Diplomarbeit, 2007
157 Seiten, Note: 1,3
1 Problemstellung
1.1 Die ökonomische Relevanz von Dienstleistungsinnovationen
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Gang der Untersuchung
2 Konzeptionelle Grundlagen von Dienstleistungsinnovationen
2.1 Charakterisierung und Gestaltung von Dienstleistungen
2.2 Dienstleistungsinnovationen und Anforderungen an das Management
2.3 Organisation des Dienstleistungsinnovationsprozesses
2.4 Erfolgsfaktoren von Dienstleistungsinnovationen
2.5 Systematische Einordnung der Gestaltungsmethoden
3 Unternehmensorientierte Methoden der Dienstleistungsgestaltung
3.1 Warteschlangenanalyse
3.2 Target Costing
3.3 Fehlermöglichkeits- und –einflussanalyse (FMEA)
3.4 Betriebliches Vorschlagswesen (BVW)
3.5 Quality Function Deployment (QFD)
4 Objektive Messansätze kundenorientierter Methoden der Dienstleistungsgestaltung
4.1 Expertenbeobachtungen
4.2 Mystery-Shopper-Verfahren
4.3 Warentests
4.4 Kundenloyalitätsanalysen
5 Subjektive Messansätze kundenorientierter Methoden der Dienstleistungsgestaltung
5.1 Service Blueprinting
5.2 Conjoint-Analyse
5.3 SERVQUAL-Messung
5.4 Penalty-Reward-Faktoren-Analyse
5.5 Positionierungsmodelle
5.6 Frequenz-Relevanz-Analyse für Probleme (FRAP)
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über verschiedene Methoden zur Entwicklung und Gestaltung innovativer Dienstleistungen zu geben. Dabei wird untersucht, wie sowohl dienstleistungsspezifische Ansätze als auch Methoden aus der Sachgüterentwicklung systematisch eingesetzt werden können, um Qualität, Kundenorientierung und Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend gesättigten Markt zu sichern.
3.1 Warteschlangenanalyse
Warteschlangen bilden sich, wenn die Nachfrage nach einer Dienstleistung die Kapazitäten des Anbieters in einer bestimmten Zeiteinheit übersteigt (vgl. Corsten/ Gössinger 2007, S. 177). Aufgrund der Integration des externen Faktors in den Leistungserstellungsprozess ist es dem Dienstleistungsanbieter nicht möglich, auf Vorrat zu produzieren, sodass eine Dienstleistung im Augenblick ihrer Nachfrage, also in Echtzeit, produziert werden muss (vgl. Murphy 1994, S. 135). Warteschlangen bezeichnen dabei sowohl physische als auch abstrakte, hintereinander gereihte externe Leistungsobjekte (vgl. Müller 2003, o. S.). Abstrakte Warteschlangen bilden sich beispielsweise wenn einzelne Kunden, die sich an verschiedenen Orten befinden, auf eine freiwerdende Leitung einer Telefon-Hotline warten.
Die Warteschlangenanalyse zielt darauf ab, ein optimales Verhältnis zwischen den vorhandenen Potentialen eines Dienstleisters und der Kundennachfrage herzustellen, um eine Kapazitätsharmonisierung zu erreichen, bei der das Verhältnis von Wartekosten zu Leistungskosten ausgeglichen ist.
Warteschlangen sind für einen Dienstleistungsanbieter nicht unvermeidlich, denn die Länge einer Warteschlange ist abhängig von der Zahl der Bedienungsstellen und der Geschwindigkeit der Bedienung (vgl. Murphy 1994, S. 136): Je mehr Bedienungsstellen es gibt, desto kürzer ist die Warteschlange. Den aus Warteschlangen entstehenden Opportunitätskosten sind allerdings diejenigen Kosten entgegenzusetzen, welche durch die Bereitstellung und Unterhaltung von Bedienungskapazität entstehen (vgl. Zimmermann 1997, S. 361). Der Dienstleistungsanbieter muss daher entscheiden, ob er ein hohes Leistungsniveau anbietet, das zu minimalen Wartezeiten und somit zu einer höheren Kundenzufriedenheit führt, oder ein niedrigeres Leistungsniveau, das höhere Wartezeiten verursacht, woraus eine geringere Kundenzufriedenheit resultiert.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische Bedeutung von Dienstleistungsinnovationen und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie den Gang der Untersuchung.
2 Konzeptionelle Grundlagen von Dienstleistungsinnovationen: Hier werden Dienstleistungen charakterisiert, Anforderungen an das Innovationsmanagement abgeleitet und Erfolgsfaktoren sowie Vorgehensmodelle diskutiert.
3 Unternehmensorientierte Methoden der Dienstleistungsgestaltung: Dieses Kapitel behandelt Managementmethoden wie die Warteschlangenanalyse und Target Costing, um Qualitätsaspekte aus Unternehmens- und Kostensicht zu beurteilen.
4 Objektive Messansätze kundenorientierter Methoden der Dienstleistungsgestaltung: Vorstellung von Methoden, die intersubjektiv nachprüfbare Messungen ermöglichen, wie Expertenbeobachtungen und Mystery-Shopper-Verfahren.
5 Subjektive Messansätze kundenorientierter Methoden der Dienstleistungsgestaltung: Erläuterung von Methoden, die Kundenerfahrungen und Präferenzen messen, beispielsweise das Service Blueprinting und die Conjoint-Analyse.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Dieses Kapitel resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung eines systematischen Innovationsmanagements.
Dienstleistungsinnovation, Innovationsmanagement, Service Engineering, Kundenorientierung, Dienstleistungsqualität, Warteschlangenanalyse, Target Costing, Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse, Quality Function Deployment, Mystery-Shopper, Service Blueprinting, Conjoint-Analyse, Kundenbindung, Prozessgestaltung, Wettbewerbsvorteile.
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Entwicklung und Gestaltung innovativer Dienstleistungen unter Anwendung verschiedener Methoden.
Die zentralen Themen sind das Innovationsmanagement, die Analyse von Dienstleistungsprozessen, Kostenmanagement sowie Methoden zur Messung der Kundenzufriedenheit und -qualität.
Das Ziel ist es, einen Überblick über Methoden zu geben, die eine zielgerichtete, schnelle und kundenorientierte Entwicklung von Dienstleistungen ermöglichen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender wissenschaftlicher Konzepte, Methoden und empirischer Studien zum Thema Dienstleistungsmanagement.
Im Hauptteil werden unternehmensorientierte Gestaltungsmethoden, objektive Messansätze (wie Expertenbeobachtungen) und subjektive Messansätze (wie Conjoint-Analyse) detailliert vorgestellt und kritisch gewürdigt.
Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Dienstleistungsinnovation, Qualitätsmanagement, Service Engineering und Kundenbindung.
Das "House of Quality" (Teil des QFD) ist relevant, um Kundenwünsche systematisch in konkrete Anforderungen an Dienstleistungsprozesse und -merkmale zu übersetzen.
Die Methode differenziert zwischen Basisanforderungen (Penalty-Faktoren), deren Fehlen Unzufriedenheit auslöst, und Zusatzleistungen (Reward-Faktoren), die Zufriedenheit steigern können.
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