Diplomarbeit, 2007
106 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Überalterung der Gesellschaft in Deutschland
2.1 Bedeutung des demographischen Wandels
2.2 Ursachen der demographischen Überalterung
2.2.1 Geburtenentwicklung
2.2.2 Lebenserwartung
2.3 Prognosen bis 2050
2.4 Auswirkungen auf das Gesundheits- und Sozialwesen
2.4.1 Gesetzliche Rentenversicherung
2.4.2 Gesetzliche Krankenversicherung
2.4.3 Gesetzliche Pflegeversicherung
2.4.4 Strukturwandel des Alters
2.4.5 Chancen und Risiken
3. Geriatrie
3.1 Begriffserklärung
3.1.1 Gerontologie
3.1.2 Geriatrie
3.1.3 Akutgeriatrie und Geriatrische Rehabilitation
3.2 Gesetzliche Strukturen
3.3 Aufgabenbereiche
3.3.1 Zielsetzung
3.3.2 Prinzipien
3.3.3 Gestaltung der Zusammenarbeit
3.4 Rehabilitation und Pflege
3.5 Geriatrische Tagesklinik
3.6 Erkrankungen in der Geriatrie
3.6.1 Indikationen
3.6.2 Krankheitsbilder
3.6.3 Spezielle Erkrankungen
3.7 Der geriatrische Patient
3.7.1 Physische Veränderungen
3.7.2 Psychische Veränderungen
3.7.3 Soziale Veränderungen
3.8 Das therapeutische Team
3.8.1 Der ärztliche Dienst
3.8.2 Aktivierende therapeutische Pflege
3.8.3 Physiotherapie
3.8.4 Ergotherapie
3.8.5 Psychologie und Klinische Neuropsychologie
3.8.6 Logopädie
3.8.7 Sozialarbeit- psychosoziales Angebotsspektrum
4. Klinische Sozialarbeit in der Geriatrie
4.1 Bedeutung der Klinischen Sozialarbeit in unserer Gesellschaft
4.2 Definition
4.3 Sozialpädagogisches Handeln
4.3.1 Ziele
4.3.2 Zielgruppen
4.3.3 Kompetenzen und Aufgaben
5. Praxisnahe Fallbeispiele
5.1 Fallbeispiele
5.1.1 Fallbeispiel 1
5.1.2 Fallbeispiel 2
5.1.3 Fallbeispiel 3
5.1.4 Fallbeispiel 4
5.2 Geriatrische Behandlungsverlauf
5.2.1 Krankenhausaufnahme
5.2.2 Arztgespräch
5.2.3 Sozialstatus
5.2.4 Teamgespräch
5.2.5 Angehörigengespräch
6. Poststationäre Versorgungsstrukturen
6.1 Selbsthilfepotentiale
6.2 Pflegende Angehörige entlasten
6.3 Leistungen ambulanter Pflegedienste
6.4 Mobile geriatrische Rehabilitation
6.5 Hilfepotential durch bürgerschaftlich engagierte Helfer und Helferinnen
6.6 Jung für Alt
7. Barrieren im Klinischen Sozialdienst
7.1 Aufnahmeprozess im Krankenhaus
7.1.1 Aufnahme
7.1.2 Einsatzgebiet des Sozialarbeiters
7.1.3 Öffentlichkeitsarbeit
7.2 Arztgespräch
7.2.1 Arzt-Patienten-Beziehung
7.2.2 Arzt-Patienten-Verhältnis
7.2.3 Einsatzgebiet des Sozialarbeiters
7.3 Therapeutisches Team
7.3.1 Kooperation über Dritte
7.3.2 Sozialarbeiter im Team
7.3.3 Kommunikationen und Dokumentation
7.3.4 Weiterbildung
7.3.5 Teilnahme an Gremien
7.3.6 Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen
7.3.7 Seelsorger
7.4 Klinischer Sozialdienst
7.4.1 DRG
7.4.2 Gesprächsraum
7.4.3 Rollenkonflikt
7.4.4 Identitätsverlust des Sozialarbeiters
7.4.5 Entlassungsmanagement
7.4.6 Integrierte Versorgung
8. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Rolle des Klinischen Sozialdienstes im Kontext der zunehmenden Überalterung der deutschen Gesellschaft und der damit verbundenen Anforderungen an die geriatrische Versorgung, um eine verbesserte soziale Integration und Lebensqualität älterer Patienten zu gewährleisten.
5. Praxisnahe Fallbeispiele
Ein lang gehegter Traum der Menschheit ist in Erfüllung gegangen, die Menschen in Deutschland werden immer älter. Aber wie wird mit diesem Traum in unserer Gesellschaft umgegangen? Aufgrund der demographischen Veränderungen wurde Altern nicht mehr als Einzelschicksal, sondern als Massenphänomen erkannt, sodass sich das Alter vom Rand- zum Kernthema entwickelt. Der demographische Wandel, die Veränderung der Morbiditätsstruktur und die zunehmende Erwartungshaltung von Versicherten und Leistungsanbietern im Rahmen der geriatrischen Versorgung in der Bundesrepublik erfordern einen verstärkten Auf- und Ausbau der Rehabilitation somatisch und psychisch geschädigter älterer Menschen. Um diesen wachsenden Bedarf gerecht zu werden, sind Einrichtungen wie die Geriatrie oder geriatrische Tageskliniken, eine rehabilitativ ausgerichtete Abteilung für die Behandlung älterer Patienten mit typischen altersbedingten, akuten oder chronischen Erkrankungen, notwendig.
