Bachelorarbeit, 2007
48 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen
2.1. Soziologische Theorie sozialpolitischer Intervention
2.2. Theorie der kulturellen Leitbilder
2.2.1. Grundlegende Kategorien: Geschlechter – Arrangement, Geschlechterkultur und Geschlechterordnung
2.2.2. Institutionen und Handlungsfelder der Geschlechterordnung
2.2.3. Geschlechterkulturelle Modelle als Grundlage für die Klassifizierung von Geschlechter – Arrangements
2.3. Zusammenfassung
3. Methodische Probleme beim Ost – West – Vergleich
4. Politische Rahmenbedingungen beider deutscher Staaten
4.1. Familienpolitische- und Frauenpolitische Leitbilder der DDR und BRD
4.1.1. BRD
4.1.2. DDR
4.2. Familienpolitische Maßnahmen
4.2.1. BRD
4.2.2. DDR
4.3. Umsetzung der Leitbilder und Zielvorstellungen in der Realität
4.3.1. Demographische Entwicklungen beider deutscher Staaten
4.3.2. Zusammenfassung
5. Rahmenbedingungen der Erwerbstätigkeit
5.1. Arbeitsmarkt
5.1.1. Art der Beschäftigung
5.1.2. Entlohnung
5.2. Erwerbsverhalten von Männern und Frauen
5.3. Weibliche Erwerbsbiographien
5.4. Motivation der Frauen
6. Zusammenhang zwischen sozialpolitischen Interventionen und kulturellen Leitbildern in DDR und BRD in Bezug auf die Frauenerwerbstätigkeit und die Fertilität
6.1. Zusammenführung der theoretischen Ansätze
6.2. Übertragung der theoretischen Ansätze auf das Verhältnis von Frauenerwerbstätigkeit und Fertilität in der DDR und BRD
7. Fazit und Ausblick
8. Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Frauenerwerbstätigkeit auf die Fertilität in der DDR und BRD in den 1970er und 1980er Jahren. Dabei wird analysiert, wie unterschiedliche staatliche Rahmenbedingungen, familienpolitische Maßnahmen und gesellschaftliche kulturelle Leitbilder die Lebensentscheidungen von Frauen beeinflussten und in welchem Spannungsfeld zwischen Beruf und Familie diese agierten.
1. Einleitung
Die vorliegende Arbeit ist darauf ausgerichtet, darzustellen, wie sich die Frauenerwerbstätigkeit auf die Fertilität in der alten Bundesrepublik (BRD) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in den 1970er und 1980er Jahren ausgewirkt hat. Dabei muss jedoch immer beachtet werden, dass sowohl die Erwerbstätigkeit als auch die Fertilität nicht ohne die Einbeziehung anderer Faktoren betrachtet werden können, sondern nur im Kontext der in einer Gesellschaft bestehenden Vorstellungen darüber wie unter anderem die Familie, die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung und die staatlichen Rahmenbedingungen miteinander in Verbindung stehen und so die Lebensbedingungen von Individuen beeinflussen.
Diese Darstellung soll verdeutlichen, wie konfliktreich der Versuch der Vereinbarung zweier Lebensbereiche, die jeweils verschiedene und zum Teil sich ausschließende Anforderungen an die Individuen stellen, sein kann. In Bezug auf die hier angestrebte Untersuchung der Frauenerwerbstätigkeit und deren Einfluss auf die Fertilität von Frauen der beiden deutschen Staaten in den 1970er und 1980er Jahren wird in der Wissenschaft häufig argumentiert, dass ein negativer Zusammenhang zwischen den beiden Parametern besteht (Vgl. Kreyenfeld 2004, S. 18; Engelhardt/ Kögel/ Prskawetz 2001, S. 3).
1. Einleitung: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit, den Einfluss der Frauenerwerbstätigkeit auf die Fertilität in DDR und BRD in den 70er und 80er Jahren unter Berücksichtigung soziopolitischer Faktoren zu untersuchen.
