Diplomarbeit, 2007
93 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Untersuchungsziel
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen des Pricings
2.1 Begriff und Gegenstand dynamischen Pricings
2.1.1 Begriffliche Kennzeichnung der Preispolitik
2.1.2 Abgrenzung und Charakterisierung zentraler preispolitischer Begriffe
2.2 Stellenwert und Entwicklung der Preispolitik
2.3 Determinanten der Preisbildung
2.4 Ansatzpunkte zur Preisbestimmung
2.5 Grundlagen der klassischen Preistheorie
2.5.1 Marktformen und grundsätzliche Verhaltensweisen
2.5.2 Das Konzept der Preisabsatzfunktion
2.5.3 Gewinnoptimaler Preis bei statischer Betrachtung
3 Pricing und Wettbewerb
3.1 Die Rolle des Preises in der Wettbewerbsstrategie
3.2 Bedarf und Beschaffung von Konkurrenzinformationen
3.3 Wettbewerber-Interaktion durch Signaling
3.4 Prognose über das Verhalten der Wettbewerber
3.4.1 Spieltheoretischer Prognoseansatz
3.4.2 Prognoseansatz durch interne und externe Expertenschätzung
3.5 Ursache und Verhinderungsmöglichkeit von Preiskriegen
4 Dynamische Betrachtung des Pricings
4.1 Abgrenzung zum Pricing unter statischen Bedingungen
4.2 Determinanten des dynamischen Pricings
4.2.1 Zielfunktionsdynamik
4.2.2 Marktdynamik
4.2.2.1 Lebenszyklusdynamik
4.2.2.2 Wettbewerbsdynamik
4.2.3 Kostendynamik: Erfahrungskurve und Lernraten
4.3 Die dynamische Preisabsatzfunktion
4.3.1 Preisänderungswirkungen
4.3.2 Carryover-Effekte
4.3.3 Dynamische Preiselastizitäten
4.4 Preispolitische Strategien
5 Optimale Pricing-Strategie im dynamischen homogenen Oligopol bei erwartetem nicht-kooperativem Konkurrenzverhalten
5.1 Einführung in die Simulation
5.1.1 Untersuchungsobjekt und bisherige Forschung
5.1.2 Charakteristika von Industriegütermärkten und absatzpolitische Besonderheiten in der chemischen Industrie
5.2 Das Erklärungsmodell
5.2.1 Ausgangspunkte des Modells
5.2.2 Dynamische Preisabsatzfunktion des Kollektivmonopols
5.2.3 Dynamische Preisabsatzfunktion im Oligopol
5.2.4 Gewinnanalyse nach Markteintritt des Konkurrenten
5.3 Optimierung der Preisstrategie
5.3.1 Prognose der Konkurrenzreaktion
5.3.2 Umweltbezogene Einflussfaktoren auf die Preisstrategie
5.3.3 Preisstrategieoptionen und Optimalstrategie
5.3.4 Auswirkungen unterschiedlicher Parameterkonstellationen auf die Optimalstrategie
5.4 Strategische preispolitische Implikationen
6 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die komplexen interdependenten Wirkungszusammenhänge zwischen Nachfrage- und Wettbewerberverhalten im Pricing zu systematisieren und für eine langfristig gewinnoptimale strategische Preispolitik zu nutzen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Ableitung einer optimalen Preisstrategie in einem dynamischen Oligopol mit Markteintritt eines nicht-kooperativen Konkurrenten.
3.3 Wettbewerber-Interaktion durch Signaling
Trotz eines möglichen umfassenden Informationspools über die Konkurrenz, sind deren Reaktionen generell mit hoher Unsicherheit behaftet. Preisabsprachen oder vertragliche Vereinbarungen würden diese Unsicherheit erheblich reduzieren, sind aber in den meisten Ländern durch die Wettbewerbsgesetze verboten.
Um diese Verbote zu umgehen, hat sich die Verhaltensweise des Signaling (competitive market signaling) herausgebildet. Porter (2004) definiert es wie folgt: „A market signal is any action by a competitor that provides a direct or indirect indication of its intentions, motives, goals, or internal situation“ (Porter, M. E., 2004, S. 75).
