Masterarbeit, 2007
120 Seiten, Note: 2,3
1. EINLEITENDE PROBLEMBETRACHTUNG
1.1. HINFÜHRUNG ZUR PROBLEMSTELLUNG
1.2. ZIELSETZUNG, AUFBAU UND ABGRENZUNG DER MASTER THESIS
2. DARLEGUNG DER THEMENBEREICHE
2.1. THEORETISCHE FUNDIERUNGEN DER KLEINSTGRÜNDUNGEN
2.1.1. Begriffliche Eingrenzungen
2.1.2. Besonderheiten im Gründungsprozess von Kleinstgründungen
2.1.3. Merkmale von Geschäftsbeziehungen zwischen Kreditinstitut und Kleinstgründer
2.2. AKTUELLE FINANZIERUNGSSPEZIFIKA DER BANKEN- UND KREDITLANDSCHAFT IN DEUTSCHLAND
2.2.1. Struktur des deutschen Bankwesens unter Betrachtung der Strategien Fokussierung der Kreditinstitute
2.2.2. Öffentliche Fördermittel und ihre Wirkungsabsicht
2.2.3. Weitere relevante Finanzierungsrahmenbedingungen
3. KLEINSTGRÜNDUNGEN IM AKTUELLEN VERÄNDERUNGSPROZESS DER KREDITINSTITUTE
3.1. DIFFERENZIERTE ANFORDERUNGEN AN EINE GESCHÄFTSBEZIEHUNG UND FINANZIERUNG SEITENS DER GESCHÄFTSPARTNER
3.2. UNTERSCHIEDLICHE MERKMALE DER GESCHÄFTSBEZIEHUNG UND FINANZIERUNG AUFGRUND DER STRUKTUR DES DEUTSCHEN BANKWESENS
3.3. OPTIMIERUNGSANSÄTZE IM SPANNUNGSFELD ZWISCHEN KLEINSTGRÜNDERN UND KREDITINSTITUTEN
4. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG ZUR FINANZIERUNG VON KLEINSTGRÜNDUNGEN
4.1. ZIELSETZUNG DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG
4.2. UNTERSUCHUNGSDESIGN
4.3. STRUKTURDATEN DER UNTERSUCHUNG
4.4. SEPARATE ANALYSE DER RELEVANTEN THEMENBLÖCKE NACH AUFFÄLLIGKEITEN
4.4.1. Segmentierungsfelder im deutschen Bankensystem in Bezug auf die Kundengruppe der Kleinstgründungen
4.4.2. Einstiegskriterien
4.4.3. Ablauf einer Finanzierungsanfrage von Kleinstgründern
4.4.4. Entscheidungsfindung
4.4.5. Einbezug öffentlicher Finanzierungsmittel
4.5. BEDEUTENDE INTERDEPENDENZEN DER ITEMS UNTER BETRACHTUNG DER ABHÄNGIGKEITSAUSPRÄGUNG
4.5.1. Beeinflussung durch das Item Institutsgruppe
4.5.2. Bestimmungsgrößen für die Anforderungen an den Kleinstgründer
4.5.3. Rahmenbedingungen beim differenzierten Beratungsangebot der Kreditinstitute
4.5.4. Einflussgrößen der Beraterentscheidung zur Kreditvergabe
4.6. ZUSAMMENFASSUNG DER WICHTIGSTEN UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE
5. MÖGLICHKEITEN EINER NORMATIVEN IMPLIKATION ZUM NUTZEN BEIDER GESCHÄFTSPARTNER
5.1. KOMBINATION DER THEORETISCHEN GRUNDLAGEN MIT DEN ERKENNTNISSEN DER AKTUELLEN STUDIE
5.2. ABZULEITENDE NOTWENDIGE REAKTIONEN DER GESCHÄFTSPARTNER
5.2.1. Aktive Auswahl der Hausbank durch den Kleinstgründer
5.2.2. Veränderung der Aufstellung bei den Kreditinstituten
5.3. INNOVATIVE ALTERNATIVEN ALS AUSBLICK FÜR WEITERFÜHRENDE VERÄNDERUNGSPROZESSE
6. ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG
Diese Arbeit zielt darauf ab, das Spannungsfeld zwischen Kleinstgründern und deutschen Kreditinstituten zu analysieren, um Möglichkeiten für eine verbesserte Kreditvergabe aufzuzeigen und somit einen Beitrag zur Stärkung der deutschen Gründungskultur zu leisten. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich die unterschiedlichen Anforderungen, Rahmenbedingungen und Erwartungen der Akteure auf den Finanzierungsprozess auswirken.
2.1.2. Besonderheiten im Gründungsprozess von Kleinstgründungen
Wie bereits erwähnt, zielt die Literatur häufig auf die Gründungen, die sofort wirtschaftlich messbare Ergebnisse mit sich bringen, wie z.B. Schaffung von Arbeitsplätzen, Herstellung von neuen Produkten, Erschließung neuer Märkte – de facto einen gesamtwirtschaftlichen Nutzen und innovativen Erfolg aufweisen können. Die Gruppe der Kleinstgründer fällt häufig nicht in diese Kategorien. Meist handelt es sich um Einzelgründungen ohne weitere Angestellte, imitatorische Gründungen in bereits bekannten Märkten mit bekannten Produkten. Es fehlen somit der innovative Charakter und der messbare Erfolg aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive. Seit der Schaffung der „Ich-AG“ erlebt Deutschland jedoch eine Gründungswelle dieser Art von Gründungen. Neben der Wirksamkeit dieser Gründungen weisen Kleinstgründungen allerdings besondere Merkmale im Gründungsprozess auf, die im Folgenden anhand der übergeordneten Schritte einer Neugründung kurz skizziert werden sollen.