2. Theoretischer Rahmen: Einführung der soziologischen Theorie sozialpolitischer Intervention nach Kaufmann sowie der Theorie der kulturellen Leitbilder nach Pfau-Effinger zur Analyse der gesellschaftlichen Einflüsse.
3. Methodische Probleme beim Ost – West – Vergleich: Erläuterung der Herausforderungen bei der Nutzung statistischer Daten für einen Vergleich zwischen den zwei verschiedenen deutschen Staatssystemen.
4. Politische Rahmenbedingungen beider deutscher Staaten: Analyse der familien- und frauenpolitischen Leitbilder sowie der konkreten staatlichen Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in DDR und BRD.
5. Rahmenbedingungen der Erwerbstätigkeit: Betrachtung der Arbeitsmarktsituation, der Art der Beschäftigung, Entlohnung sowie der weiblichen Erwerbsbiographien und Motivationslagen in beiden Staaten.
6. Zusammenhang zwischen sozialpolitischen Interventionen und kulturellen Leitbildern in DDR und BRD in Bezug auf die Frauenerwerbstätigkeit und die Fertilität: Synthese der theoretischen Ansätze und Übertragung auf das Verhältnis von Erwerbstätigkeit und Fertilität in den beiden deutschen Staaten.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Erkenntnis, dass Sozialpolitik zur Unterstützung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unzureichend ist, wenn sie kulturelle Gegebenheiten und individuelle Lebensrealitäten ignoriert.
8. Literaturverzeichnis: Auflistung der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur.
Frauenerwerbstätigkeit, Fertilität, DDR, BRD, Familienpolitik, Frauenpolitik, Sozialpolitik, Geschlechterrolle, Vereinbarkeit, Erwerbsbiographie, Arbeitsmarkt, Kulturelle Leitbilder, Geburtenrate, Geschlechterordnung, Sozialstaat.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Erwerbstätigkeit von Frauen und der Fertilität in der ehemaligen Bundesrepublik (BRD) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) während der 1970er und 1980er Jahre.
Zentral sind der Vergleich der familienpolitischen Leitbilder beider Staaten, die Auswirkungen dieser Politik auf die Erwerbsbiographien von Frauen sowie die daraus resultierenden demographischen Entwicklungen.
Das Ziel ist es zu untersuchen, welche Faktoren das Verhältnis von Frauenerwerbstätigkeit und Fertilität beeinflussten und wie staatliche Rahmenbedingungen in den beiden deutschen Teilstaaten auf dieses Verhältnis einwirkten.
Es wird ein theoretischer Ansatz gewählt, der die "Soziologische Theorie sozialpolitischer Intervention" nach Kaufmann mit der "Theorie der kulturellen Leitbilder" von Pfau-Effinger verknüpft, um den Ost-West-Vergleich auf einer soliden wissenschaftlichen Basis durchzuführen.
Im Hauptteil werden die politischen Rahmenbedingungen, familienpolitische Maßnahmen, die Arbeitsmarktsituation und die spezifischen Erwerbsbiographien von Frauen sowie deren Motivationen in der DDR und BRD analysiert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Frauenerwerbstätigkeit, Fertilität, Familienpolitik, Vereinbarkeit, Geschlechterordnung und kulturelle Leitbilder.
Während die DDR eine explizite pronatalistische Familienpolitik verfolgte, um Frauen zur Steigerung der Produktivität in den Arbeitsprozess zu integrieren, fokussierte die BRD eher auf eine Politik, die traditionelle Familienmodelle indirekt förderte und Wahlfreiheit propagierte.
Kulturelle Leitbilder sind entscheidend, da sie festlegen, welche Bereiche für die gesellschaftliche Integration von Männern und Frauen als angemessen angesehen werden und somit maßgeblich die individuelle Entscheidung für oder gegen eine Erwerbstätigkeit beeinflussen.
Die Vergleichbarkeit war aufgrund unterschiedlicher statistischer Datenerhebungen, differierender Definitionen bei ähnlichen Begriffen und der selektiven Informationspolitik der DDR-Behörden erschwert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

