Bachelorarbeit, 2007
124 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Soziolinguistik
2.1. „Jugendsprach(en)forschung“
2.2. Zugehörigkeit des Themas zur Jugendsprachforschung
3. Jugend((sub)kulturen)forschung
3.1. HipHop
3.1.1. Die Anfänge
3.1.2. HipHop in Deutschland – Deutschrap
4. Das Korpus
4.1. Charakterisierung der Raptexte
4.1.1. Sprachliche Orientierung
4.2. Korpuserstellung
4.2.1. Hinweise zur Systematik des Korpus
4.3. Das Sozialprofil der Urheber des Korpus
4.3.1. Die Genderverteilung
4.3.2. Das Alter
4.3.3. Migrationshintergründe, soziale Schichtung, Bildungshintergründe und Regionalität
5. Sprachwandel
5.1. Terminologie
5.2. Mechanismen und Funktionen des Varietätenwandels
5.3. Alters- und generationsspezifischer Sprachgebrauch
6. Methoden
7. Analyse - Personenbezeichnungen und Typisierungen
7.1. Verteilung der Personenbezeichnungen und Typisierungen zwischen 1991-2000 und 2001-2007
7.1.1. Beobachtungen und Analyse
7.2. Wortfeld: Geschlecht/Äußeres/Sexualität
7.2.1. Beobachtungen und Analyse
7.3. Einfach- und Mehrfachnennungen der PbT – Ein Vergleich der beiden Zeitabschnitte
7.4. Beobachtungen und Analyse
7.4.1. Verteilung der Personenbezeichnungen und Typisierungen zwischen der Generation A und B im Zeitraum 2001-2007
7.4.2. Einfach- und Mehrfachnennungen der PbT – Ein Vergleich der Generationen im Zeitabschnitt 2001-2007
8. Schluss
8.1. Zwischenfazit
8.2. Fazit
8.3. Ausblick
9. Interpretenlisten
9.1. Interpretenliste, chronologisch
9.2. Interpretenliste, alphabetisch
10. Personenbezeichnungen und Typisierungen nach Wortfeldern
10.1. Tabelle für die Jahre 1991-2000
10.2. Tabelle für die Jahre 2001-2007
Die Arbeit untersucht den sprachlichen Wandel in deutschsprachigen Raptexten von den 1990er Jahren bis 2007. Ziel ist es, mithilfe einer quantitativ-korrelativen soziolinguistischen Analyse zu prüfen, ob sich ein messbarer Sprachwandel innerhalb dieser Subkultur feststellen lässt, wobei der Fokus auf Personenbezeichnungen und Typisierungen liegt.
4.2. Korpuserstellung
Bei der Erstellung meines Korpus habe ich, um Repräsentativität zu erreichen, versucht möglichst viele der deutschsprachigen Rapveröffentlichungen seit 1990 aufzunehmen. Mit der Auflistung ‚Interpretenliste, alphabetisch‘ im Anhang (S. 59) erhebe ich jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da spätestens mit dem großen Erfolg des HipHops Ende der Neunziger die Zahl der Veröffentlichungen zu unübersichtlich geworden sind. Des Weiteren musste das Korpus in einem Rahmen gehalten werden, der für diese Arbeit ‚bearbeitbar‘ bleibt.
In dem Buch „20 Jahre HipHop in Deutschland“ haben die Autoren Verlan und Loh (2002) eine „Diskografie der ersten 200 Platten“ zusammengetragen. Aus dieser wurden nur ein Teil der Veröffentlichungen übernommen. Dies geschah zum einen, da das Korpus sonst für den hier vorgegebenen Rahmen zu groß geworden wäre und andererseits, weil viele der Tonträger „nie offiziell im Handel“ erhältlich gewesen sind, wie Verlan und Loh selbst anmerken (Verlan/Loh 2002, S. 328). Diese meist sehr frühen Werke im Genre HipHop sind in kleinen ‚Auflagen‘ in der HipHop-Kultur intern gehandelt worden und oblagen dadurch auch nicht den gleichen ‚Regeln‘ wie die anderen. So kann bei Rapalben, die regulär bei einem Label erschienen sind, nicht immer ausgeschlossen werden, dass dieses nicht auch einen gewissen Einfluss auf das Werk genommen hat. Um repräsentative Ergebnisse aus den hier folgenden Untersuchungen zu bekommen, wurde folglich versucht solche Alben zu vergleichen, die zumindest ansatzweise unter ähnlichen Voraussetzungen entstanden sind.
