Diplomarbeit, 1995
70 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.1. Ausgangslage
1.2. Problemstellung
1.3. Gang der Untersuchung
2. Notwendigkeit zur Unternehmensneuausrichtung
3. Die"Vorreiter" des Reengineering
3.1. Total Quality Management (TQM)
3.2. Lean Management
4. Konzeption des Reengineering
4.1. Die acht grundlegenden Prinzipien
4.1.1. Prozessorientiertes Denken
4.1.2. Kundenorientierung
4.1.3. Quantitative und meßbare Ziele
4.1.4. Radikale Reorganisation
4.1.4.1. Optimale Breite des Wandels
4.1.4.2. Optimale Tiefe des Wandels
4.1.4.3. Optimale Geschwindigkeit des Wandels
4.1.5. Lernende Organisation
4.1.6. Prozessmanagement
4.1.7. Reengineering-Organisation
4.1.7.1. Der "Leader"
4.1.7.2. Das Reengineering-Team
4.1.7.3. Die Aufgabenteams
4.1.8. Change Management
5. Modell zur Planung und Durchführung des Reengineering
5.1. Die Vorbereitungsphase
5.2. Die Redesignphase
5.3. Die Implementierungsphase
5.4. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess
6. Die Rolle der Informationstechnologie
7. Das neue Rollenverständnis des Managers in prozessgetriebenen Organisationen
8. Business Reengineering: Ein neues Management- und Organisationskonzept?
9. Thesenförmige Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Managementkonzept des Business Reengineering vor dem Hintergrund sich wandelnder Wettbewerbsbedingungen. Ziel ist es, das Konzept in den Kontext bestehender Ansätze wie Total Quality Management und Lean Management einzuordnen, die theoretischen Grundlagen sowie Vorgehensmodelle darzulegen und kritisch zu hinterfragen, ob es sich um einen radikal neuen Ansatz oder eine Weiterentwicklung bestehender Organisationsphilosophien handelt.
4.1.1. Prozessorientiertes Denken
Business Reengineering überwindet die traditionelle, funktionsorientierte Betrachtungsweise von Unternehmen und ist - ausgehend von den Bedürfnissen der Kunden - auf abteilungsübergreifende Abläufe (Geschäftsprozesse) ausgerichtet (vgl. Abb. 4, Anhang S. VI).
Das bisher erfolgreiche, analytische und rein funktionale, strukturelle Denken reicht zur Bewältigung gegenwärtiger Herausforderungen nicht mehr aus. Erhöhte Komplexität und Dynamik machen ein ganzheitliches, prozessorientiertes Denken notwendig. Nur so ist gewährleistet, daß Prozesse analysiert, hinterfragt und im Sinne eines ganzheitlichen, durchgängigen, effizienten, ziel- und kundenorientierten Flusses neu gestaltet werden können.
Die bisher traditionelle Strukturorientierung gliedert ein Ganzes nach logischen Gesichtspunkten in Teile und äußert sich in der Denkweise: je präziser eine vorgegebene Struktur, desto besser fällt das Ergebnis aus.
Dies ist jedoch ein Trugschluß: Prozesse sind nicht durch Strukturierung zu disziplinieren, damit sie nicht außer Kontrolle geraten. Struktur ist nur ein Hilfsmittel. Je freier ein Prozess fließt, desto innovativer und kreativer wird gearbeitet. Die Befolgung von Regeln und Strukturen schafft Abhängigkeiten, Schnittstellen, macht für Neues blind und tötet jegliche Flexibilität. Das Optimum zwischen Struktur- und Prozessorientierung liegt in einer Synthese aus beidem, indem man Prozesse fließen läßt und Struktur als Ordnungshilfsmittel einsetzt.
Um ein prozessorientiertes Denken zu erreichen, hat sich das reine Strukturdenken wie folgt zu verändern:
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage durch veränderte Wettbewerbsbedingungen und definiert die Problemstellung sowie den Untersuchungsrahmen.
2. Notwendigkeit zur Unternehmensneuausrichtung: Erläutert, warum traditionelle, hierarchisch-funktionale Organisationsstrukturen aufgrund ihrer Trägheit gegenüber Marktanforderungen obsolet geworden sind.
3. Die"Vorreiter" des Reengineering: Untersucht die Wurzeln des Reengineering in der Organisationslehre sowie in Konzepten wie Total Quality Management und Lean Management.
4. Konzeption des Reengineering: Detailliert die acht grundlegenden Prinzipien, die das Fundament für das Business Reengineering bilden.
5. Modell zur Planung und Durchführung des Reengineering: Beschreibt den strukturierten Prozess in drei Phasen von der Vorbereitung über das Redesign bis zur Implementierung sowie den kontinuierlichen Verbesserungsprozess.
6. Die Rolle der Informationstechnologie: Analysiert IKT als zentrales Instrument für die Neugestaltung und effiziente Umsetzung von Geschäftsprozessen.
7. Das neue Rollenverständnis des Managers in prozessgetriebenen Organisationen: Beleuchtet die Transformation der Führungsrolle vom "Macher" zum "Coach" bzw. "Change Agent" in dezentralen Strukturen.
8. Business Reengineering: Ein neues Management- und Organisationskonzept?: Führt eine kritische Würdigung durch, ob Reengineering eine eigenständige Innovation darstellt.
9. Thesenförmige Zusammenfassung: Fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit in prägnanten Thesen zusammen.
Business Reengineering, Prozessorientierung, Geschäftsprozess, Lean Management, Total Quality Management, Kundenorientierung, Organisationsentwicklung, Informationstechnologie, Change Management, Unternehmensneuausrichtung, Prozessmanagement, Radikale Reorganisation, Prozessziele, Wertschöpfungskette, Lernende Organisation.
Die Arbeit analysiert das Managementkonzept des Business Reengineering als Antwort auf verschärfte globale Wettbewerbsbedingungen und die daraus resultierende Notwendigkeit radikaler struktureller Veränderungen in Unternehmen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Prozessorientierung, den organisatorischen Voraussetzungen für Wandel, der Integration von Informations- und Kommunikationstechnologie sowie der Neudefinition der Managementrolle.
Das Hauptziel besteht darin zu klären, was Reengineering inhaltlich ausmacht, wie es sich von Vorreiter-Konzepten unterscheidet und ob es sich um eine echte Neuerung oder lediglich eine Umformulierung alter Managementideen handelt.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, den Vergleich verschiedener Managementphilosophien und die Aufarbeitung praktischer Vorgehensmodelle aus der betriebswirtschaftlichen Diskussion.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Vorstellung der acht Prinzipien des Reengineering, ein konkretes Phasenmodell zur Umsetzung sowie die Analyse der Bedeutung von IKT und der veränderten Managerrolle.
Wesentliche Begriffe sind Prozessorientierung, Business Reengineering, Kundenorientierung, radikale Reorganisation, Change Management und Lernende Organisation.
Während Reengineering radikale "Quantensprünge" durch eine Tabula-rasa-Neugestaltung anstrebt, verfolgt TQM eher kontinuierliche inkrementale Verbesserungen (Kaizen) auf Basis bestehender Strukturen.
Die Führungskraft fungiert nicht mehr primär als Anweiser und Kontrolleur, sondern entwickelt sich zum Trainer, Berater und "Change Agent", der den Rahmen für selbstständiges Handeln der Mitarbeiter schafft.
Radikalität bezeichnet die Abkehr von oberflächlichen Anpassungen hin zu einer fundamentalen Neugestaltung der Geschäftsprozesse, um die Leistungsgrößen wie Kosten und Zeit maßgeblich zu optimieren.
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