Diplomarbeit, 2007
68 Seiten, Note: 2,7
Einleitung
1 Die Jugend
1.1 Definition: Jugendliche
1.2 Zum Begriff Lebenswelt
1.3 Lebenswelt und Interessen der Jugendlichen
2 Wann ist ein Mann ein Mann? – Mannsbilder und Mannserwartungen
2.1 Bilder vom „typischen Mann“
2.2 Diskrepanzen zum Idealbild
3 Drogen und Sucht
3.1 Definition: Drogen
3.2 Sucht
4 Alkohol
4.1 Geschichte, soziale Gewohnheiten, Zahlen und Fakten
4.2 Wirkungen und Folgen des Alkoholkonsums
4.2.1 Wirkung auf Körper und Psyche
4.2.2 Folgen für Körper und Psyche, soziale Konsequenzen
4.3 Werbung und Politik
Exkurs: Flatrate-Partys und deren Verbot
4.4 Trinkverhalten nach Typisierung
5 „Trink, wenn du ein Mann bist“
5.1 Alkopops als Einstieg
5.2 Einfluss der Werbung auf das Trinkverhalten Jugendlicher
5.3 Alkoholkonsum männlicher Jugendlicher
5.4 Motivationen
5.5 Verfügbarkeit von Alkoholika
6 Anforderungen an die Soziale Arbeit
6.1 Kampagne „Na TOLL!“ / Bist Du stärker als Alkohol?“
6.2 Prävention in Fahrschulen
6.3 Offene Tür / Jugendzentrum
6.4 Mitternachtssport
6.5 Projekt HaLT
7 Fazit
Die Arbeit untersucht die Hintergründe des steigenden Alkoholkonsums bei männlichen Jugendlichen und leitet daraus spezifische Anforderungen an die Soziale Arbeit ab. Dabei steht insbesondere die Frage im Fokus, welche Rolle Männlichkeitsbilder und der Druck, diesen zu entsprechen, für den exzessiven Alkoholkonsum spielen.
2.2 Diskrepanzen zum Idealbild
Fällt ein kleiner Junge und weint vor Schreck, wird ihm häufig gesagt, dass er nicht weinen solle, weil ein Mann das nicht tue. Der Junge ist noch kein Mann sondern ein Junge. Schon früh bekommt er gelehrt, wie sich ein Mann zu verhalten habe. Das ist gegen seine gegenwärtigen Empfindungen, Gefühle und Gedanken. Kinder verstehen sehr früh, „dass ihr Handeln je nach Geschlecht unterschiedlich bewertet wird“35. In unserer Gesellschaft stehen trotz Emanzipation, Aufklärung und Vermischung der Geschlechterrollen noch immer die Ideale aus vorigen Jahrhunderten für Männlichkeit.
Was für den kleinen Jungen das Weinen als Reaktion auf einen Sturz ist, ist die Gratwanderung der Körpergestaltung pubertierender Teenager. „Sie dürfen den Körper nicht vernachlässigen, ihn aber auch nicht zu wichtig nehmen; das Aussehen wird von der sozialen Umwelt selbstverständlich wahrgenommen, es darf aber nicht zu stark betont werden“36. So wird ein gepflegter männlicher Körper eines südländischen Jugendlichen von einigen als natürliche Schönheit idealisiert und von anderen als Machokörper abgestempelt37. Männer stehen unter permanenter Musterung anderer Männer. Die anderen Männer beobachten sie, vergleichen sie und gestatten ihnen nur unter deren Willen, in das Reich der Männlichkeit aufgenommen zu werden38.
1 Die Jugend: Analysiert den Begriff der Jugend und deren Lebenswelt unter Einbezug aktueller Studien und Wertorientierungen.
2 Wann ist ein Mann ein Mann? – Mannsbilder und Mannserwartungen: Untersucht die prägenden Vorstellungen von Männlichkeit, deren gesellschaftliche Konstruktion und den daraus resultierenden Leistungs- und Erwartungsdruck.
3 Drogen und Sucht: Schafft ein theoretisches Fundament zu den Themen Drogenkonsum, Suchtmechanismen und Suchtformen.
4 Alkohol: Erläutert die Geschichte, die gesundheitlichen Wirkungen von Alkohol sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Werbestrategien.
5 „Trink, wenn du ein Mann bist“: Beleuchtet spezifische Motive männlicher Jugendlicher für exzessiven Alkoholkonsum, insbesondere als Mittel der Identitätsdarstellung.
6 Anforderungen an die Soziale Arbeit: Stellt konkrete Präventionsprojekte vor und diskutiert die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Suchtbekämpfung.
7 Fazit: Formuliert abschließende Positionen zur Rolle der Politik, der Gesellschaft und notwendiger pädagogischer Ansätze.
Alkoholkonsum, männliche Jugendliche, Männlichkeit, Soziale Arbeit, Suchtprävention, Lebenswelt, Peergroup, Flatrate-Partys, Projekt HaLT, Rauschtrinken, Jugendkultur, Identitätsbildung, Jugendschutz, Sozialisation, Werbeeinfluss.
Die Diplomarbeit analysiert die Ursachen und Hintergründe des steigenden Alkoholkonsums männlicher Jugendlicher und prüft, welche Rolle Männlichkeitsideale bei diesem Verhalten spielen.
Die zentralen Themen umfassen die jugendliche Lebenswelt, Konstruktionen von Männlichkeit, Drogen- und Suchtmechanismen sowie die praktische Umsetzung von Präventionsangeboten durch die Soziale Arbeit.
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und männlicher Identitätsfindung zu klären und daraus Anforderungen für eine wirksame Soziale Arbeit abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse soziologischer und pädagogischer Erkenntnisse sowie auf einer Beobachtung aktueller Trends wie Flatrate-Partys.
Der Hauptteil analysiert theoretische Hintergründe zu Drogen und Sucht, die Wirkungsweise von Alkohol, den Einfluss der Alkoholwerbung und die speziellen Motive männlicher Jugendlicher.
Wichtige Begriffe sind Männlichkeit, Jugendalkoholismus, Suchtprävention, Sozialisation, Peer-Group-Einfluss und der pädagogische Ansatz der Lebensweltorientierung.
Das Projekt „HaLT – Hart am LimiT“ dient als konkretes Beispiel für eine erfolgreiche, praxisorientierte Präventionsstrategie der Sozialen Arbeit, die sich durch ihr Netzwerk aus kooperierenden Partnern auszeichnet.
Der Autor argumentiert, dass Werbung durch die gezielte Verknüpfung von Alkohol mit Attributen wie Spaß, Lifestyle und Männlichkeit einen erheblichen Einfluss auf Jugendliche ausübt und den Einstieg in den Konsum erleichtert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

