
4.3.2.2 Synchrones vs. Asynchrones Modell
4.3.2.3 Korrelation
4.3.2.4 BPEL-Aktivitäten
4.3.2.5 Partner Links
4.3.2.6 Variablen
4.3.2.7 Gültigkeitsbereich (Scope)
4.3.2.8 Fehlerbehandlung und Kompensation
4.3.3 Ablauf eines BPEL-Prozesses
4.3.4 BPEL User Interaction
4.4 Semantic Web Services
4.4.1 Semantic Web
4.4.2 Semantic Web Services
4.5 Zusammenfassung
5. Auswirkungen von Web Service-Technologien auf die Gestaltung von Geschäftsprozessen am Beispiel des Buchhandels
5.1. Geschäftsprozesse im Buchhandel
5.1.1 Der Buchhandel
5.1.2 Das Buchprodukt
5.1.3 Die Wertschöpfungskette des Buches im wissenschaftlichen Verlag
5.2 Besondere Merkmale von Geschäftsprozessen im wissenschaftlichen Verlag
5.2.1 Rolle der Informationssysteme für Geschäftsprozesse im wissenschaftlichen Verlag
5.2.2 Veränderungen der Geschäftstätigkeit im wissenschaftlichen Verlag
5.2.2.1 Veränderungen des Produktspektrums
5.2.2.2 Veränderungen der Wertschöpfung
5.2.2.3 Veränderungen des Umfeldes
5.2.2.4 Konsequenzen
5.3 Web Service-Technologien in Verlagsprozessen
5.3.1 Geschäftsprozessmodellierung mit ARIS
5.3.1.1 Das ARIS-Konzept
5.3.1.2 Die ARIS-Software
5.3.2 Web Services in den Phasen des Geschäftsprozessmanagements
5.3.2.1 Prozess-Strategie
5.3.2.2 Prozess-Design
5.3.2.3 Prozess-Implementierung
5.3.2.4 Prozess-Controlling
5.3.3 Zusammenfassung der Auswirkungen
5.4 Zusammenfassung
6. Schlussfolgerungen und Ausblick
6.1 Schlussfolgerungen
6.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen von Web Service-Technologien auf die Gestaltung betrieblicher Geschäftsprozesse. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Web Services als technische Umsetzung einer Service-orientierten Architektur (SOA) dazu beitragen können, Geschäftsprozesse agiler, flexibler und effizienter zu gestalten, wobei die Prozesse des wissenschaftlichen Verlagsbuchhandels als praktisches Anwendungsbeispiel dienen.
3.2.1.1 Lose Kopplung
Eine SOA setzt auf das Prinzip der losen Kopplung von Services, was bedeutet, dass die Services gegenseitig ihre Funktionalitäten nutzen können, dabei aber trotzdem ihre Unabhängigkeit bewahren. Dies wird zum einen durch die Trennung von Service-Schnittstelle und Service-Implementierung erreicht, wobei nur die Service-Schnittstelle, also die angebotenen Funktionalitäten und die entsprechenden Parameter, nach außen hin sichtbar gemacht wird. Das zweite wichtige Kriterium der losen Kopplung besteht darin, dass zwischen den Services nur Nachrichten ausgetauscht werden und kein Programmcode. Services sind zustandslos und sollten daher bei gleichem Input immer das gleiche Ergebnis liefern. Eine lose Kopplung wird zusätzlich dadurch unterstützt, dass die zwischen den Services ausgetauschten Nachrichten Informationen für den Empfänger bezüglich ihrer Verarbeitung enthalten können.
Die durch die lose Kopplung erreichte minimale Abhängigkeit zwischen Services hat den Vorteil, dass die Änderung eines Services andere Services nur minimal oder bei gleichbleibender Schnittstelle sogar gar nicht betrifft. Zusätzlich ermöglicht die lose Kopplung, dass Funktionalitäten von Anwendungen oder andere Dienste bei Bedarf dynamisch gesucht, gefunden und eingebunden werden können.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, motiviert den Bedarf an flexiblen Geschäftsprozessen und definiert die Ziele der Arbeit.
2. Geschäftsprozessmanagement: Hier werden die Grundlagen des GPM, die Bedeutung der Prozessorientierung sowie die Herausforderungen der IT-Integration und Kommunikation erläutert.
3. Die Service-orientierte Architektur (SOA): Dieses Kapitel führt das Architektur-Paradigma der SOA ein und diskutiert dessen Merkmale und Rollen zur Bewältigung der Herausforderungen aus Kapitel 2.
4. Web Service-Technologien: Es werden die technischen Standards von Web Services (SOAP, WSDL, UDDI) sowie die Prozessbeschreibungssprache WS-BPEL als Werkzeuge zur Service-Komposition detailliert beschrieben.
5. Auswirkungen von Web Service-Technologien auf die Gestaltung von Geschäftsprozessen am Beispiel des Buchhandels: Anhand des Verlagsbuchhandels wird die praktische Anwendung der SOA-Konzepte innerhalb des gesamten GPM-Kreislaufs (Strategie, Design, Implementierung, Controlling) veranschaulicht.
6. Schlussfolgerungen und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von Standards wie dem Semantic Web.
Geschäftsprozessmanagement, Web Services, Service-orientierte Architektur, SOA, WS-BPEL, Prozessorientierung, Systemintegration, IT-Infrastruktur, Verlagsbuchhandel, lose Kopplung, Middleware, Prozessautomatisierung, Semantic Web, Wertschöpfungskette.
Die Arbeit analysiert, wie Web Service-Technologien in einer Service-orientierten Architektur (SOA) genutzt werden können, um Geschäftsprozesse in Unternehmen, speziell im Verlagsbuchhandel, flexibler und effizienter zu gestalten.
Die zentralen Themen sind Geschäftsprozessmanagement, die Architekturkonzepte einer SOA, technologische Standards wie SOAP und WSDL sowie deren praktische Implementierung in Verlagsprozessen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Web Services eine Brücke zwischen betriebswirtschaftlichen Prozessanforderungen und der technischen IT-Realisierung schlagen und so die Agilität eines Unternehmens fördern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse sowie einer praktischen Fallstudie (Verlagsbuchhandel), wobei Prozessmodellierungen mittels ARIS und EPK zur Anwendung kommen.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen des GPM und der SOA gelegt, Web-Service-Standards (inkl. WS-BPEL) detailliert vorgestellt und diese Konzepte auf konkrete Wertschöpfungsstufen des Verlags angewendet.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Geschäftsprozessmanagement, SOA, Web Services, WS-BPEL, Prozessorientierung und Wertschöpfungskette.
Während die funktionale Organisation hierarchisch und abteilungsspezifisch geprägt ist, stellt die prozessorientierte Organisation den horizontalen, abteilungsübergreifenden Wertschöpfungsprozess in den Mittelpunkt, um Effizienz und Kundenorientierung zu steigern.
BPEL ermöglicht die Komposition von Web Services zu Geschäftsprozessen und erlaubt es, fachliche Prozessmodelle automatisiert in ausführbare IT-Prozesse zu überführen, wodurch die Lücke zwischen Fachabteilung und IT-Implementierung geschlossen wird.
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