Magisterarbeit, 2007
102 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
1. Autonomie der Lernenden: Ein Konzept und seine Grundlagen
1.1 Begriffsdefinition
1.2 Lerntheoretische Grundlagen
1.2.1 Die kognitive Perspektive des Lernens
1.2.2 Die konstruktivistische Perspektive des Lernens
1.2.3 Die subjektwissenschaftliche Perspektive des Lernens
2. Autonomie der Lernenden im schulischen Lernkontext
2.1 Erweiterte Unterrichtsziele
2.2 Veränderte Rollen von Lernenden und Lehrenden
2.3 Offene Unterrichtsformen und neue Unterrichtsabläufe
2.4 Evaluation des Lern- und Lehrprozesses
3. Lernstrategien als Instrument zur Förderung der Lernerautonomie im DaF-Unterricht
3.1 Das Konzept der Lernstrategie und ihre Rolle im Lernprozess
3.2 Einteilung von Lernstrategien
3.3 Ausgewählte Lernstrategien im Überblick
3.3.1 Direkte (kognitive) Lernstrategien
3.3.1.1 Gedächtnisstrategien
3.3.1.2 Sprachverarbeitungsstrategien
3.3.2 Indirekte Lernstrategien
3.3.2.1 Strategien zur Regulierung des eigenen Lernens
3.3.2.2 Soziale Lernstrategien
3.3.3 Sprachgebrauchsstrategien
3.3.3.1 Vorwissen nutzen
3.3.3.2 Mit allen Mitteln wuchern
3.4 Vermittlung von Lernstrategien
4. Einsatz von Lernstrategien als Hinführung der Lernenden zur Autonomie - Ergebnisse einer Befragung
4.1 Ziel und Anlage der Untersuchung
4.2 Rolle von Lernstrategien im DaF-Unterricht
4.3 Vermittlung von Lernstrategien im unterrichtlichen Kontext
4.4 Anwendung von Lernstrategien im DaF-Unterricht
5. Schlussfolgerungen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin darzustellen, auf welche Weise Lernstrategien als Instrument zur Autonomisierung von Lernenden im Unterricht Deutsch als Fremdsprache (DaF) eingesetzt werden können, um die Eigenverantwortung und Selbststeuerung der Lernenden zu stärken.
1. Autonomie der Lernenden: Ein Konzept und seine Grundlagen
Das Konzept der Lernerautonomie findet schon seit Comenius in der Geschichte der Pädagogik Anwendung. Eine besonders wichtige Rolle spielt dieses Konzept in der Waldorf und Montessoripädagogik. Die Lernerautonomie ist somit nicht nur ein fremdsprachliches Konzept, sondern für alle Fächer als ein allgemeines pädagogisches Konzept gedacht.
Der Begriff der Lernerautonomie wird mit dem Fremdsprachenunterricht verbunden und damit assoziiert man gleichzeitig einen Begriff, der besonders in der Praxis entwickelt worden ist (vgl. Wolff 2002). Einen besonderen Stellenwert erreicht die Lernerautonomie in der Fremdsprachendidaktik, wie in den achtziger Jahren die Begriffe „authentisch oder „kommunikativ“ erreicht haben (vgl. Little 1994:431). In der Fremdsprachendidaktik unterscheidet man verschiedene Konzepte wie „offener Unterricht“, „handelnder Unterricht“, „Projektunterricht“, „freie Arbeit“ oder „praktisches Lernen“ (vgl. van Dick 1991). Das Konzept der Lernerautonomie ist komplex und facettenreich. Seit seiner konzeptuellen Geburt in den siebziger Jahren, unter dem Einfluss von Henri Holec, hat sich das Konzept der Lernerautonomie zunehmend weiterentwickelt (vgl. Martinez 2004). Die Definitionsbildung „Lernerautonomie“ prägten Holec (1981), Allwright (1988) und Wenden (1991). Um sich genauer mit dem Begriff auseinanderzusetzen, sollte zuerst der Begriff der Autonomie des Lernens erfasst werden. Holec bezeichnet Lernerautonomie als eine der erzieherischen Innovationen, die auf der Notwendigkeit beharren, die Freiheit des Individuums zu entfalten. Dabei müssen jedoch die Fähigkeiten gefördert werden, die einen Lernenden dazu befähigen, selbstbestimmt in einer Gesellschaft zu handeln. Holec beschreibt Lernerautonomie als die Fähigkeit, die Verantwortung für sein eigenes Lernen zu übernehmen (vgl. Holec 1981 in Neuner-Anfindsten 2005).