Gründungsrisiken und Gründungschancen
Die Motive zur Existenz-/Unternehmensgründung sind vielfältig, doch insbesondere bei Kleinstgründungen stellt das Motiv der Gründung aus der Arbeitslosigkeit oder aufgrund fehlender Erwerbsalternativen den größten Anteil dar. Daraus resultiert, dass anstatt der Realisierung eigener Ideen die Existenzsicherung im Vordergrund steht. Die bestehenden Risiken einer Existenzgründung im persönlichen Bereich wie z.B. unsichere Zukunft, höhere Belastung, geringere Freizeit sowie die ökonomischen Risiken wie mangelhaftes Kundennetz, geringes Eigenkapital, mangelnde Erfahrungs- und Vergangenheitswerte und Verschlechterung der Konjunktur stehen demnach den Perspektiven der Arbeitslosigkeit wie Sozialhilfe, Hartz IV und Ausgliederung aus der Gesellschaft entgegen. Durch die Existenzgründung werden neben den Risiken eben auch Chancen ermöglicht, die im Falle der sich durch Arbeitslosigkeit bemerkbar machenden Abwärtsspirale der Gesellschaft kaum anders erreichbar erscheinen. Die Aufnahme der Selbständigkeit scheint demnach in diesen Fällen die in jedem Fall bessere Alternative. Die Gründungsmotivation ist entsprechend groß, jedoch ist auch die Risikobereitschaft wesentlich höher als bei anderweitig motivierten Gründern.
1. EINLEITENDE PROBLEMBETRACHTUNG: Erläutert die Relevanz der Gründungsförderung für die wirtschaftliche Entwicklung und thematisiert das bestehende Finanzierungsproblem bei Kleinstgründungen.
2. DARLEGUNG DER THEMENBEREICHE: Bietet eine theoretische Fundierung zu Kleinstgründungen und beschreibt die aktuelle Finanzierungssituation innerhalb der deutschen Bankenlandschaft.
3. KLEINSTGRÜNDUNGEN IM AKTUELLEN VERÄNDERUNGSPROZESS DER KREDITINSTITUTE: Analysiert die gegenseitigen Anforderungen und die resultierenden Spannungsfelder zwischen Kleinstgründern und Banken.
4. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG ZUR FINANZIERUNG VON KLEINSTGRÜNDUNGEN: Präsentiert die Ergebnisse einer Umfrage unter Bankberatern zu Segmentierung, Einstiegskriterien, Ablauf der Finanzierungsanfrage und Entscheidungsfindung.
5. MÖGLICHKEITEN EINER NORMATIVEN IMPLIKATION ZUM NUTZEN BEIDER GESCHÄFTSPARTNER: Leitet konkrete Optimierungsansätze und Handlungsempfehlungen aus den theoretischen und empirischen Erkenntnissen ab.
6. ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG: Fasst die Kernergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen bei der Finanzierung von Kleinstgründungen.
Kleinstgründungen, Finanzierung, Kreditinstitute, Bankenlandschaft, Förderprogramme, Gründungsfinanzierung, Businessplan, Beratungsangebot, Kreditentscheidung, Spannungsfeld, Existenzgründer, Bankberater, Eigenkapital, Risikomanagement, Unternehmertum
Die Master-Thesis befasst sich mit der Finanzierung von Kleinstgründungen in Deutschland. Sie untersucht das Spannungsfeld, das bei der Kreditvergabe zwischen Kleinstgründern und Kreditinstituten aufgrund unterschiedlicher Rahmenbedingungen und Zielsetzungen entsteht.
Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung von Kleinstgründungen, die Struktur der deutschen Kreditwirtschaft, die Rolle öffentlicher Fördermittel sowie die Analyse des Beratungs- und Kreditentscheidungsprozesses aus Sicht der Bankberater.
Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen Banken und Kleinstgründern detailliert zu durchleuchten und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Kreditvergabe verbessert werden kann, um einen positiven Beitrag zur deutschen Gründungskultur zu leisten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer empirischen Studie in Form einer schriftlichen Befragung von Bankberatern, die Kleinstgründer betreuen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der Finanzierungsspezifika, die Darstellung der empirischen Untersuchungsergebnisse zu Beratungsabläufen und Entscheidungsfindungen sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen für beide Parteien.
Die Untersuchung wird durch Begriffe wie Kleinstgründungen, Gründungsfinanzierung, Bankberater, Kreditentscheidung, Förderprogramme und Geschäftsbeziehung geprägt.
Die Studie belegt, dass Sparkassen und Genossenschaftsbanken ihre Kleinstgründer häufiger durch spezialisierte Mitarbeiter betreuen und aktiver beraten als private Kreditbanken, welche eher auf Generalisten setzen.
Ein entscheidendes Ergebnis ist, dass für die befragten Bankberater der persönliche Eindruck vom Kunden das wichtigste Entscheidungskriterium darstellt, während standardisierte Ratingverfahren für diese Zielgruppe kaum angewendet werden.
Die empirische Analyse zeigt, dass öffentliche Fördermittel oft nicht aktiv beworben werden und die Beratung hierzu stark variiert, obwohl eine aktive Einbindung zu einer höheren Darlehensvergabe führen kann.
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