Magisterarbeit, 2005
99 Seiten, Note: 1,1
Diese Magisterarbeit befasst sich mit Niklas Luhmanns Begriff der Kommunikation und analysiert dessen theoretischen Ansatz in Bezug auf die soziologische Systemtheorie. Die Arbeit zielt darauf ab, die Komplexität von Luhmanns Kommunikationstheorie aufzuzeigen, indem sie deren Grundprinzipien, Konzepte und Widersprüche beleuchtet.
Die Einleitung legt Luhmanns Forschungsprogramm dar und führt in dessen Kritik am traditionellen Kommunikationsverständnis ein. Kapitel II analysiert den Begriff der Kommunikation in verschiedenen Wissenschaften, um den soziologischen Ansatz Luhmanns zu kontextualisieren. Kapitel III erläutert Luhmanns Kommunikationstheorie in detaillierter Weise und behandelt die zentralen Konzepte wie die doppelte Kontingenz, die Elemente der Kommunikation und den Prozess der Kommunikation. Darüber hinaus wird das Verhältnis von Kommunikation und Bewusstsein im Rahmen der Systemtheorie diskutiert. Kapitel IV beschäftigt sich mit Luhmanns Kritik am Übertragungsmodell, an der Verwechslung von Kommunikation und Handlung und seiner Eliminierung des Menschenbegriffs.
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Arbeit sind Kommunikation, Systemtheorie, Niklas Luhmann, Soziologie, Doppelte Kontingenz, Selbstreferentialität, Autopoiesis, Bewusstsein, Handlung, Übertragungsmodell. Diese Begriffe bilden den Kern von Luhmanns Kommunikationstheorie und ermöglichen eine umfassende Analyse seiner komplexen und innovativen Theorieansätze.
Luhmann bricht mit der Tradition, Kommunikation als Übertragung von Nachrichten zu sehen. Für ihn ist Kommunikation eine Synthese aus Information, Mitteilung und Verstehen.
Das Problem, dass zwei Akteure (Ego und Alter) voneinander abhängen, aber das Verhalten des jeweils anderen nicht sicher vorhersehen können, was Kommunikation erst notwendig macht.
Kommunikation und Bewusstsein sind operativ geschlossene Systeme, die über „strukturelle Kopplung“ miteinander verbunden sind, sich aber gegenseitig nicht direkt steuern können.
Er kritisiert die Vorstellung, dass etwas von einem Sender zu einem Empfänger „wandert“, da der Empfänger die Information durch sein Verstehen erst selbst konstruiert.
Autopoiesis beschreibt die Eigenschaft sozialer Systeme, Kommunikation immer wieder aus Kommunikation zu erzeugen und so ihre eigene Struktur aufrechtzuerhalten.
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