Diplomarbeit, 2007
108 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die Theorie einer lernenden Organisation
2.1 Organisationsbegriff
2.2 Organisationstheorien
2.3 Lernbegriff
2.4 Lerntheorien
2.4.1 Das Lernen des Individuums
2.4.2 Das Lernen (in) der Gruppe
2.5 Begriff des organisationalen Lernens
2.6 Theorien des organisationalen Lernens
2.6.1 March und Olsen
2.6.2 Argyris und Schön
2.6.3 Pautzke
2.6.4 Senge
3 Die Nonprofit-Organisation (NPO)
3.1 Begrifflichkeiten der NPOs
3.2 Typologien, Klassifikationen, Erscheinungsformen und Existenztheorien von NPOs
3.2.1 Typologien und Klassifikationen
3.2.2 Erscheinungsformen und Existenztheorien
3.3 Zahlen zum Dritten Sektor
4 Die lernende Nonprofit-Organisation
4.1 Warum der Aufwand?
4.1.1 Trends, die Professionalisierung verlangen
4.1.2 Das Defizit im Management
4.2 Organisatorische Besonderheiten und Herausforderungen des Managements einer NPO
4.3 Entwicklungsphasen und Gestaltungsprinzipien einer NPO auf dem Weg zur lernenden Organisation
4.4 Organisatorische Rahmenbedingungen einer lernenden NPO
4.4.1 In-Formation als Strategie
4.4.2 Erwartungsstrukturen
4.4.3 Personen als Entscheidungen
5 Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Konzepte des organisationalen Lernens in den Kontext von Nonprofit-Organisationen (NPOs) zu übertragen, um deren Management angesichts steigender Anforderungen an Effizienz und Effektivität zu professionalisieren.
2.6.2 Argyris und Schön
Argyris und Schön bedienen sich der Aktionsforschung, die Theorie und Praxis vereint. Der Forscher agiert am Platz des Geschehens, er beobachtet und wird gleichzeitig beobachtet. Die Autoren wollen organisationale Prozesse verbessern und eine lernfreundliche Atmosphäre schaffen, indem sie bereits existierende Aktionstheorien (theories of action) einer Unternehmung ermitteln und neue einführen. Hierbei wird zwischen zwei Arten von Aktionstheorien unterschieden: Den espoused theories, also den vertretenen Theorien und den theories-in-use, den handlungsleitenden Theorien. Die vertretene Theorie ist die „offizielle“ Theorie der Organisation, wie sie in Unternehmensphilosophien und Strategiepapieren zu finden ist. Ihr Zweck ist eine klare, gemeinsame Ausrichtung der Organisation. Die handlungsleitende Theorie ist im Gegensatz die „inoffizielle“ Theorie einer Unternehmung, die nirgends schriftlich zu finden ist, sie enthält die täglich zur Anwendung kommenden Regeln der Arbeitsausführung.
Gemeinsame Erwartungen und gemeinsames Wissen der Organisationsmitglieder, wie z.B. Maßstäbe zur Beurteilung von Erfolg und Misserfolg, sind ihr Inhalt. Es ist die Kommunikation zwischen den Mitgliedern, die individuelle handlungsleitende Theorien zu gemeinschaftlichen Theorien werden lässt, sowie gemeinschaftliche Theorien verändert. Die weitere Annahme der Autoren ist nun, dass es somit auch ein Speichermedium dieser handlungsleitenden Theorien geben muss, wie oben erwähnt sind sie ja im Normalfall nicht niedergeschrieben. Argyris und Schön nennen zwei dieser Speicher: Die private images (Bilder) und organizational maps (Karten). Die in dieser Arbeit bereits angesprochenen mentalen Modelle, die auch in vielen anderen Theorien des organisationalen Lernens von Bedeutung sind, können als die persönlichen Bilder, die jedes Mitglied individuell erzeugt, definiert werden. Organisationale Karten sind allen Mitgliedern zugänglich und tauchen in der Form von Richtlinien oder Diagrammen auf.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, populäre Theorien des organisationalen Lernens auf Nonprofit-Organisationen anzuwenden und erläutert die Relevanz des Themas angesichts gesellschaftlicher Wandelprozesse.
2 Die Theorie einer lernenden Organisation: Dieses Kapitel klärt grundlegende Begriffe wie Organisation, Lernen und organisationales Lernen und stellt wichtige theoretische Ansätze vor, um das Fundament für die weitere Untersuchung zu legen.
3 Die Nonprofit-Organisation (NPO): Hier werden die Begrifflichkeiten, Typologien und Existenztheorien von NPOs detailliert beleuchtet und die wirtschaftliche Bedeutung des Dritten Sektors anhand von Daten und Fakten dargestellt.
4 Die lernende Nonprofit-Organisation: In diesem zentralen Kapitel wird das Konzept der lernenden Organisation auf die spezifischen Rahmenbedingungen von NPOs angewendet, wobei Management-Herausforderungen, Entwicklungsphasen und ein systemtheoretisches Modell diskutiert werden.
5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit für NPOs, sich im Sinne des organisationalen Lernens kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Organisatorisches Lernen, Nonprofit-Organisation, Organisation, Lerntheorien, NPO, Wissensmanagement, Systemtheorie, Organisationsentwicklung, Nonprofit-Sektor, Management, institutionelle Theorie, organisationales Lernen, Third Sector, Professionalisierung, Empowerment
Die Diplomarbeit untersucht die Anwendung von Theorien zum organisationalen Lernen auf Nonprofit-Organisationen, um diesen Sektor angesichts neuer Herausforderungen strategisch zu professionalisieren.
Die Arbeit behandelt die drei Hauptfelder: Theorien der lernenden Organisation, die Struktur und Wesensart von Nonprofit-Organisationen sowie die Synthese beider Gebiete zu einem Modell für eine lernende NPO.
Das Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu schaffen, wie NPOs durch organisationale Lernprozesse und systemtheoretische Gestaltung ihr Überleben und ihre Effektivität sichern können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der systemtheoretischen Modellbildung, um die Übertragbarkeit bekannter Managementkonzepte auf den Nonprofit-Bereich zu prüfen.
Der Hauptteil analysiert verschiedene Lerntheorien (behavioristisch, kognitivistisch, konstruktivistisch) und die Ansätze maßgeblicher Autoren wie Argyris, Schön und Senge im Kontext organisatorischer Strukturen.
Die wichtigsten Begriffe sind Organisatorisches Lernen, NPO-Management, Systemtheorie, Nonprofit-Sektor und Wissensbasis.
Das NPO-Paradoxon beschreibt die Situation, dass eine NPO ihre Existenzberechtigung verliert, sobald sie das Problem, für dessen Lösung sie gegründet wurde, vollständig gelöst hat.
Defensive Routinen sind individuelle oder organisationale Strategien, die versuchen, Handlungen vor notwendigen Veränderungen oder kritischer Reflexion zu schützen und somit das organisationale Lernen behindern.
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