Im Folgenden sollen die recht typischen Einzelfallbeispiele aus der geriatrischen Abteilung vom Krankenhaus dem Leser als Grundlage für das Verständnis klinischem sozialarbeiterischen Handeln dienen. So sind auf einer geriatrischen Abteilung auf Grund der Patientenstruktur andere Schwerpunkte der Klinischen Sozialarbeit als auf einer orthopädischen Station gegeben. Im Punkt 5.2. wird ausgehend von Krankenhausaufnahme, geriatrischen Assessment, Intervention bis hin zur Entlassung der Behandlungsverlauf transparent gemacht, um die professionellen Arbeitswege und das methodische Vorgehen der Klinischen Sozialarbeit darzustellen.
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert den demographischen Wandel und die Notwendigkeit, ältere hilfebedürftige Menschen stärker in den Fokus der Gesundheitspolitik und des Klinischen Sozialdienstes zu rücken.
2. Die Überalterung der Gesellschaft in Deutschland: Das Kapitel analysiert die demographischen Ursachen wie sinkende Geburtenraten und steigende Lebenserwartung sowie deren gravierende Auswirkungen auf das Renten-, Kranken- und Pflegeversicherungssystem.
3. Geriatrie: Dieser Abschnitt definiert geriatrische Grundbegriffe, stellt die Strukturen und Aufgabenfelder sowie die therapeutischen Teams in der Altersmedizin dar.
4. Klinische Sozialarbeit in der Geriatrie: Das Kapitel beleuchtet die Bedeutung und die theoretischen Grundlagen des Klinischen Sozialdienstes sowie dessen spezifisches Handeln im multiprofessionellen Kontext.
5. Praxisnahe Fallbeispiele: Anhand konkreter Fallbeispiele wird der Behandlungsverlauf von Patienten sowie die methodische Arbeit des Klinischen Sozialdienstes bei der Aufnahme, im Verlauf und bei der Entlassung illustriert.
6. Poststationäre Versorgungsstrukturen: Dieses Kapitel widmet sich der Unterstützung durch informelle Netzwerke, pflegende Angehörige sowie speziellen Angeboten wie der mobilen Rehabilitation und Seniorenbüros.
7. Barrieren im Klinischen Sozialdienst: Es werden strukturelle, organisatorische und berufspolitische Hürden thematisiert, denen der Klinische Sozialdienst im Krankenhausalltag gegenübersteht.
8. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass der Klinische Sozialdienst eine tragende Säule im System sein muss, um den steigenden Anforderungen an eine ganzheitliche Versorgung älterer Menschen gerecht zu werden.
Klinischer Sozialdienst, Geriatrie, Demographischer Wandel, Rehabilitation, Pflegeversicherung, Altenhilfe, Sozialarbeit, Fallmanagement, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Gesundheitssystem, Entlassungsmanagement, Lebensqualität, Altern, soziale Netzwerke, Multimorbidität.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung des Klinischen Sozialdienstes innerhalb der geriatrischen Versorgung vor dem Hintergrund der zunehmenden gesellschaftlichen Alterung.
Zu den Schwerpunkten zählen die Analyse demographischer Trends, geriatrische Krankheitsbilder, das therapeutische Team, das professionelle Handeln der Sozialarbeit sowie die poststationäre Überleitung von Patienten.
Das Hauptziel ist es, die Notwendigkeit und Wirksamkeit des Klinischen Sozialdienstes aufzuzeigen, um älteren Menschen bei der Bewältigung ihrer Lebenssituation zu unterstützen und eine ganzheitliche Versorgung zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert primär auf einem intensiven Literaturstudium zur Gerontologie und Sozialen Arbeit sowie auf der Analyse praktischer Falldarstellungen aus dem Klinikalltag.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung geriatrischer Strukturen, konkrete Fallbeispiele, die Rolle des Klinischen Sozialdienstes bei der Entlassungsplanung sowie die Analyse von Barrieren in der aktuellen Versorgungspraxis.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Klinische Sozialarbeit, Geriatrie, Demographischer Wandel, Case Management, Rehabilitation und Entlassungsmanagement beschreiben.
Die DRG-Einführung führt häufig zu einer Verkürzung der Liegezeiten, was den Zeitdruck auf den Sozialdienst erhöht und den Fokus stärker auf die rein ökonomische Abwicklung der Entlassung verschiebt, oft zu Lasten der psychosozialen Betreuung.
Angehörige bilden oft ein essenzielles stützendes soziales Netzwerk. Ihre Entlastung und Schulung ist entscheidend, um eine nachhaltige Versorgung zu Hause zu gewährleisten und eine soziale Isolation sowohl des Patienten als auch der Pflegenden zu verhindern.
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