1. Einleitung: Die Einleitung motiviert das Thema durch die öffentliche und mediale Debatte über den Sprachverfall durch Rapmusik und definiert das wissenschaftliche Forschungsinteresse der Arbeit.
2. Soziolinguistik: Dieses Kapitel verortet das Thema im Bereich der Soziolinguistik und Jugendsprachforschung und diskutiert die Schwierigkeiten bei einer einheitlichen Definition von Jugendsprache.
3. Jugend((sub)kulturen)forschung: Hier werden die Begriffe Subkultur und Szene definiert und die Genese sowie Entwicklung der HipHop-Kultur global und in Deutschland beleuchtet.
4. Das Korpus: Dieses Kapitel erläutert die Korpuserstellung, charakterisiert Raptexte als Textsorte und definiert die Kriterien zur Auswahl der untersuchten Lieder.
5. Sprachwandel: Hier werden theoretische Grundlagen zu Sprachwandel und Varietätenwandel erarbeitet, um das Phänomen innerhalb der HipHop-Subkultur begrifflich zu fassen.
6. Methoden: Das Kapitel beschreibt den quantitativ-korrelativen methodischen Ansatz zur Analyse des Wortschatzes in den Raptexten.
7. Analyse - Personenbezeichnungen und Typisierungen: Dieses Hauptkapitel präsentiert die Auswertung der Daten zu Personenbezeichnungen und Typisierungen, inklusive Tabellen und Diagrammen zu verschiedenen Zeiträumen und Generationen.
8. Schluss: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Grenzen der Untersuchung und gibt einen Ausblick auf notwendige weiterführende Analysen.
Sprachwandel, Varietätenwandel, Jugendsprache, HipHop, Deutschrap, Soziolinguistik, Raptexte, Korpusanalyse, Personenbezeichnungen, Typisierungen, Jugendkultur, Subkultur, Wortfeldanalyse, Generationsvergleich, Vulgarismen
Die Arbeit untersucht, ob sich ein sprachlicher Wandel in deutschsprachigen Raptexten im Zeitraum von 1991 bis 2007 nachweisen lässt.
Die zentralen Themen sind Soziolinguistik, Jugendsprache, die kulturelle Entwicklung von HipHop und die quantitative Analyse des Wortschatzes in Raptexten.
Das primäre Ziel ist es, anhand einer empirischen Analyse von Personenbezeichnungen und Typisierungen zu untersuchen, ob eine sprachliche Veränderung oder Verschiebung im untersuchten Zeitraum feststellbar ist.
Es wird ein quantitativ-korrelativer soziolinguistischer Ansatz verwendet, um Wörter innerhalb des Korpus in verschiedenen Zeitabschnitten und nach Generationen der Interpreten zu vergleichen.
Im Hauptteil werden nach der Definition der theoretischen Grundlagen (Sprachwandel, Jugendkultur) das Korpus erstellt und analysiert sowie die Ergebnisse zur Nutzung von Personenbezeichnungen detailliert ausgewertet.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sprachwandel, HipHop, Jugendsprache, Varietätenwandel und Korpusanalyse charakterisieren.
Die Unterscheidung dient dazu, zu prüfen, ob beobachtete sprachliche Veränderungen generationsspezifische Unterschiede zwischen frühen Künstlern und späteren Generationen darstellen oder allgemeine altersbedingte Sprachverläufe sind.
PbT wurden als Untersuchungsgegenstand gewählt, da die Autorin eine Verschiebung hin zu einem vermehrten Gebrauch von Vulgarismen und eine weniger differenzierte Charakterisierung von Personen über die Zeit vermutete.
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