Magisterarbeit, 2005
105 Seiten, Note: 1,30
1. Einleitung
2. Der ökonomische Wohlfahrtsbegriff
2.1. Wohlfahrtssteigerung durch Arbeitsteilung und Handel
2.2. Problematik der Wohlfahrtsdefinition
2.3. Zwischenfazit
3. Freihandelstheorien
3.1. Absolute Produktionsvorteile nach Adam Smith
3.2. Komparative Produktionsvorteile nach David Ricardo
3.2.1. Wohlfahrtssteigerung durch Freihandel
3.2.2. Annahmen des Ricardo-Modells
3.3. Komparative Vorteile nach Heckscher-Ohlin
3.3.1. Das Neo-Faktorproportionentheorem
3.3.2. Das Stolper-Samuelson-, Faktorpreisausgleichs- und Rybczynski-Theorem
3.4. Zwischenfazit
4. Mexikanische Wirtschaftspolitik im Wandel
4.1. Von der Importsubstitution zum Freihandel
4.2. Zwischenfazit
5. Die Nafta
5.1. Ziele Mexikos
5.2. Der Nafta-Vertragstext
5.2.1. Abbau der Zölle
5.2.2. Abbau nicht-tarifärer Handelshemmnisse
5.3. Zwischenfazit
6. Die wirtschaftliche Entwicklung Mexikos seit 1994
6.1. Peso-Krise
6.2. Direktinvestitionen
6.3. Bruttoinlandsprodukt und Handelsvolumen
6.4. Handelsdiversifizierung
6.5. Die Maquiladora-Industrie
6.5.1. Die Maquiladora-Industrie vor 1994
6.5.2. Die Maquiladora-Industrie nach 1994
6.5.3. Exkurs: Umweltbelastung in Mexiko
6.6. Der Agrarsektor
6.7. Zwischenfazit
7. Wohlfahrtsveränderung durch die Nafta
7.1. Arbeitsplätze
7.2. Produktivität
7.3. Löhne
7.4. Einkommensverteilung
7.5. Zwischenfazit
8. Schluss
Diese Arbeit untersucht den Einfluss des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) auf die ökonomische Wohlfahrtsentwicklung in Mexiko, basierend auf klassischen und neoklassischen Freihandelstheorien. Ziel ist es, die Hypothese eines positiven Effekts der Handelsliberalisierung auf die mexikanische Wohlfahrt anhand ausgewählter ökonomischer Indikatoren zu überprüfen.
3.1. Absolute Produktionsvorteile nach Adam Smith
Adam Smith, der „Vater der klassischen Volkswirtschaftslehre“, kritisierte Zölle, da diese seiner Meinung nach schlecht für die Volkswirtschaft seien. Allerdings – und das wird in wirtschaftswissenschaftlichen Lehrbüchern oft verschwiegen – befürwortete Smith primär Investitionen im eigenen Land. Direkt nach denen in Fußnote 78 zitierten Ausführungen folgt in Smiths Buch die wahrscheinlich berühmteste Metapher der Wirtschaftswissenschaften, von der allerdings nur die wenigsten wissen, dass sie im Zusammenhang mit dem Außenhandel gebraucht wurde.
„Tatsächlich fördert er [jeder einzelne] in der Regel nicht bewusst das Allgemeinwohl, noch weiß er wie hoch der eigene Beitrag ist. Wenn er es vorzieht, die nationale Wirtschaft anstatt die ausländische zu unterstützen, denkt er eigentlich nur an die eigene Sicherheit und wenn er dadurch die Erwerbstätigkeit so fördert, daß ihr Ertrag den höchsten Wert erzielen kann, strebt er lediglich nach eigenem Gewinn. Und er wird in diesem wie auch in vielen anderen Fällen von einer unsichtbaren Hand geleitet, um einen Zweck zu fördern, den zu erfüllen er in keiner Weise beabsichtigt hat.“
Investitionen im Inland sind für Smith vorteilhafter für Investoren, weil sie dadurch ihr Kapital im Blick haben und die Landesgesetze kennen. Außerdem betont Smith stets, dass Investoren nur dann im Inland investieren, wenn sie dadurch den gleichen oder nahezu gleichen Gewinn wie bei einer Investition im Ausland erhalten würden. Deswegen kommt Smith zu folgender Erkenntnis:
„Ein Familienvater, der weitsichtig handelt, folgt dem Grundsatz, niemals selbst etwas herzustellen versuchen, was er sonstwo billiger kaufen kann. So sucht der Schneider, seine Schuhe nicht selbst zu machen, er kauft sie vielmehr beim Schuhmacher. Dieser wiederum wird nicht eigenhändig seine Kleider nähen, sondern lässt sie vom Schneider anfertigen. [...] Was aber für das Verhalten einer einzelnen Familie vernünftig ist, kann für das eines mächtigen Königreichs kaum töricht sein. Kann uns also ein anderes Land eine Ware liefern, die wir selbst nicht billiger herzustellen imstande sind, dann ist es für uns einfach vorteilhafter, sie mit einem Teil unserer Erzeugnisse zu kaufen, die wir wiederum günstiger als das Ausland herstellen können.“
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und der Hypothese, dass die NAFTA einen positiven Einfluss auf die ökonomische Wohlfahrtsentwicklung in Mexiko hatte.
