Diplomarbeit, 2007
86 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Polen - ein Standort für die internationale Steuerplanung
1.2. Ziel der Untersuchung
2. Grundlagen des internationalen Steuerrechts
2.1. Definition des Begriffs „Internationales Steuerrecht“
2.2. Rechtsquellen des internationalen Steuerrechts
2.2.1. Das Europäische Gemeinschaftsrecht
2.2.2. Das nationale Außensteuerrecht
2.2.3. Das Recht aus Doppelbesteuerungsabkommen
2.2.4. Sonstige Rechtsquellen
2.3. Prinzipien des internationalen Steuerrechts
2.3.1. Souveränitätsprinzip
2.3.2. Prinzipien zur Abgrenzung der Steuerhoheit
3. Nationale Regelungen zur Behandlung grenzüberschreitender Aktivitäten
3.1. Arten der Steuerpflichten
3.1.1. Unbeschränkte Steuerpflicht
3.1.2. Beschränkte Steuerpflicht
3.2. Mitwirkungs- und Nachweispflichten
3.3. Grundsatz der Verrechnungspreise
3.4. Das Außensteuergesetz
3.4.1. Allgemeines
3.4.2. Berichtigung von Einkünften
3.4.3. Hinzurechnungsbesteuerung
3.5. Das Doppelbesteuerungsabkommen mit Polen
3.5.1. Die Doppelbesteuerung
3.5.2. Das DBA D/PL
3.5.2.1. Betriebsstätte
3.5.2.2. Dividendenbesteuerung
3.6. SEStEG – Das neue Konzept der Entstrickung und Verstrickung
3.6.1. Bisherige Rechtslage
3.6.2. Steuerentstrickung - Neue Regelungen des Einkommensteuergesetzes
3.6.3. Steuerentstrickung -Neue Regelung im Körperschaftsteuergesetz
3.6.4. Verstrickung nach §§ 4 und 6 EStG
4. Das polnische Handelsrecht im Überblick
4.1. Allgemeines
4.2. Grundzüge des polnischen Gesellschaftsrechts
4.2.1. Zweigniederlassungen und Vertretungen
4.2.2. Personengesellschaften
4.2.3. Kapitalgesellschaften
5. Das polnische Steuerrecht im Überblick
5.1. Allgemeines
5.2. Grundzüge des polnischen Körperschaftsteuerrechts
5.2.1. Steuersubjekt
5.2.2. Steuerobjekt
5.2.3. Ermittlung des Einkommens
5.2.3.1. Einnahmen und Erwerbsaufwendungen
5.2.3.2. Korrekturvorschriften aufgrund schuldrechtlicher Beziehungen
5.2.4. Ermittlung der Bemessungsgrundlage und des Steuertarifs
6. Steuerliche Optimierung betrieblicher Aktivitäten in Polen
6.1. Betriebsstätte
6.1.1. Besteuerung bei Gründung
6.1.2. Laufende Besteuerung
6.1.2.1. Erfolgszuordnung
6.1.2.2. Besteuerung des Einkommens
6.1.2.3. Behandlung von Verlusten
6.1.3. Besteuerung bei Beendigung der Geschäftstätigkeit
6.2. Tochterkapitalgesellschaft
6.2.1. Besteuerung bei Beginn der Geschäftstätigkeit
6.2.1.1. Neugründung einer Kapitalgesellschaft
6.2.1.2. Erwerb einer bestehenden Kapitalgesellschaft
6.2.2. Laufende Besteuerung
6.2.2.1. Zuordnung des Erfolges
6.2.2.2. Besteuerung von Gewinnen
6.2.2.3. Behandlung von Verlusten
6.2.3. Basisgesellschaft
6.2.4. Besteuerung bei Beendigung der Geschäftstätigkeit
6.2.4.1. Veräußerung der Anteile an der Tochterkapitalgesellschaft
6.2.4.2. Liquidation
6.3. Fallstudien zur steuerlichen Optimierung
6.3.1. Errichtung einer polnischen Betriebstätte
6.3.2. Beteiligung an einer polnischen Tochterkapitalgesellschaft
6.3.3. Auswertung der Fallstudien
7. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial zur steuerlichen Optimierung für deutsche Kapitalgesellschaften durch die Verlagerung betrieblicher Aktivitäten nach Polen. Sie analysiert die steuerlichen Rahmenbedingungen beider Länder sowie die Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf die Gesamtsteuerbelastung, um Handlungsempfehlungen für Unternehmen abzuleiten.
3.3. Grundsatz der Verrechnungspreise
Verrechnungspreise sind Wertansätze für Güter und Dienstleistungen, die innerhalb eines Unternehmens oder eines Unternehmensverbunds ausgetauscht werden. Während der Marktpreis ein Ergebnis des Zusammenspiels von Angebot und Nachfrage im freien Wettbewerb ist, ergibt sich der Verrechnungspreis aus einer zweckorientierten Bewertung der Leistungen verbundener Unternehmen.
