Examensarbeit, 2007
73 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Offener Unterricht
2.1 Charakteristika von Offenem Unterricht
2.2 Entstehungsgeschichte des Offenen Unterrichts
2.3 Begründung des Offenen Unterrichts
2.4 Ziele des Offenen Unterrichts
2.5 Rahmenbedingungen des Offenen Unterrichts
2.6 Formen des Offenen Unterrichts
2.6.1 Projektunterricht
2.6.2 Wochenplanarbeit
2.6.3 Freiarbeit
2.6.4 Werkstattunterricht
2.6.5 Stationenlernen
3. Verkehrs- und Mobilitätserziehung in der Grundschule
3.1 Die historische Entwicklung der Verkehrs- und Mobilitätserziehung
3.2 Die Empfehlung der Kultusministerkonferenz vom 07.07.1972
3.3 Die Empfehlung der Kultusministerkonferenz vom 17.06.1994
3.4 Aufgaben und Ziele der Verkehrs- und Mobilitätserziehung
3.4.1 Sicherheitserziehung
3.4.2 Sozialerziehung
3.4.3 Umwelterziehung
3.4.4 Gesundheitserziehung
3.5 Inhalte, Methoden und Umfang in der Grundschule
3.6 Zusammenarbeit der Schulen mit außerschulischen Institutionen
3.7 Mobilitätserziehung in den Richtlinien
4. Der Schulweg
4.1 Veränderte Kindheit im Straßenverkehr
4.2 Kinder als Verkehrsteilnehmer
4.3 Straßenverkehrsunfälle im Kindesalter
4.4.1 Schulwegunfallgeschehen
4.4.2 Schulbusunfallgeschehen
4.4 Ursachen für Verkehrsunfälle im Kindesalter
4.5 Unfallpräventionen
5. Die EVAG als Beispiel für die Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Institutionen
5.1 Das pädagogische Konzept – „EVAG macht Schule“
5.2 Betriebsführung
5.3 Mobilitätserziehung und -beratung
5.4 EVAG macht Theater
5.5 Haltestellenpatenschaften
5.6 Unterrichtsmaterialien
6. Das Bus- und Bahntraining an der Alfriedschule
6.1 Schule und Umgebung
6.2 Klassensituation
6.3 Planung der Unterrichtsstunde
6.4 Ablauf des Bus- und Bahntrainings
6.4.1 Theoretische Stunde
6.4.2 Praktische Übungen auf dem Betriebshof
6.4.3 Die Rallye
6.4.4 Das Quiz
6.5 Unterrichtsvorschläge zum Thema Bus und Bahn
7. Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Mobilitätserziehung durch die Anwendung offener Unterrichtsformen effektiv in der Grundschule vermittelt werden kann, um den Schulweg für Kinder sicherer zu gestalten und ein verantwortungsbewusstes Verkehrsverhalten zu fördern.
4.2 Kinder als Verkehrsteilnehmer
„Leben heißt: sich bewegen! In einer Welt des individuellen, globalen und digitalen Austauschs ist Mobilität ein besonders prägnantes Merkmal der menschlichen Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung.“
In der heutigen Gesellschaft haben Kinder eine Vielzahl von Möglichkeiten sich fortzubewegen. Dabei wird zwischen motorisierten und nichtmotorisierten Möglichkeiten der Verkehrsteilnahme unterschieden. Zu den motorisierten Varianten zählen zum Beispiel das Mitfahren im Pkw oder das Nutzen öffentlicher Verkehrsmittel. Auf nichtmotorisierter Weise können sich Kinder zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Inlinern fortbewegen.
Kinder legen etwa 18 bis 35 % ihrer täglichen Wege zu Fuß zurück. Im Jahr 2000 legten 56% der Grundschulkinder alleine oder zusammen mit anderen Kindern ihren Schulweg zurück. Dies ist besonders von den Verkehrsverhältnissen vor Ort abhängig. So laufen Kinder in Gebieten mit einer geringen Verkehrsdichte bis zu 89 % alleine zu ihrer Schule.