2. Der ökonomische Wohlfahrtsbegriff: Klärung der theoretischen Grundlagen von Wohlfahrt, deren Definitionsprobleme und die Auswahl geeigneter Indikatoren zur Untersuchung.
3. Freihandelstheorien: Erläuterung der klassischen und neoklassischen Theorien, die den Wohlfahrtsgewinn durch Freihandel begründen.
4. Mexikanische Wirtschaftspolitik im Wandel: Analyse der Abkehr von der Importsubstitution hin zur wirtschaftlichen Öffnung als Voraussetzung für die NAFTA.
5. Die Nafta: Darstellung des Vertragswerks, der Ziele und der geplanten Mechanismen zum Abbau von Handelshemmnissen.
6. Die wirtschaftliche Entwicklung Mexikos seit 1994: Untersuchung der wirtschaftlichen Indikatoren und sektoraler Entwicklungen nach dem NAFTA-Beitritt.
7. Wohlfahrtsveränderung durch die Nafta: Empirische Überprüfung des Wohlfahrtseffekts anhand der festgelegten Indikatoren und kritische Bilanzierung.
8. Schluss: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Bestätigung der Wohlfahrtssteigerung trotz partieller Verluste.
NAFTA, Mexiko, Freihandel, Wohlfahrtsökonomie, Adam Smith, David Ricardo, Heckscher-Ohlin-Modell, Direktinvestitionen, Beschäftigung, Handelsbilanz, Importsubstitution, Globalisierung, Produktivität, Einkommensverteilung, Reallöhne.
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) auf die ökonomische Wohlfahrtsentwicklung in Mexiko seit 1994 unter Einbeziehung ökonomischer Theorien.
Die zentralen Felder umfassen die Freihandelstheorien, die historische Entwicklung der mexikanischen Wirtschaftspolitik, die Auswirkungen der NAFTA auf Investitionen, Handel, Beschäftigung und die Einkommensverteilung.
Die Forschungsfrage lautet, welchen Einfluss die NAFTA auf die ökonomische Wohlfahrtsentwicklung in Mexiko hatte, geprüft unter Berücksichtigung klassischer und neoklassischer Freihandelstheorien.
Die Arbeit nutzt eine theoretische fundierte Analyse, die ökonomische Modelle auf die empirische Realität Mexikos anwendet und Daten vor und nach dem NAFTA-Beitritt vergleicht.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Wohlfahrtsbegriff, Freihandelstheorien), die Kontextualisierung der mexikanischen Wirtschaftspolitik sowie eine detaillierte Analyse der Auswirkungen des NAFTA-Vertrags auf verschiedene Wirtschaftsindikatoren.
Wichtige Begriffe sind NAFTA, Mexiko, Freihandel, komparative Vorteile, Wohlfahrtssteigerung, Direktinvestitionen und industrielle Produktivität.
Mexiko betrieb bis in die 1980er Jahre eine Politik der Importsubstitution, schottete sich ab und wandelte sich dann nach einer schweren Schuldenkrise radikal hin zu einer wirtschaftsliberalen Ausrichtung.
Die NAFTA stärkte die Maquiladora-Industrie als exportorientierten Motor, führte jedoch auch zu Abhängigkeiten von US-Märkten und zeigte Schwächen bei der Integration in die lokale Binnenwirtschaft.
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