Diplomarbeit, 2007
147 Seiten, Note: 1,00
Problemstellung
Zielsetzung
Aufbau der Arbeit
Begriffsdefinitionen zum Titel der Arbeit
1. Qualität
1.1 Qualitätsbegriff
1.2 Qualitätsmanagement
1.2.1 Definition
1.2.2 Historische Entwicklung
1.2.3 Die acht Grundsätze des Qualitätsmanagements
1.3 Qualität als Wettbewerbsfaktor
2. ISO
2.1 Der Begriff ISO
2.2 Der Begriff Norm
2.3 Entstehung
2.4 Ziele und Aufgaben der ISO
2.5 ISO 9000er Normenreihe
2.5.1 Entwicklung der ISO 9000 Reihe
2.5.2 Anwendungsbereich ISO 9000er Reihe
2.5.3 Bedeutung für die Hotellerie
2.6 Implementierung von ISO 9000
2.6.1 Aufbau der ISO 9000er Normenreihe
2.6.2 Der prozessorientierte Ansatz der ISO 9001:2000
2.6.3 Die fünf Kapitel der ISO 9001
2.7 Zertifizierung
2.7.1 Begriffsdefinitionen
2.7.2 Der Weg zum Zertifikat/Ablauf einer Zertifizierung
2.7.3 Zertifizierungskosten
2.7.4 Zertifizierte Betriebe
2.7.5 Exkurs: Das „Schweizer Modell“ – Qualitäts-Gütesiegel Stufe III
2.8 ISO 9000 – eine kritische Betrachtung
2.8.1 Nutzen/Vorteile von ISO 9000
2.8.2 Mögliche Problemfelder bei der Umsetzung
2.8.3 Nutzen/Vorteile einer Zertifizierung
2.8.4 Mögliche Problemfelder bei der Zertifizierung
3. Sterne Klassifizierung
3.1 Entstehung
3.2 Das System
3.3 Klassifizierungsverfahren
3.3.1 Voraussetzung
3.3.2 Definition und Abgrenzung der Kategorien
3.3.3 Ablauf der Klassifizierung
3.3.4 Klassifizierte Betriebe in Österreich
3.3.5 Exkurs: Sterne Klassifizierung in Europa
3.4 Sterne Klassifizierung – eine kritische Betrachtung
3.4.1 Nutzen/Vorteile der Sterne Klassifizierung
3.4.2 Nachteile/Problemfelder der Sterne Klassifizierung
4. Gegenüberstellung ISO Zertifizierung – Sterne Klassifizierung
4.1 Kundenorientierung
4.2 Wettbewerbsvorteil
4.3 Verbreitung/Bekanntheit
4.4 Formalismus/Kosten der Umsetzung
4.5 Ständige Verbesserung
4.6 Experten-Statement von Beat Krippendorf
5. Empirischer Teil: Überprüfung der Qualitätsakzeptanz des Gastes
5.1 Einleitung
5.2 Ablauf der Untersuchung
5.3 Untersuchungsdesign
5.4 Hypothesen
5.5 Fragebogen
5.6 Ergebnisse der Befragung
5.6.1 Angaben zur Person
5.6.2 Urlaubsverhalten
5.6.3 Qualität im Hotel
5.6.4 ISO Zertifizierung
5.7 Überprüfung der Hypothesen
5.7.1 Hypothese 1
5.7.2 Hypothese 2
5.7.3 Hypothese 3
5.7.4 Hypothese 4
6. Resümee und Implikationen für Theorie und Praxis
6.1 Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse
6.2 Fazit
6.3 Ansätze für die weitere Forschung
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen einer ISO-Zertifizierung auf das Gästevolumen in der österreichischen Hotellerie, stellt dies der traditionellen Sterne-Klassifizierung gegenüber und untersucht die Qualitätswahrnehmung der Gäste.
Qualität wird zum Erfolgsfaktor Nr. 1
Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs wird Qualität zu einem wesentlichen Argument bei der Auswahl eines Hotels. In einer sich ständig verändernden Umgebung wird nur das beständige Streben nach höchster Qualität den Erfolg eines Unternehmens langfristig sichern können. Damit wird die Qualität in den nächsten Jahren für jedes Unternehmen zum beherrschenden Thema und zum wesentlichsten Erfolgsfaktor.