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommen etwa 13 % der Grundschulkinder sowie 40 % der Schüler aus der Sekundarstufe I zur Schule. Da die öffentlichen Verkehrsmittel zu den sichersten Fortbewegungsarten zählen, sollte die Nutzung dieser Verkehrsform bereits im Kindesalter gefördert werden.
Das Fahrrad ist bei den Kindern ein sehr beliebtes Verkehrsmittel. Je nach Alter und Wohnort werden etwa 26 bis 44 % der täglichen Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt. Auf dem Weg zur Schule wird das Fahrrad je nach Jahreszeit zwischen 19 bis 40 % benutzt.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die veränderten Lebensbedingungen von Kindern durch den zunehmenden Straßenverkehr und begründet die Notwendigkeit der Mobilitätserziehung im schulischen Kontext.
2. Offener Unterricht: Dieses Kapitel definiert den Offenen Unterricht als alternative Form zum Frontalunterricht und erläutert dessen Merkmale, Geschichte, Ziele sowie verschiedene Umsetzungsformen wie Projekt- und Werkstattunterricht.
3. Verkehrs- und Mobilitätserziehung in der Grundschule: Der Abschnitt analysiert die historische Entwicklung, die offiziellen Empfehlungen der Kultusministerkonferenz sowie die verschiedenen Erziehungsziele wie Sicherheits-, Sozial-, Umwelt- und Gesundheitserziehung.
4. Der Schulweg: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit der veränderten Kindheit im Straßenverkehr, den Unfallstatistiken bei Kindern und den spezifischen Ursachen für Verkehrsunfälle im Kindesalter auseinander.
5. Die EVAG als Beispiel für die Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Institutionen: Hier wird das Kooperationsmodell der Essener Verkehrs-AG (EVAG) und deren pädagogisches Konzept „EVAG macht Schule“ detailliert vorgestellt.
6. Das Bus- und Bahntraining an der Alfriedschule: Das Kapitel beschreibt praxisnah die Durchführung eines Bus- und Bahntrainings für eine vierte Klasse, inklusive theoretischer Vorbereitung, praktischer Übungen auf dem Betriebshof und einer begleitenden Rallye.
7. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Notwendigkeit einer frühzeitigen und praxisorientierten Mobilitätserziehung und plädiert für einen höheren Stellenwert dieser Themen im Schulunterricht.
Mobilitätserziehung, Offener Unterricht, Verkehrserziehung, Grundschule, Schulweg, Unfallprävention, Verkehrssicherheit, Öffentlicher Personennahverkehr, EVAG, Bus- und Bahntraining, Verkehrsteilnehmer, Kindheit, Sozialerziehung, Umwelterziehung, Gesundheitserziehung.
Die Arbeit befasst sich mit der Integration von Mobilitätserziehung in den Grundschulunterricht durch offene Unterrichtsformen, um Kindern einen sicheren Umgang mit dem öffentlichen Nahverkehr zu vermitteln.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des Offenen Unterrichts, die historische und inhaltliche Entwicklung der Verkehrserziehung sowie die praktische Analyse des Unfallgeschehens und von Präventionsmaßnahmen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie wichtig Verkehrs- und Mobilitätserziehung ist und wie sie durch eine Öffnung des Unterrichts möglichst effektiv an Grundschüler vermittelt werden kann.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit der praxisnahen Beschreibung und Evaluation eines konkreten Projekts (Bus- und Bahntraining der EVAG).
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block zum Offenen Unterricht und zur Verkehrserziehung sowie einen praktischen Block, der am Beispiel der EVAG zeigt, wie Kooperationen zwischen Schulen und Verkehrsbetrieben funktionieren.
Wesentliche Begriffe sind Mobilitätserziehung, Unfallprävention, Offener Unterricht, Schulwegsicherheit und die Zusammenarbeit zwischen Schule und Verkehrsunternehmen.
Das Training setzt auf das Prinzip „Learning by doing“, bei dem Schüler nicht nur theoretische Regeln lernen, sondern reale Verkehrssituationen im Bus und auf dem Betriebshof praktisch erproben.
„ALLbert“ ist ein Außerirdischer aus den Unterrichtsmaterialien der EVAG, der die Schüler motivierend durch das Thema begleitet und ihnen hilft, die korrekte Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln zu verstehen.
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