1. Autonomie der Lernenden: Ein Konzept und seine Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Lernerautonomie und stellt dessen theoretische Grundlagen durch kognitive, konstruktivistische und subjektwissenschaftliche Lerntheorien dar.
2. Autonomie der Lernenden im schulischen Lernkontext: Hier wird die Autonomie im schulischen Umfeld analysiert, wobei Ziele, veränderte Rollen, neue Unterrichtsformen sowie die Evaluation des Lehr- und Lernprozesses im Fokus stehen.
3. Lernstrategien als Instrument zur Förderung der Lernerautonomie im DaF-Unterricht: Das Kapitel bietet eine detaillierte Auseinandersetzung mit Lernstrategien, deren Einteilung und Rolle sowie Prinzipien für deren Vermittlung im Unterricht.
4. Einsatz von Lernstrategien als Hinführung der Lernenden zur Autonomie - Ergebnisse einer Befragung: Dieser Abschnitt präsentiert die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung, die den praktischen Einsatz und die Vermittlung von Strategien durch Lehrkräfte beleuchtet.
5. Schlussfolgerungen: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengeführt und die Bedeutung von Lernstrategien für die Förderung der Lernerautonomie abschließend bewertet.
Lernerautonomie, Lernstrategien, DaF-Unterricht, kognitive Lerntheorie, konstruktivistisches Lernen, subjektwissenschaftliche Perspektive, Selbststeuerung, Selbstevaluation, Fremdsprachenerwerb, offene Unterrichtsformen, Lernberichte, Lehrerrolle, Strategievermittlung, Metakognition, Sprachbewusstsein.
Die Arbeit untersucht, wie Lernstrategien als gezieltes Instrument genutzt werden können, um Lernende im Unterricht Deutsch als Fremdsprache zur Autonomie zu führen.
Zentrale Felder sind die theoretischen Grundlagen der Lernerautonomie, die Anwendung im schulischen Kontext, verschiedene Klassifikationen von Lernstrategien sowie deren Vermittlung durch Lehrkräfte.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lernstrategien eingesetzt werden können, damit Lernende ihren Lernprozess eigenverantwortlich steuern und ihre Sprachkenntnisse effektiver erwerben können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer empirischen Studie, in der 60 Lehrerinnen und Lehrer anonym zu ihren Strategien und Ansätzen befragt wurden.
Der Hauptteil behandelt die kognitiven, konstruktivistischen und subjektwissenschaftlichen Grundlagen der Autonomie, die Umsetzung in offenen Unterrichtsformen und eine ausführliche Systematik verschiedener Lernstrategietypen.
Schlüsselbegriffe sind Lernerautonomie, Lernstrategien, DaF-Unterricht, Selbststeuerung und Selbstevaluation.
Offene Unterrichtsformen wie Stationenlernen oder Projektarbeit dienen als organisatorischer Rahmen, um Lernenden mehr Freiraum für eigenständiges Handeln und Reflexion zu geben.
Sie ermöglicht es Lernenden, ihre Fortschritte zu erkennen, Stärken und Schwächen zu reflektieren und den Lernprozess bewusst an ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen.
Sie fördern die Kooperation mit Partnern oder in Gruppen, was für den Spracherwerb essenziell ist, da Sprache ein interpersonales Werkzeug ist.
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