Diplomarbeit, 2007
93 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
2 ANLASS FÜR BEWERTUNGEN
3 VERFAHREN IN DER UNTERNEHMENSBEWERTUNG
4 DUE DILIGENCE (UNTERNEHMENSPRÜFUNG)
4.1 DUE DILIGENCE - BEGRIFF UND INSTRUMENT
4.2 FINANCIAL DUE DILIGENCE - ZIELE UND BEDEUTUNG
5 AUSGEWÄHLTE VERFAHREN ZUR UNTERNEHMENSBEWERTUNG
5.1 DISCOUNTED CASH FLOW - VERFAHREN
5.1.1 Konzeption - Verfahrensbeschreibung und Überblick
5.1.2 Cash Flow
5.1.3 Überblick der Bewertungsansätze im Rahmen der DCF-Verfahren
5.1.3.1 Weighted Average Cost of Capital-Ansatz
5.1.3.2 Total Cash Flow-Ansatz
5.1.3.3 Adjusted Present Value-Ansatz
5.2 MULTIPLIKATOR-VERFAHREN
5.2.1 Konzeption - Verfahrensbeschreibung und Überblick
5.2.2 Multiplikatoren
5.2.2.1 Equity-Multiplikatoren
5.2.2.2 Entity-Multiplikatoren
6 DIE DEFINITORISCHE ABGRENZUNG VON NETTOUMLAUFVERMÖGEN UND NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN IM RAHMEN VON M&A-TRANSAKTIONEN
6.1 VORBEMERKUNGEN
6.2 BILANZEN IN M&A-TRANSAKTIONEN
6.3 NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN (NET DEBT AND DEBT-LIKE ITEMS)
6.3.1 Geldmittel (Cash)
6.3.2 Verbindlichkeiten (Debt)
6.4 NETTOUMLAUFVERMÖGEN (NET WORKING CAPITAL)
6.4.1 Das Working Capital in der betriebswirtschaftlichen Literatur
6.4.2 Das Working Capital für Analysezwecke
7 DARSTELLUNG DER UNTERSCHIEDLICHEN BETRACHTUNG VON BILANZIELLEN SACHVERHALTEN IN ABHÄNGIGKEIT VOM GEWÄHLTEN BEWERTUNGSVERFAHREN
7.1 BEHANDLUNG BESTIMMTER BILANZPOSITIONEN IM RAHMEN VON M&A-TRANSAKTIONEN
7.1.1 Anlagevermögen
7.1.2 Latente Steuern
7.1.3 Buchwert des Eigenkapitals
7.1.4 Erhaltene Anzahlungen
7.1.5 Berücksichtigung von Steuern
7.2 AUSWIRKUNGEN DER ANWENDUNG DER DCF-VERFAHREN ODER DER MULTIPLIKATOR-VERFAHREN AUF DEN CLOSING MECHANISMUS
7.2.1 Was ist ein Closing Mechanismus?
7.2.2 Betrachtung der Bewertungsverfahren auf den Closing Mechanismus
7.3 EXKURS: LOCKED-BOX-MECHANISMUS
7.4 EINFLUSS AUF DIE FINANCIAL DUE DILIGENCE
7.4.1 Definition von Nettofinanzverbindlichkeiten und Working Capital innerhalb der Due Diligence
7.4.2 Auswirkung der Anwendung von DCF-Verfahren gegenüber Multiplikator-Verfahren auf die Financial Due Diligence
7.4.3 Einfluss weiterer Closing Mechanismen auf die FDD
7.4.3.1 Mechanismus in Bezug auf Nettoanlagevermögen
7.4.3.2 Mechanismus in Bezug auf Nettofinanzverbindlichkeiten bzw. Nettoumlaufvermögen
7.4.3.3 Mechanismus in Bezug auf das Locked-Box-Verfahren
8 SCHLUSSBETRACHTUNG
9 ANHANG
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die kritischen definitorischen Abgrenzungskriterien von Net Working Capital und Finanzverbindlichkeiten im Rahmen von Unternehmenstransaktionen zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die Wahl des Bewertungsverfahrens – insbesondere im Vergleich zwischen Discounted Cash Flow-Verfahren und Multiplikator-Verfahren – auf die Behandlung spezifischer Bilanzpositionen auswirkt und welche Konsequenzen dies für den Closing Mechanismus von M&A-Transaktionen hat.
5.1.1 Konzeption - Verfahrensbeschreibung und Überblick
Den Discounted Cash Flow (DCF)-Methoden sind unterschiedliche Verfahren zuzurechnen, die alle auf derselben intellektuellen Grundlage, der modernen amerikanischen Finanzierungstheorie, aufbauen. Diese Aussage ist bereits ein Indiz für die hohe internationale Akzeptanz dieser Methoden, was sich sowohl in der akademischen Lehre als auch in der Bewertungspraxis widerspiegelt. Nachfolgendes Schaubild soll den Zusammenhang der Varianten der DCF-Methoden verdeutlichen und bildet die Grundlage für die weiteren Ausführungen:
Das Bewertungsprinzip mit den Discounted Cash Flow-Verfahren ist grundsätzlich simpel: Überschussgrößen werden auf den Gegenwartswert diskontiert. Mit den DCF-Verfahren wird also der Wert eines Unternehmens durch die Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme (Cash Flows) ermittelt. Nur tatsächlich eingenommenes Geld kann wieder investiert bzw. angelegt werden und Zinsen erwirtschaften. Charakterisierend für die DCF-Verfahren ist die Orientierung an Kapitalmarktparametern, um die Kosten für das erhaltene Eigen- und Fremdkapital zu berechnen. Die Cash Flows umfassen demnach alle Zahlungen des Unternehmens an seine Umwelt, also auch Zahlungen an die Fremdkapitalgeber. Der für die Berechnung benötigte Diskontierungssatz (rGK) setzt sich aus den mit den Kapitalanteilen gewichteten Renditeforderungen der Eigen- (rEK) und Fremdkapitalgeber (rFK) zusammen.
