Diplomarbeit, 2007
140 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Abgrenzung der Aufgabenstellung
1.2 Ziel und Aufbau
2 Lernen und Lehren
2.1 Lerntheorien
2.2 Lerntypen und Lernstrategien
2.3 Lernziele und Lernformen
2.4 Didaktik
2.5 Zusammenfassung
3 E-Learning
3.1 Definition
3.2 Sichtweisen
3.3 Eigenschaften, Anforderungen und Chancen
4 Die didaktische Konzeption eines WBTs
4.1 Voraussetzungen
4.2 Relevante Parameter der didaktischen Gestaltung
4.3 Gestalterische Prinzipien
4.4 Vorgehensmodelle und der Faktor Zeit
4.5 Betreuung
5 Umsetzung
5.1 Vorstellung des Projekts
5.1.1 Modul und Lernziele
5.1.2 Lernplattform
5.1.3 Vorgaben
5.1.4 Zielgruppe
5.2 Vorgehensweise bei der Realisierung
5.2.1 Zeitrahmen und Aufgabengliederung
5.2.2 Exemplarische Entwicklung und Aufbau eines WBTs
5.2.3 Zusätzliche Angebote
6 Evaluation
6.1 Erkenntnisse aus Autorensicht
6.1.1 Qualifikation der WBT-Autoren
6.1.2 Qualität der WBTs
6.1.3 Eignung der Lehr- und Lernumgebung
6.2 Erkenntnisse aus Nutzersicht
6.2.1 Methodik der zu Grunde liegenden Untersuchung
6.2.2 Ergebnisse
7 Schluss
7.1 Zusammenfassung und Handlungsempfehlungen
7.2 Ausblick
Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, einen Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion über E-Learning zu leisten, indem der gesamte Prozess von der lerntheoretischen Fundierung bis hin zur praktischen Umsetzung und Evaluation einer Web-Based-Training-Serie für die universitäre Ausbildung integrativ betrachtet wird. Dabei steht die didaktische Perspektive im Mittelpunkt, um fundierte Implikationen für die Gestaltung und Nutzung digitaler Lernmedien abzuleiten.
2.1 Lerntheorien
Warum und was lernen Menschen? Kein anderes Lebewesen nutzt Lernen so exzessiv. Die Begründung liegt in der Evolution. Zusätzliches Lernen ist reiner Instinktsteuerung als Alternative überlegen. Eine Anpassung an die Umwelt ist nicht durch Selektion über mehrere Generationen hinweg notwendig, sondern kann während der Lebensphase einer Generation erfolgen. Die überlegene Nutzung des Lernens hat dem Menschen einen evolutionären Vorteil gebracht. Lernen ist mehr als das im allgemeinen Sprachgebrauch darunter verstandene Aneignen und Speichern von Wissen. Der Erwerb und die Modifikation von Verhalten sind ebenfalls dem Lernen zuzuordnen.
Lerntheorien wollen erklären wie Menschen lernen und betrachten dafür den Vorgang des Lernens. Sie lassen sich meist den drei übergeordneten Bereichen Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus zuordnen, die inhaltlich jeweils aufeinander aufbauen.
Der Behaviorismus begreift Lernen als das Ergebnis von Reaktionen (Responses) auf äußere Reize (Stimuli). Angeborene Reaktionen auf Reize in Form von Reflexen gehören nicht dazu. Wenn allerdings eine bestehende Reaktion für einen neuen, ursprünglich neutralen Reiz übernommen wird, ist dies ein Lernmechanismus. Das erste Experiment dazu betraf das Fressverhalten von Hunden. Futter anzubieten als Reiz löste bei Hunden automatisch Speichelproduktion als Reaktion aus. Ein Glockenklang als Reiz sorgte nicht dafür. Als der Glockenklang als zusätzlicher Reiz aber lange genug vor jeder Fütterung erfolgte, reichte dann auch der Glockenklang alleine für die gleiche Reaktion wie die Fütterung selbst. Dieses Lernen von neuen Reizen als Signale wird als klassische Konditionierung bezeichnet.
1 Einführung: Die Arbeit grenzt die Aufgabenstellung ab und erläutert die Zielsetzung sowie den inhaltlichen Aufbau der Untersuchung.
2 Lernen und Lehren: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Grundlage, indem es zentrale Lerntheorien, Lerntypen und didaktische Konzepte behandelt.
3 E-Learning: Es werden Definitionsansätze, verschiedene Sichtweisen sowie spezifische Anforderungen und Chancen des E-Learnings analysiert.
4 Die didaktische Konzeption eines WBTs: Hier wird ein beispielhaftes Schema für die Konzeption von WBTs entwickelt, inklusive Voraussetzungen, gestalterischer Prinzipien und Betreuungsaspekten.
5 Umsetzung: Dieses Kapitel beschreibt die praktische Realisierung einer WBT-Serie für das Modul EBWL, von der Projektplanung bis zur technischen Umsetzung.
6 Evaluation: Die Arbeit präsentiert eine kritische Evaluation der WBT-Serie, aufgeschlüsselt in Erkenntnisse aus Autoren- und Nutzersicht.
7 Schluss: Die zentralen Ergebnisse werden zusammengefasst und mit Handlungsempfehlungen sowie einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen ergänzt.
E-Learning, Web-Based-Training, Didaktisches Design, Lerntheorien, Hochschulausbildung, EBWL, Nutzerevaluation, Projektmanagement, Instruktionsdesign, Lernerfolg, Didaktik, Online-Lernen, Blended Learning, Wissensmanagement, Evaluation.
Die Arbeit untersucht den Einsatz von E-Learning in der universitären Ausbildung, konkret anhand von Web-Based-Trainings (WBTs) für das Modul "Einführung in die Betriebswirtschaftslehre" an der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Die Themen umfassen die lerntheoretischen Grundlagen, die didaktische Konzeption von Online-Lernmodulen, das Management solcher E-Learning-Projekte sowie die kritische Evaluation der Lehrinhalte und der Lernumgebung.
Das Ziel ist es, einen Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion zu leisten, indem alle Phasen des E-Learning-Einsatzes – von der Theorie über die didaktische Planung bis hin zur praktischen Evaluation – integrativ betrachtet werden, um fundierte Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Aufarbeitung mit einer praktischen Implementierung (Prototyping) sowie einer empirischen Untersuchung (Nutzerevaluation) bei 330 Studierenden, inklusive quantitativer statistischer Analysen mittels Faktoren- und Regressionsanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Didaktik des E-Learnings und einen praktischen Teil, der die konkrete Umsetzung der WBT-Serie sowie die anschließende Auswertung der Autorensicht und der Nutzerbefragung detailliert dokumentiert.
Wichtige Begriffe sind E-Learning, Web-Based-Training (WBT), Didaktik, Didaktisches Design, Lernerfolg, Evaluation, Nutzersicht, Hochschulausbildung und Blended Learning.
Im Gegensatz zu vielen anderen Arbeiten bricht diese Untersuchung nicht nach der Bereitstellung der WBTs ab, sondern analysiert auch die Phase des praktischen Betriebs sowie die Perspektive der Autoren, was einen ganzheitlichen Erkenntnisgewinn ermöglicht.
Der Autor argumentiert, dass technische Möglichkeiten allein nicht ausreichen. Das Didaktische Design wird als der zentrale Kern betrachtet, an dem sich der Erfolg eines Bildungsmediums messen lassen muss, um eine nachhaltige Problemlösung zu gewährleisten.
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