Diplomarbeit, 2007
134 Seiten, Note: 1.3
1. Theorie
1.1 Problemstellung
1.2 Literatur- und Theorieüberblick
1.2.1 Die Cognitive Load Theory
1.2.1.1 Darstellung der Theorie
1.2.1.2 Kritik an der Cognitive Load Theory
1.2.2 Die Cognitive Theory of Multimedia Learning
1.2.2.1 Darstellung der Theorie
1.2.2.2 Kritik an der Cognitive Theory of Multimedia Learning
1.2.3 Der split-attention effect und weitere Effekte
1.2.4 Wahrnehmungsorganisation und Objekterkennungstheorien
1.2.4.1 Ältere Faktoren der Wahrnehmungsorganisation
1.2.4.2 Kritik an den älteren Faktoren der Wahrnehmungsorganisation
1.2.4.3 Neuere Faktoren der Wahrnehmungsorganisation
1.2.4.4 Alternative Objekterkennungstheorien
1.2.5 Zusammenfassung und Zusammenhang der Konstrukte
1.2.6 Fragestellung und Hypothesen
2. Methode
2.1 Beschreibung der Stichprobe
2.2 Untersuchungsmaterial
2.3 Untersuchungsgeräte
2.4 Untersuchungsdurchführung
2.4.1 Untersuchungsablauf
2.5 Auswertungsmethoden
2.5.1 Festlegung der abhängigen und unabhängigen Variablen
2.5.2 Testbare Versuchsbedingungsvergleiche
3. Ergebnisse
3.1 Vorbereitende Analysen
3.2 Testung der Hypothesen
3.2.1 Ergebnisse für die Lernleistung
3.2.2 Ergebnisse für die Transferleistung
3.2.3 Ergebnisse für die Novizengruppe
3.3 Weiterführende Analysen
3.3.1 Deskriptive Zusatzanalyse der Transferfragen
3.3.2 Weiterführende Analysen der einzelnen Transferfragen
3.4 Ergänzende Ergebnisse zum Experiment
3.4.1 Ergebnisse zum Betrugsverhalten
3.4.2 Ergebnisse zur Verweildauer im Experiment
4. Diskussion
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den sogenannten "split-attention effect" kognitionspsychologisch zu untersuchen und auf Basis neuerer Faktoren der Wahrnehmungsorganisation Alternativen zur räumlichen Nähe von Text und Bild zu evaluieren. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob die bisher als zwingend erachtete räumliche Nähe von Text und bildhafter Darstellung durch artifizielle Verknüpfungen ersetzt werden kann, um den Wissenserwerb bei multimedialen Inhalten gleichermaßen effizient zu gestalten.
1.2.1 Die Cognitive Load Theory
Für Brünken, Plass und Leutner (2004) handelt es sich bei der Cognitive Load Theory um eine Kapazitätstheorie, deren Schwerpunkt bei den Verarbeitungsprozessen des gelernten Materials liegt. Die Cognitive Load Theory basiert nach Sweller et al. (1998) auf drei Annahmen, welche ich im Folgenden kurz benenne:Die unbeschränkte Kapazität des Langzeitgedächtnisses nach Baddeley (1997).
Die Schematheorie zur mentalen Repräsentation von Wissen nach Chi, Glaser und Rees (1982).
Die beschränkte Verarbeitungskapazität des Gedächtnisses, wie von Miller (1956) festgestellt.
1. Theorie: Vorstellung und kritische Auseinandersetzung mit der Cognitive Load Theory sowie der Cognitive Theory of Multimedia Learning, ergänzt um kognitionspsychologische Wahrnehmungstheorien.
2. Methode: Detaillierte Beschreibung der Online-Untersuchung, der Stichprobe, des experimentellen Materials sowie der Operationalisierung der abhängigen und unabhängigen Variablen.
3. Ergebnisse: Deskriptive und inferenzstatistische Analyse der Daten zur Lern- und Transferleistung, inklusive der Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
4. Diskussion: Interpretation der Befunde im Kontext der bestehenden Lerntheorien und Ableitung von Implikationen für die Gestaltung multimedialer Lernprogramme.
Cognitive Load Theory, Cognitive Theory of Multimedia Learning, split-attention effect, Wahrnehmungsorganisation, Multimediales Lernen, online-Untersuchung, Lernleistung, Transferleistung, Elementinteraktivität, Schemakonstruktion, Ceteris-Paribus-Regel, räumliche Nähe, Novizengruppe.
Die Arbeit untersucht den "split-attention effect" im Bereich des multimedialen Lernens und stellt alternative Gestaltungsansätze zur räumlichen Anordnung von Text und Bild vor.
Im Zentrum stehen die Cognitive Load Theory, die Cognitive Theory of Multimedia Learning und neuere Faktoren der Wahrnehmungsorganisation nach Palmer (1999).
Es soll empirisch geprüft werden, ob eine artifizielle Verknüpfung von Text und Bild die gleiche lernförderliche Wirkung erzielen kann wie die herkömmliche räumliche Nähe.
Die Arbeit basiert auf einem experimentellen Online-Feldstudien-Design mit 869 Teilnehmern, deren Lern- und Transferleistung in sechs verschiedenen Versuchsbedingungen ausgewertet wurde.
Neben der theoretischen Fundierung werden die Durchführung des Experiments, die statistische Auswertung mittels Varianzanalyse und die anschließende Diskussion der Ergebnisse präsentiert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem "split-attention effect", "intrinsische kognitive Belastung", "Wahrnehmungsorganisation" und "Ceteris-Paribus-Regel".
Diese Regel stellt sicher, dass Unterschiede in den Lernergebnissen eindeutig auf eine einzige manipulierte Variable zurückgeführt werden können, ohne dass Drittvariablen das Ergebnis verfälschen.
Entgegen der Hypothese unterschied sich die Gruppe mit geringem Vorwissen nicht signifikant vom Rest der Stichprobe, was gegen die Annahme spricht, dass Novizen von bestimmten Formaten kreativer profitieren.
Die Arbeit legt nahe, dass Designer von Lernprogrammen nicht zwingend jede Information in hoher räumlicher Nähe platzieren müssen, wenn alternative Gruppierungsmöglichkeiten, wie etwa die "gemeinsame Region", genutzt werden können.
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