Es gibt allerdings neuere Auffassungen des Signaling, welche darunter die Interpretation der Aktion durch das reagierende Unternehmen verstehen (vgl. Heil, O. P., Schunk, H., 2003, S. 8). Ziel des Signaling kann beispielsweise das Abhalten potenzieller Wettbewerber vom Eintritt in den Markt sein. Über Presse, Funk, Fernsehen und neue Medien können zukünftige Preissenkungen und somit indirekt der Preisdruck des Marktes kommuniziert werden. Eine weitere Motivation zum Aussenden von Signalen ist die Aufforderung der Konkurrenz zum gleichgerichteten Verhalten, beispielsweise bei Preiserhöhungen. Hier werden meist Begründungen hervorgebracht, welche sowohl bei den Konkurrenten das Bewusstsein der Notwendigkeit, als auch bei den Kunden das Verständnis für die Maßnahme fördern sollen (vgl. Simon, H., 1992, S. 231).
1 Einleitung: Beschreibt die Bedeutung der Preispolitik und definiert das Ziel, die komplexen Wirkungszusammenhänge für eine effektivere Preisstrategie zu systematisieren.
2 Grundlagen des Pricings: Vermittelt das theoretische Fundament, von der begrifflichen Einordnung bis hin zur klassischen Preistheorie und den verschiedenen Ansätzen der Preisbestimmung.
3 Pricing und Wettbewerb: Behandelt die Rolle des Preises in der Wettbewerbsstrategie, die Beschaffung von Konkurrenzinformationen sowie Prognosemethoden und Strategien zur Preiskriegvermeidung.
4 Dynamische Betrachtung des Pricings: Systematisiert dynamische Einflussgrößen wie Marktdynamik, Kostendynamik und carryover-Effekte, um eine Erweiterung der klassischen Preisabsatzfunktion zu entwickeln.
5 Optimale Pricing-Strategie im dynamischen homogenen Oligopol bei erwartetem nicht-kooperativem Konkurrenzverhalten: Integriert die theoretischen Ansätze in ein Simulationsmodell für den Markt der chemischen Industrie, um langfristig gewinnoptimale Preisstrategien abzuleiten.
6 Schlussbetrachtung und Ausblick: Fasst die Kernerkenntnisse zusammen und kommentiert die Chancen und Herausforderungen für das dynamische Pricing in der Praxis.
Dynamisches Pricing, Preispolitik, Oligopol, Preisabsatzfunktion, Wettbewerbsstrategie, Preiskrieg, Preiselastizität, Produktlebenszyklus, Gewinnmaximierung, chemische Industrie, Konkurrenzverhalten, Markteintritt, Signaling, Preisstrategie, Modellsimulation.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Optimierung von Preisstrategien unter Berücksichtigung dynamischer Marktveränderungen und Wettbewerbseinflüssen.
Zentrale Felder sind die Systematisierung der Preisbildung, die Analyse von Wettbewerbsinteraktionen und der Einfluss zeitlicher Dimensionen auf die Preisabsatzfunktion.
Das primäre Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das eine langfristig gewinnoptimale Preisstrategie in einem dynamischen Oligopol bei Markteintritt eines nicht-kooperativen Konkurrenten ermöglicht.
Die Arbeit kombiniert theoretische Analysen der Preistheorie mit der Entwicklung eines entscheidungsorientierten Simulationsmodells für den Markt der chemischen Industrie.
Der Hauptteil analysiert die dynamischen Determinanten, entwickelt eine erweiterte dynamische Preisabsatzfunktion und führt eine Gewinnoptimierung mittels Simulation durch.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören dynamisches Pricing, Oligopol, Preisabsatzfunktion, Wettbewerbsstrategie und Gewinnmaximierung.
Signaling wird als Instrument beschrieben, um ohne explizite Preisabsprachen Wettbewerber zu beeinflussen und ungewollte Preiskriege zu vermeiden.
Die chemische Industrie dient als realistisches Umfeld für relativ homogene Produkte, um die Auswirkungen von Markteintritten auf das Preisniveau und die Gewinnrelationen zu demonstrieren.
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