Vor allem die Servicequalität ist die wesentlichste Komponente der Qualität einer Hotelleistung. Servicequalität ist auch die Kernkompetenz eines Hotels. Die Unternehmensleitung hat die Verantwortung, Qualität zu steuern und die Voraussetzung zu schaffen, dass die Mitarbeiter ein Qualitätsdenken und entsprechende Verhaltensweisen entwickeln können.
Die Qualität ist auch ein mindestens ebenso wichtiges Marketinginstrument wie der Preis. Ist der Kunde nicht zufrieden, wendet er sich einem qualitativ besseren Anbieter zu. Dabei geht es aber nicht um die objektive Wertung der Qualität, sondern vielmehr ist das subjektive Gefühl des Kunden, einen guten Service bekommen zu haben, ausschlaggebend. Dadurch wird deutlich, wie wesentlich es für ein Dienstleistungsunternehmen ist, die Bedürfnisse und Prioritäten des Kunden genau zu kennen.
1. Qualität: Einführung in den Qualitätsbegriff, dessen historische Entwicklung im Management und die Bedeutung für die moderne Hotellerie.
2. ISO: Detaillierte Darstellung der International Organization for Standardization, der Normenreihe ISO 9000 ff, deren Implementierung sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Nutzen und Problemen.
3. Sterne Klassifizierung: Erläuterung des österreichischen Klassifizierungssystems, dessen Entstehung, Kriterien und eine kritische Betrachtung der Vor- und Nachteile.
4. Gegenüberstellung ISO Zertifizierung – Sterne Klassifizierung: Direkter Vergleich der beiden Qualitätsansätze hinsichtlich Kundenorientierung, Wettbewerbsvorteil und Kosten.
5. Empirischer Teil: Überprüfung der Qualitätsakzeptanz des Gastes: Analyse der Gästebefragung, Auswertung der erhobenen Daten und Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
6. Resümee und Implikationen für Theorie und Praxis: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und Ableitung von Ansätzen für zukünftige Forschungsarbeiten.
Qualitätsmanagement, ISO 9001, Sterne-Klassifizierung, Hotellerie, Tourismus, Gästevolumen, Dienstleistungsqualität, Kundenorientierung, Prozessmanagement, Zertifizierung, Prozessorientierter Ansatz, Gästebefragung, Wettbewerbsvorteil, Österreich.
Die Arbeit untersucht, ob die Einführung eines ISO-Qualitätsmanagementsystems im Vergleich zur klassischen Sterne-Klassifizierung einen messbaren Einfluss auf das Gästevolumen in der mittelständischen Hotellerie in Österreich hat.
Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Qualitätssicherung, der Zertifizierung nach ISO 9001, der Sterne-Klassifizierung, deren jeweiliger Vor- und Nachteile sowie einer empirischen Gästebefragung.
Ziel ist es, Hoteliers eine Entscheidungsgrundlage zu bieten, ob eine ISO-Zertifizierung sinnvoll ist und ob der Gast eine solche Zertifizierung als Qualitätsmerkmal honoriert.
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse wurde eine empirische Gästebefragung mittels eines Online-Fragebogens durchgeführt, deren Ergebnisse statistisch (unter Verwendung von SPSS) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung der ISO-Normen und Sterne-Klassifizierung, deren Gegenüberstellung sowie den empirischen Teil mit der Auswertung von Hypothesen.
Wichtige Begriffe sind Qualitätsmanagement, ISO 9001, Sterne-Klassifizierung, Hotellerie, Dienstleistungsqualität, Kundenzufriedenheit und Gästevolumen.
Die Gäste zeigen eine eher skeptische Haltung; zwar ist die ISO-Zertifizierung bekannt, aber für die Hotelwahl wird sie im Vergleich zur Sterne-Klassifizierung als weniger ausschlaggebend oder gar uninteressant eingestuft.
Beat Krippendorf betont in einem Statement, dass Qualität eine ganzheitliche Unternehmenskultur erfordert, die "von innen" kommen muss, und kritisiert, dass rein formale Q-Systeme oft hinter dem Faktor Führung zurückbleiben.
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