1 EINLEITUNG: Das Kapitel führt in das Problemfeld der Unternehmensbewertung im M&A-Kontext ein und thematisiert die Notwendigkeit einer klaren definitorischen Abgrenzung von Nettoumlaufvermögen und Nettofinanzverbindlichkeiten.
2 ANLASS FÜR BEWERTUNGEN: Es werden die verschiedenen Bewertungsanlässe (z.B. M&A, Börsengänge) erläutert und die Notwendigkeit unterschiedlicher Bewertungsansätze in dominierten vs. nicht dominierten Situationen dargelegt.
3 VERFAHREN IN DER UNTERNEHMENSBEWERTUNG: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Methoden der Unternehmensbewertung, wobei der Fokus auf den zukunftserfolgsorientierten und vergleichsorientierten Verfahren liegt.
4 DUE DILIGENCE (UNTERNEHMENSPRÜFUNG): Hier werden Begriff, Zweck und Instrumente der Due Diligence definiert, mit besonderem Fokus auf die Bedeutung der Financial Due Diligence für die Wertermittlung.
5 AUSGEWÄHLTE VERFAHREN ZUR UNTERNEHMENSBEWERTUNG: Eine detaillierte Analyse der DCF- und Multiplikator-Methoden, inklusive ihrer rechnerischen Herleitung und theoretischen Grundlagen.
6 DIE DEFINITORISCHE ABGRENZUNG VON NETTOUMLAUFVERMÖGEN UND NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN IM RAHMEN VON M&A-TRANSAKTIONEN: Der inhaltliche Kern, der die Besonderheiten der Bilanzierung in Unternehmenstransaktionen und die Abgrenzung von Working Capital und Finanzverbindlichkeiten gegenüber Standardrechnungslegungen (IFRS) adressiert.
7 DARSTELLUNG DER UNTERSCHIEDLICHEN BETRACHTUNG VON BILANZIELLEN SACHVERHALTEN IN ABHÄNGIGKEIT VOM GEWÄHLTEN BEWERTUNGSVERFAHREN: Untersuchung, wie die Wahl des Bewertungsverfahrens die konkrete Behandlung von Bilanzpositionen beeinflusst und welche Auswirkungen dies auf den Closing Mechanismus hat.
8 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Einschätzung der Eignung der Verfahren und Betonung der Notwendigkeit klarer vertraglicher Definitionen in M&A-Transaktionen.
Unternehmensbewertung, M&A-Transaktionen, Due Diligence, Discounted Cash Flow, Multiplikator-Verfahren, Net Working Capital, Nettofinanzverbindlichkeiten, Closing Mechanismus, Enterprise Value, Equity Value, Kapitalkosten, WACC, Financial Due Diligence, Unternehmensprüfung, Bewertungspraxis
Die Arbeit behandelt die kritische Auseinandersetzung mit der Bewertung von Unternehmen im Rahmen von M&A-Transaktionen und die Herausforderung, relevante Bilanzpositionen wie das Working Capital und die Finanzverbindlichkeiten präzise für den Transaktionsprozess abzugrenzen.
Zentrale Felder sind die Anwendung der Discounted Cash Flow-Methode, das Multiplikator-Verfahren, die Durchführung einer Financial Due Diligence sowie die Gestaltung von Closing Mechanismen bei Unternehmenskäufen.
Das Ziel ist es, definitorische Klarheit über wesentliche Einflussgrößen bei einer Unternehmenstransaktion zu schaffen, um so das Konfliktpotenzial bei der Kaufpreisbestimmung zwischen Käufer und Verkäufer zu minimieren.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse der gängigen betriebswirtschaftlichen Bewertungstheorien, ergänzt durch eine strukturierte Untersuchung von Berechnungsschemata und praktischen Fallbeispielen aus der Transaktionsberatung.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung der DCF- und Multiplikator-Methoden, der theoretischen Herleitung von Werten, sowie der kritischen Untersuchung, wie diese Verfahren den Closing Mechanismus und die Bilanzinterpretation beeinflussen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Unternehmensbewertung, M&A, Due Diligence, DCF-Verfahren, Multiplikator-Methode und Working Capital definiert.
Im M&A-Kontext wird das Working Capital transaktionsorientiert definiert (z.B. Ausschluss nicht operativer Posten), um die Finanzkraft und das für den operativen Betrieb notwendige Niveau zu bestimmen, während IFRS-Regelungen strengen, oft abweichenden Bilanzierungsnormen folgen.
Der Closing Mechanismus dient dazu, den vereinbarten Kaufpreis zum Zeitpunkt des wirtschaftlichen Übergangs (Closing) an die tatsächliche Vermögenssituation des Unternehmens anzupassen, da exakte Werte zum Zeitpunkt der Vertragsverhandlung oft noch nicht feststehen.
Es dient als transparentes Verfahren, bei dem ein Stichtag vor der Vertragsunterzeichnung festgelegt wird, um Unsicherheiten hinsichtlich der Wertentwicklung zwischen Signing und Closing zu eliminieren.
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