Vereinbarungen über Verrechnungspreise können sowohl zwischen Unternehmen innerhalb eines Staates als auch zwischen Unternehmen unterschiedlicher Staaten getroffen werden. Wird der Verrechnungspreis für die Bewertung von Lieferungen und Leistungen zwischen rechtlich selbständigen Gesellschaften eines internationalen Konzerns verwendet und stellt dieser den tatsächlich geschuldeten Preis dar, wird er als Konzernverrechnungspreis bezeichnet. Aufgrund der gestalterischen und planerischen Funktion der Verrechnungspreise auf den Gewinn innerhalb des Konzerns, haben sie eine besondere steuerliche Bedeutung.
Mit Hilfe der Konzernverrechnungspreise kann das internationale Steuergefälle für eine optimale Gewinnplanung genutzt werden. Die nationalen Finanzverwaltungen stehen vor der Notwendigkeit, zur Sicherung des Steueranspruches die Verrechnungspreise auf ihre steuerliche Angemessenheit zu überprüfen. Zur Beurteilung der Angemessenheit von Verrechnungspreisen dient der Grundsatz des „dealing at arm´s length“. Hinsichtlich des jeweiligen Geschäfts muss ein Fremdvergleich vorgenommen werden. Maßgebend dafür ist, welche Aufwendungen ein fremder Dritter hätte (Fremdpreis). Für die Ermittlung der Angemessenheit von Verrechnungspreisen kommen verschiedene Prüfungsmethoden in Betracht. Im Folgenden werden drei international anerkannte Prüfungsmethoden, die Standardmethoden, vorgestellt:
1. Einleitung: Beschreibt die Globalisierung und das Interesse deutscher Unternehmen an Polen als Investitionsstandort aufgrund niedrigerer Steuerlasten.
2. Grundlagen des internationalen Steuerrechts: Definiert die Begriffe, Rechtsquellen und Prinzipien der internationalen Besteuerung sowie die Rolle von Doppelbesteuerungsabkommen.
3. Nationale Regelungen zur Behandlung grenzüberschreitender Aktivitäten: Erläutert Steuerpflichten, Mitwirkungspflichten, Verrechnungspreise, das Außensteuergesetz und neue Konzepte zur Entstrickung.
4. Das polnische Handelsrecht im Überblick: Gibt eine Übersicht über polnische Gesellschaftsformen und die rechtlichen Rahmenbedingungen für ausländische Investoren.
5. Das polnische Steuerrecht im Überblick: Stellt die Grundzüge der polnischen Körperschaftsteuer, Einnahmenermittlung und Korrekturvorschriften vor.
6. Steuerliche Optimierung betrieblicher Aktivitäten in Polen: Untersucht die steuerliche Wahl zwischen Betriebsstätte und Tochterkapitalgesellschaft anhand von Fallstudien.
7. Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Attraktivität Polens für deutsche Investitionen.
Internationale Steuerplanung, Doppelbesteuerung, Polen, Betriebsstätte, Tochterkapitalgesellschaft, Außensteuergesetz, Verrechnungspreise, Körperschaftsteuer, SEStEG, Steuerentstrickung, Unternehmensinvestitionen, Mittelständische Unternehmen, Gewinnverlagerung, Schachtelprivileg, Quellensteuer
Die Arbeit analysiert, wie deutsche Kapitalgesellschaften ihre Steuerlast durch die Verlagerung von Aktivitäten nach Polen optimieren können.
Es behandelt das internationale Steuerrecht, polnisches Handels- und Steuerrecht, Verrechnungspreise sowie die steuerlichen Aspekte bei Gründung und Betrieb einer polnischen Einheit.
Das Ziel ist die Untersuchung der steuerlichen Optimierungsmöglichkeiten durch eine Verlagerung nach Polen und die Darstellung der Besteuerung deutscher Investitionen dort.
Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturrecherche zu den gesetzlichen Grundlagen und eine vergleichende Analyse mittels Fallstudien zur Bestimmung der Gesamtsteuerbelastung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung nationaler Rechtsgrundlagen (Deutschland/Polen), spezifischer Steuergesetze und den Vergleich der Investitionsformen Betriebsstätte versus Tochtergesellschaft.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Internationale Steuerplanung, Polen, Betriebsstätte, Tochterkapitalgesellschaft, Außensteuergesetz und Verrechnungspreise.
Die Wahl hat unterschiedliche Auswirkungen auf die Gewinnermittlung, die steuerliche Abschirmung von Gewinnen und die steuerliche Belastung bei Gewinnausschüttung.
Das SEStEG führt neue Regelungen zur Steuerentstrickung und Steuerverstrickung ein, die für den Transfer von Wirtschaftsgütern zwischen Deutschland und Polen von zentraler Bedeutung sind.
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