Diplomarbeit, 2007
50 Seiten, Note: 2,0
Diese Diplomarbeit untersucht das Phänomen der adversen Selektion auf Versicherungsmärkten. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen des Problems zu beleuchten und verschiedene Gleichgewichtskonzepte unter asymmetrischer Informationsverteilung zu analysieren. Dabei werden die Auswirkungen von Informationsasymmetrien auf das Marktgleichgewicht, die Effizienz und die Allokation von Ressourcen untersucht.
Das erste Kapitel führt in das Thema ein und skizziert den Aufbau der Arbeit. Im zweiten Kapitel werden die grundlegenden theoretischen Konzepte der Entscheidungstheorie und der Versicherungsökonomie erläutert. Das dritte Kapitel analysiert das Marktgleichgewicht unter symmetrischer Informationsverteilung, während das vierte Kapitel die Auswirkungen von asymmetrischer Informationsverteilung und adverser Selektion auf das Marktgleichgewicht untersucht. Es werden verschiedene Gleichgewichtskonzepte vorgestellt und die Konsequenzen für die Effizienz des Marktes diskutiert. Das fünfte Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bewertet die Relevanz der analysierten Themen für die Praxis.
Adverse Selektion, Versicherungsmärkte, Informationsasymmetrie, Bernoulli-Prinzip, Risikoeinstellungen, Marktgleichgewicht, Gleichgewichtskonzepte, Second-Best-Optimum, Staatliche Regulierung.
Adverse Selektion tritt auf, wenn Versicherungsnehmer ihre individuellen Risiken besser kennen als der Versicherer. Da risikoreiche Personen eher Versicherungen abschließen, kann dies zu Markteffizienzen und steigenden Prämien führen.
Dies beschreibt eine Situation, in der eine Marktseite (der Versicherungsnehmer) über Informationen verfügt, die der anderen Seite (dem Versicherer) nicht zugänglich sind, etwa die tatsächliche Schadeneintrittswahrscheinlichkeit.
Das Bernoulli-Prinzip dient als Grundlage zur Entscheidungsfindung unter Risiko. Es erklärt, warum risikoscheue Individuen bereit sind, eine Prämie zu zahlen, die über dem statistischen Erwartungswert liegt, um finanzielle Sicherheit zu erlangen.
Ein Nash-Gleichgewicht liegt vor, wenn kein Akteur seine Strategie einseitig zum eigenen Vorteil ändern kann. Ein trennendes Gleichgewicht (Self-Selection) entsteht, wenn Versicherer Tarife anbieten, die Kunden dazu bringen, ihr wahres Risiko durch die Wahl des Deckungsgrades preiszugeben.
Aufgrund von Marktversagen durch adverse Selektion kann der Staat eingreifen, um eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen oder eine interne Subventionierung zwischen verschiedenen Risikogruppen zu ermöglichen.
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