Diplomarbeit, 2007
80 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Der Begriff Schulsozialarbeit
1.1 Von den 70er Jahren bis zum Mauerfall
1.2 Von den 90er Jahren bis 2001
1.3 Von der PISA-Studie 2001 bis heute
2. Die rechtlichen Regelungen
2.1 Zur Jugendhilfe
2.2 Zum Schulgesetz
3. Die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen
3.1 Die Familie und Eltern
3.2 Neben Familie und Schule
3.3 Die Schule
3.4 Die Hauptschule als Sozialisationsinstanz
3.5 Die Hauptschülerinnen und Hauptschüler
4. Schulsozialarbeit heute
4.1 Von Übereinstimmungen und Grundpositionen
4.2 Gegnerinnen und Gegner der Schulsozialarbeit
4.3 Die Zielgruppen und deren Prinzip der Freiwilligkeit
4.4 Kooperationsformen und Arbeitsbereiche
4.5 Sechs Grundsätze der Schulsozialarbeit
4.6 Definitionen der Schulsozialarbeit
Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit von Schulsozialarbeit, insbesondere an Hauptschulen, vor dem Hintergrund veränderter Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen sowie gesellschaftlicher Herausforderungen wie Gewalt und Integrationsschwierigkeiten. Ziel ist es, die Rolle der Schulsozialarbeit als Bindeglied zwischen Schule und Jugendhilfe theoretisch zu begründen und kritisch zu reflektieren.
3.1 Die Familie und Eltern
Die vorindustrielle Familie war eine Produktionsgemeinschaft von bis zu vier Generationen, in deren Räumlichkeiten gewohnt, gearbeitet, erzogen, aufgewachsen (vgl. Drilling 2004, S. 20) und gestorben wurde. Als die Industrialisierung um die Jahrhundertwende einsetzte, vollzog sich die Trennung zwischen Wohnen und Arbeiten. Nach dem 2. Weltkrieg etablierte sich das bürgerliche Familienmodell (vgl. ebd.). Aus der Sicht des in Deutschland lebenden Kindes bedeutete Familie eine Kleingruppe zu sein, in der das Kind selbst mit seinen unmündigen Geschwistern und seinen verheirateten Eltern (die Frau und der Mann als Erzeuger) dauerhaft in einer Haushaltsgemeinschaft bis zum eigenem Erwachsenensein (entweder dem Erreichen des 18. Lebensjahres oder dem Eintritt in das Berufsleben, mit dem der Eigenerwerb einher geht, und der Selbstversorgung des Kindes ermöglicht) zusammenlebt (vgl. Fachlexikon der Sozialen Arbeit 1997, S. 312). Eine Familie in dieser Konstellation wurde als vollständig und somit als normal betitelt.
1. Der Begriff Schulsozialarbeit: Beleuchtet die historische Entwicklung des Begriffs von den 70er Jahren bis zur heutigen Zeit, unter Berücksichtigung verschiedener sozialpädagogischer Ansätze und Kooperationsformen.
2. Die rechtlichen Regelungen: Analysiert den gesetzlichen Rahmen durch das KJHG (SGB VIII) und die länderbezogenen Schulgesetze, um die Kooperationsmöglichkeiten zwischen Jugendhilfe und Schule zu definieren.
3. Die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen: Untersucht zentrale Sozialisationsinstanzen wie Familie, Peer-Groups und Schule, um das Umfeld und die Herausforderungen der Kinder und Jugendlichen ganzheitlich zu verstehen.
4. Schulsozialarbeit heute: Nimmt eine Positionsbestimmung der Schulsozialarbeit vor, diskutiert Grundpositionen sowie Gegner, spezifiziert Zielgruppen, Arbeitsbereiche und definiert grundlegende Prinzipien für die Praxis.
Schulsozialarbeit, Jugendhilfe, Lebensweltorientierung, Hauptschule, Sozialisation, Kooperation, Jugendalter, Adoleszenz, Prävention, Schulgesetz, KJHG, Bildungschancen, Schulentwicklung, Sozialpädagogik, Einzelfallhilfe.
Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit und den Stellenwert von Schulsozialarbeit an deutschen Hauptschulen als essenzielle Ergänzung zum schulischen Bildungsauftrag.
Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung des Begriffs, rechtliche Grundlagen, den Wandel der kindlichen Lebenswelten sowie die heutige Ausgestaltung und Legitimation von Schulsozialarbeit.
Das Ziel ist eine fundierte Positionsbestimmung der Schulsozialarbeit, die den dringenden Kooperationsbedarf zwischen der Schule und der Jugendhilfe theoretisch begründet und praktisch reflektiert.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf aktueller fachwissenschaftlicher Literatur und empirischen Projektergebnissen basiert, um den Status quo und Entwicklungsmöglichkeiten zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Herleitung, die Analyse rechtlicher Rahmenbedingungen, die differenzierte Betrachtung von Lebenswelten und eine detaillierte Positionsbestimmung heutiger Schulsozialarbeit.
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Schulsozialarbeit, Jugendhilfe, Lebensweltorientierung, Sozialisation, Kooperation, Adoleszenz und Schulentwicklung.
Die Wahl der Hauptschule begründet sich durch die dort gehäuft auftretenden sozialen Benachteiligungen und individuellen Beeinträchtigungen der Schülerinnen und Schüler, die ein hohes Maß an professioneller Unterstützung erfordern.
Freiwilligkeit ist als Notwendigkeit für das Vertrauensverhältnis zwischen Schulsozialarbeit und Klientel (Schüler/Lehrer) essenziell, wobei der Erstkontakt oft verpflichtend sein kann, die eigentliche Beratung jedoch freiwillig erfolgen muss.
Der Lebensweltansatz dient als zentrales theoretisches Fundament, um soziale Probleme nicht nur schulisch, sondern ganzheitlich innerhalb der gesamten Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen zu betrachten und zu bearbeiten.
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