Diplomarbeit, 2007
65 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Beschreibung von Schäumen
2.1. Elemente der Schaumstruktur
2.2. Der Plateau- Rand
3. Tenside und ihre Eigenschaften
3.1. Funktionsweise der Tenside
3.2. Einfluss der Tenside auf den Schaum
3.3. Tenside in der Lebensmittelindustrie
4. Schäume in der Lebensmittelindustrie
4.1. Schaumstabilisatoren
4.2. Schaumerzeugen in der Lebensmittelindustrie
4.3. Sensorische Wahrnehmung von Schaum
4.4. Anwendungen von Schaum
4.4.1. Milchschaum
4.4.2. Schlagsahne
4.4.3. Speiseeis
4.4.4. Marshmallow
4.4.5. Schäume in der Getränkeindustrie
4.5. Schaum als unerwünschter Faktor
4.5.1. Probleme von Schäumen
4.5.2. Schaumzerstörung und Unterdrückung
5. Praktische Modellierung von Schäumen
5.1. Versuchsaufbau
5.2. Material und Durchführung
5.2.1. Verwendete Geräte und Materialien
5.2.2. Versuchsdurchführung
5.3. Versuchsergebnisse
5.4. Mathematische Untersuchung der Versuchsergebnisse
5.4.1. Hintergrund der mathematisch- statistischen Untersuchung
5.4.2. Durchführung der Untersuchung
5.4.3. Theoretische Grundlagen zu den Berechnungen
5.4.4. Berechnung der Parameter
5.4.5. Numerische Ableitung und Regression
5.4.6. Trennung der Kurvenverläufe
6. Diskussion der Ergebnisse
6.1. Regressionen
6.1.1. Signifikanz der Versuchsparameter
6.2. Trennung von Saisonal- und Zufallskomponente
6.3. Prüfung der Stufentheorie
6.3.1. Relativer Fehler
6.3.2. Varianzanalyse
7. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der physikalischen Eigenschaften von Schäumen und deren mathematisch-statistische Modellierung, insbesondere des Schaumzerfalls, unter Verwendung von experimentellen Daten. Die Arbeit prüft, ob der Zerfallsprozess einem rein exponentiellen Verlauf folgt oder durch eine sogenannte "Stufentheorie" charakterisiert werden kann.
2. Beschreibung von Schäumen
Schäume gehören wie Emulsionen zur Gruppe der dispersen Mehrphasensysteme. In Schäumen sind Blasen (disperse Phase) in einer sie umgebenden Flüssigkeit (kontinuierliche Phase) verteilt.
Schäume können durch chemische Reaktionen, durch das Einleiten eines Gases in eine Flüssigkeit oder durch heftige Bewegungen an der Flüssigkeitsoberfläche erzeugt werden. Sie können aber auch in der freien Natur erzeugt werden zum Beispiel bei Gasemissionen in Moorgebiete oder bei der Zersetzung von organischem Material in einem Wasserbecken, bei grober See, bei Wasserfällen, usw.
Schäume durchlaufen zwei Phasentypen während der Entstehung, einmal den Kugelschaum, und nach der Drainage der Flüssigkeit den Polyederschaum. Ein Beispiel für einen Polyederschaum zeigt Abbildung 1. Wenn der Gasanteil niedrig und die Dicke der flüssigen Phase im Bezug auf die Blasengröße groß ist, nennt man den Schaum „Kugelschaum“, weil die Gasblasen einen runden Erscheinungsbild erweisen, und es keinen direkten Kontakt zwischen den Blasen gibt (siehe Abbildung 8).
1. Einleitung: Einführung in das Thema Schaum, seine Bedeutung in der Lebensmitteltechnik und die wissenschaftliche Fragestellung bezüglich der mathematischen Beschreibung des Schaumzerfalls.
2. Beschreibung von Schäumen: Erläuterung der physikalischen Struktur von Schäumen, der Unterscheidung zwischen Kugel- und Polyederschaum sowie der Prozesse der Schaumbildung.
3. Tenside und ihre Eigenschaften: Detaillierte Darstellung der Wirkungsweise von Tensiden, ihrer Einteilung und ihrer spezifischen Bedeutung für die Lebensmittelindustrie.
4. Schäume in der Lebensmittelindustrie: Untersuchung von Schaumstabilisatoren, Methoden der Schaumerzeugung und Anwendungsbeispiele sowie Problematiken unerwünschter Schaumbildung und deren Unterdrückung.
5. Praktische Modellierung von Schäumen: Beschreibung des experimentellen Aufbaus zur Messung des Schaumzerfalls bei Bier sowie der mathematisch-statistischen Verfahren zur Datenanalyse.
6. Diskussion der Ergebnisse: Vergleich der experimentellen Daten mit den theoretischen Regressionsmodellen und statistische Prüfung der Stufentheorie mittels Varianzanalyse.
7. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, Einschränkungen der Modellierung und ein Ausblick auf die Komplexität des Systems.
Schaum, Schaumzerfall, Dispersion, Tenside, Lebensmitteltechnik, Mathematische Modellierung, Regression, Varianzanalyse, Stufentheorie, Bierschaum, Plateau-Regeln, Oberflächenspannung, Schaumstabilisierung, Disperse Mehrphasensysteme, Experimentelle Datenanalyse
Die Arbeit beschäftigt sich mit der physikalischen Beschaffenheit von Schäumen und untersucht insbesondere mathematische Methoden, um den Schaumzerfallsprozess zu beschreiben und zu modellieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schaumphysik, dem Einfluss von Tensiden, der industriellen Anwendung von Schäumen sowie der statistischen Datenanalyse von Zerfallsprozessen am Beispiel von Bierschaum.
Das Hauptziel ist es zu untersuchen, wie gut ein exponentielles Modell den realen Schaumzerfall beschreibt und ob sich Abweichungen durch eine sogenannte "Stufentheorie" erklären lassen.
Es wird ein experimenteller Ansatz mit Videoanalyse von Bierschaum gewählt, gefolgt von einer numerischen Auswertung mittels Regressionsrechnung und einer statistischen Prüfung durch Varianzanalysen.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zu Schäumen und Tensiden, die detaillierte Darstellung des Experiments sowie die umfangreiche mathematische Auswertung der Messdaten.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Schaumzerfall, Regressionsmodellierung, Stufentheorie, Oberflächenspannung und statistische Varianzanalyse charakterisiert.
Die Stufentheorie ist eine Arbeitshypothese des Verfassers, die davon ausgeht, dass der Schaumzerfall nicht kontinuierlich exponentiell erfolgt, sondern in Stufen, bedingt durch interne Strukturveränderungen wie Flüssigkeitsdrainage und Blasenverschmelzungen.
Bierschaum diente als gut verfügbares, natürliches schäumendes Medium, an dem die Parameter Temperatur und Oberflächenreinheit des Glases unter kontrollierten Bedingungen auf ihren Einfluss auf den Zerfallsprozess untersucht werden konnten.
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