Magisterarbeit, 2005
110 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Geschichte des Begriffs der Inneren Sicherheit
2.1 Sicherheit
2.2 Innere Sicherheit
2.3 Informationelle Selbstbestimmung
3. Politisch-Parlamentarische Debatte
3.1. Erklärungen der Bundesregierung und der Bundestagsfraktionen zum 11. September 2001
3.2. `Antiterrorpaket 1´
Erste Maßnahmen zur Terrorbekämpfung nach dem 11. September 2001
3.3. Debatte über die Terrorismusbekämpfung
3.3.1. Bundesregierung
3.3.2. Bundestag
Beurteilung der Ausgangslage
Kriterien für die Terrorismusbekämpfung
Fraktionsübergreifende Kooperation
Kontroverse über Bundeswehreinsatz im Inneren
Einführung einer neuen Kronzeugenregelung
Positionen zum Datenschutz
Positionen zur Lockerung des Bankgeheimnisses
`Verdacht´ versus `Beweis´
Versuch der Union, die Bundesregierung zu spalten
Verhältnis von Freiheit und Sicherheit
Debattenführung
3.3.3. Bundesrat
767. Sitzung des Deutschen Bundesrates am 27.9.2001
768. Sitzung des Deutschen Bundesrates am 19.10.2001
769. Sitzung des Deutschen Bundesrates am 9.11.2001
770. Sitzung des Deutschen Bundesrates am 30.11.2001
771. Sitzung des Deutschen Bundesrates am 20.12.2001
Zusammenfassung der Debatte im Deutschen Bundesrat
3.3.4. Vermittlungsausschuss
3.4. `Antiterrorpaket 2´
3.4.1 Maßnahmen
Vereinsrecht
Biometrische Ausweismerkmale
Sicherheitsüberprüfungen
Geheimdienste
Bundeskriminalamt
Bundesgrenzschutz
Ausländerrecht
Asylverfahren
Ausländerzentralregister
Europäischer Haftbefehl
3.5 Parteien
3.5.1 SPD
3.5.2 Bündnis 90/DIE GRÜNEN
3.5.3 CDU/CSU
3.5.4 FDP
3.5.5 PDS
3.5.6 Positionen der Parteien im Überblick
3.6 Fazit
4. Bewertung und Kritik
4.1 Kritik an Eilverfahren
4.2 Verhältnis von Freiheit und Sicherheit
4.3 Verfehlung der Kriterien
4.4 Trennung von Polizei und Nachrichtendiensten
4.5 Sicherheitsüberprüfungen
4.6 Biometrische Ausweismerkmale
4.7 Rasterfahndung
4.8. Verschärfte Ausländerüberwachung
4.9. Fazit
5. Schluss
Diese Magisterarbeit analysiert die politisch-parlamentarische Debatte über Innere Sicherheit in der Bundesrepublik Deutschland, die unmittelbar durch die Terroranschläge vom 11. September 2001 ausgelöst wurde. Dabei wird untersucht, wie die Bundesregierung, der Bundestag und der Bundesrat auf die neue Bedrohungslage reagierten, welche gesetzgeberischen Maßnahmen (insbesondere die Antiterrorpakete) verabschiedet wurden und wie sich die Positionen der verschiedenen politischen Parteien in diesem Prozess entwickelten.
3.1. Erklärungen der Bundesregierung und der Bundestagsfraktionen zum 11. September 2001
Einen Tag nach den Anschlägen in den Vereinigten Staaten geben der Bundeskanzler, der Außenminister und die im Bundestag vertretenen Fraktionen in der 186. Sitzung des 14. Deutschen Bundestages am 12.9.2001 Erklärungen zum 11. September 2001 ab.
Alle Redner betonen die Besonderheit der Terroranschläge und ihre Fassungslosigkeit angesichts dieser Ereignisse.
Bundeskanzler Schröder (SPD): „Der gestrige 11. September 2001 wird als ein schwarzer Tag für uns alle in die Geschichte eingehen. Noch heute sind wir fassungslos angesichts eines nie da gewesenen Terroranschlags.“ (Deutscher Bundestag, 186. Sitzung, 12.9.2001)
Bundesaußenminister Fischer (Bündnis 90/DIE GRÜNEN): „Wir sind fassungslos und entsetzt über die Terrorangriffe auf New York und Washington.“ (ebd.)
1. Einleitung: Einführung in das Thema der politisch-parlamentarischen Debatte über Innere Sicherheit nach dem 11. September 2001 in Deutschland und Begrenzung des Untersuchungszeitraums.
2. Geschichte des Begriffs der Inneren Sicherheit: Historische Herleitung und Begriffsbestimmung von Sicherheit, Innere Sicherheit und informationeller Selbstbestimmung im Kontext der staatlichen Entwicklung.
3. Politisch-Parlamentarische Debatte: Untersuchung des parlamentarischen Diskurses im Bundestag und Bundesrat sowie der Entstehung der Antiterror-Gesetzespakete.
4. Bewertung und Kritik: Systematisierte Darstellung der Kritik an den neuen Sicherheitsgesetzen durch Politikwissenschaftler, Experten und NGOs, insbesondere hinsichtlich der Rechtsstaatlichkeit.
5. Schluss: Zusammenfassendes Fazit über die Auswirkungen der Antiterror-Gesetzgebung auf das Demokratieverständnis und die Bürgerrechte in Deutschland.
Innere Sicherheit, 11. September 2001, Antiterrorpaket, Terrorismusbekämpfung, Grundgesetz, Bundestag, Bundesrat, Bürgerrechte, Rechtsstaat, informationelle Selbstbestimmung, Sicherheitsgesetze, Überwachungsstaat, Datenschutz, parlamentarische Debatte, politische Parteien.
Die Arbeit untersucht die politische und parlamentarische Auseinandersetzung in Deutschland über das Thema „Innere Sicherheit“ als direkte Folge der Terroranschläge vom 11. September 2001.
Im Zentrum stehen die gesetzgeberischen Reaktionen der Bundesregierung, die Debatten im Bundestag und Bundesrat, sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Balance zwischen Freiheit und Sicherheit.
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Differenzen der Parteien aufzuzeigen und zu analysieren, wie die neuen Gesetze zur Terrorabwehr die Rechtsstaatlichkeit beeinflussen.
Der Verfasser nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse der parlamentarischen Protokolle, ergänzt durch eine Auswertung von Fachliteratur und Stellungnahmen zivilgesellschaftlicher Akteure.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Debatten um die "Antiterrorpakete", die Rolle der Geheimdienste, den Schutz sensibler Daten und die Kontroverse um den Bundeswehreinsatz im Inneren.
Zentrale Begriffe sind Innere Sicherheit, Antiterrorpaket, Rechtsstaat, Bürgerrechte und informationelle Selbstbestimmung.
Das Gericht fungiert als wichtige Instanz für den Schutz des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung gegenüber staatlichen Eingriffen durch neue Sicherheitsgesetze.
Der Autor kritisiert, dass eine notwendige kritische mediale Auseinandersetzung mit den Gesetzesänderungen weitgehend ausgeblieben ist und stattdessen die Sicherheitsrhetorik dominierte.
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