Rezension / Literaturbericht, 2001
4 Seiten, Note: "-"
1. Theoretische Leitlinien
2. Kleingruppenaktivitäten und Gesundheitszirkelansatz
3. Grundmodell eines Gesundheitszirkelansatzes
4. Projektmanagement
5. Bewertung der Gesundheitszirkel
Die Arbeit analysiert das Konzept der Gesundheitszirkel als Instrument der betrieblichen Gesundheitsförderung. Das Ziel besteht darin, darzulegen, wie durch partizipative Ansätze und einen strukturierten Organisationswandel arbeitsbedingte Belastungen reduziert und die Produktqualität sowie das Betriebsklima verbessert werden können.
Gesundheit im Betrieb. Ein Literaturbericht über Gesundheitszirkel
In medizin- und sozialgeschichtlicher Perspektive knüpft Public Health (auch: Bevölkerungsmedizin oder Gesundheitswissenschaften) an eine ganzheitliche Vision von Gesundheit als Lebensqualität an. Zum Verständnis von Gesundheit wird Abschied genommen von einem bio-medizinischen Reduktionismus. So fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit Sitz in Genf (Schweiz) seit über 50 Jahren einen multifaktoriellen bzw. mehrdimensionalen Gesundheitsbegriff.
"Health is therefore not simply a matter of biology, but involves a number of factors that are social, cultural, political, and economic in nature".
Konkrete Felder der Gesundheit sind die Umwelt, Lebensweisen, Humanbiologie und die Systeme der Gesundheitsversorgung. Ansätze zur Übersetzung dieses Gesundheitsbegriffes liegen nunmehr auch in Deutschland vor. Seit ca. 25 Jahren ist eine Public-Health-Bewegung in Forschung und Lehre, Gesundheits- und Sozialmanagement zu beobachten. Dabei wird Public Health definiert als die "Analyse, Bewertung und Organisation von Gesundheitsproblemen in der Bevölkerung und ihrer Verhinderung bzw. Bekämpfung mit angemessenen, wirksamen und ökonomisch vertretbaren Mitteln".
Auch die betriebliche Gesundheitspolitik hat in diesen "Feldern der Gesundheit" ihren systematischen Ort. Die Betriebsorganisation, so Bernhard Badura, steht in enger Beziehung mit der Zufriedenheit und Gesundheit ihrer Arbeitnehmer. Die betriebliche Gesundheitsförderung ist sowohl hinsichtlich des Krankenstandes wie hinsichtlich der Arbeitszufriedenheit auch ein betriebswirtschaftliches Korrelate der Produktqualität; insofern ist sie in den Regelkreis des Qualitätsmanagements integriert.
1. Theoretische Leitlinien: Dieses Kapitel erörtert die konzeptionellen Grundlagen und die Notwendigkeit eines Wandels der tayloristisch orientierten Arbeitsorganisation hin zu einer stärkeren Beteiligung der Beschäftigten.
2. Kleingruppenaktivitäten und Gesundheitszirkelansatz: Hier werden verschiedene Modelle wie das Düsseldorfer und Berliner Modell vorgestellt und deren Bedeutung für die Stressbewältigung sowie das Betriebsklima analysiert.
3. Grundmodell eines Gesundheitszirkelansatzes: Dieses Kapitel definiert die Rollen der Beteiligten sowie die zentralen Aufgabenbereiche von der Belastungsdokumentation bis zum Vorschlagswesen.
4. Projektmanagement: Die Autoren skizzieren die operative Umsetzung, von der Projektstruktur und Betriebsvereinbarung bis hin zur Ergebnispräsentation im Unternehmen.
5. Bewertung der Gesundheitszirkel: Abschließend wird der Nutzen der Gesundheitszirkel für die Organisation sowie deren Voraussetzungen für eine nachhaltige betriebliche Gesundheitsförderung reflektiert.
Gesundheitszirkel, Betriebliche Gesundheitsförderung, Public Health, Arbeitsorganisation, Organisationswandel, Arbeitszufriedenheit, Fehlzeitenreduktion, Stressbewältigung, Partizipation, Qualitätsmanagement, Sozialmedizin, Betriebsklima, Produktqualität, Gesundheitsmanagement, Ressourcenentfaltung.
Die Arbeit behandelt den Einsatz von Gesundheitszirkeln als zentrales Element der betrieblichen Gesundheitsförderung zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Mitarbeitergesundheit.
Die Themen umfassen Public-Health-Konzepte in Betrieben, Modelle der Kleingruppenaktivitäten, Projektmanagement im Gesundheitsbereich und die Verknüpfung von Mitarbeitergesundheit mit ökonomischer Produktqualität.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch die Einbeziehung der Beschäftigten (Betroffene zu Beteiligten machen) gesundheitsförderliche Strukturen im Betrieb etabliert und dauerhaft verankert werden können.
Es handelt sich um einen fundierten Literaturbericht, der sozialepidemiologische Daten sowie betriebssoziologische und managementorientierte Ansätze analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Leitlinien, die Vorstellung verschiedener Zirkelmodelle, die Definition des Grundmodells für die Praxis sowie das notwendige Projektmanagement.
Wichtige Begriffe sind Gesundheitszirkel, Organisationswandel, Partizipation, Betriebsklima und Prävention.
Während das Berliner Modell stärker mitarbeiterorientiert konzipiert ist, versteht sich das Düsseldorfer Modell aus einer konfliktsoziologischen Perspektive als ein "runder Tisch" aller relevanten Parteien.
Die Beschäftigten wandeln sich durch das Konzept von passiven Objekten zu legitimierten Beteiligten, die aktiv zur Diagnose von Belastungen und zur Entwicklung von Verbesserungsvorschlägen beitragen.
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